Die Tarifverhandlungen für die 3.800 Beschäftigten der VW-Tochter "Auto 5000" gehen an diesem Mittwoch in Wolfsburg in die fünfte Runde. Die Arbeiter verlangen fünf Prozent mehr Lohn und einen zusätzlichen Rentenbaustein. Eine von VW angebotene Erhöhung um drei Prozent für 21 Monate bei mehr erfolgsabhängigen Lohnanteilen lehnte die IG Metall ab. Zusätzlichen Druck auf die Verhandlungen könnten durch Äußerungen von VW-Arbeitsdirektor Horst Neumann entstehen, der Ende der vorigen Woche gesagt hatte, der "Auto 5000"-Tarif könne in Teilen auch Modell für ganz VW sein. Die IG Metall rief erneut zu Warnstreiks auf. Rund 2.000 Arbeiter hatten schon vor einer Woche an Warnstreiks teilgenommen. Die vierte Tarifrunde war am 15. Juni nach acht Stunden Beratungen ohne Erfolg geblieben. Der Tarifvertrag ist bereits am 31. März ausgelaufen. Das Modell, mit dem in Wolfsburg der Minivan Touran und künftig auch der kleine Geländewagen gebaut werden, war im August 2001 vereinbart worden. Es sieht eine einheitliche Entlohnung der Beschäftigten auf dem Niveau des Flächentarifvertrages der Metallindustrie in Niedersachsen und eine hochflexible 35-Stunden-Woche vor. Die "Auto 5000"-Beschäftigten verdienen damit etwa 20 Prozent weniger als die VW-Beschäftigten, die nach dem alten Haustarif arbeiten. Für Neueinstellungen gibt es seit 2005 einen neuen Haustarif. (dpa)
Tarifverhandlungen für "Auto 5000" gehen weiter
Arbeiter fordern fünf Prozent mehr Lohn und zusätzlichen Rentenbaustein