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Teurer Sprit: ExxonMobil ist Top-Verdiener 2011

Die Forbes-Liste der 2.000 größten Konzerne – nach Gewinn – liest sich wie das "Who is Who" der Ölmultis.
© Foto: Frog 974/Fotolia

Dank des teuren Sprits hat kein anderer Konzern im vergangenen Jahr so viel Geld gescheffelt wie der US-Ölmulti. Nicht mal Apple kam mit. Die deutsche Fahne in der "Forbes"-Rangliste hält VW hoch.


Datum:
19.04.2012
2 Kommentare

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Diese Rangliste dürfte den Autofahrern die Tränen in die Augen treiben: Das US-Magazin "Forbes" hat die Geschäftszahlen der 2.000 größten Unternehmen zusammengetragen, und wenn es um den Gewinn im vergangenen Jahr geht, dann liest sich die Aufstellung wie das "Who is Who" der Ölmultis. Diese haben 2011 dank der gestiegenen Spritpreise unglaublich gut verdient.

Spitzenreiter ist der US-Konzern ExxonMobil, der Betreiber der Esso-Tankstellen, mit einem Gewinn von unterm Strich 41,1 Milliarden Dollar oder umgerechnet 31,2 Milliarden Euro. Es folgen die russische Gazprom (31,7 Milliarden Dollar), die britisch-niederländische Royal Dutch Shell (30,9 Milliarden), die US-amerikanische Chevron (26,9 Milliarden Dollar) sowie die britische BP (25,7 Milliarden Dollar).

Das einzige Nicht-Ölunternehmen, das diese Rangfolge durchbricht, ist Apple. Der kalifornische Elektronikkonzern landet auf dem zweiten Platz mit einem Gewinn von 33 Milliarden Dollar. Vor allem zu Weihnachten hatten sich das iPhone-Handy, der Tabletcomputer iPad und die Mac-Rechner glänzend verkauft. Der Erzrivale Microsoft scheffelte 23,5 Milliarden Dollar.

Volkswagen in den Top-Ten

Kaum schlechter steht Volkswagen da mit einem Gewinn von umgerechnet 21,5 Milliarden Dollar. Damit ist VW das bestverdienende deutsche Unternehmen überhaupt (wir berichteten). Der Autoriese hatte seine Verkäufe im vergangenen Jahr kräftig steigern können auf 8,3 Millionen Fahrzeuge. Bis 2018 wollen die Wolfsburger der größte Autobauer der Welt werden und den US-Rivalen General Motors vom Thron stoßen. In Sachen Gewinn ist das schon geglückt: Opel-Mutter GM kam auf 9,2 Milliarden Dollar.

Aus Deutschland folgen unter den Spitzenverdienern der Industriekonzern Siemens (8,2 Milliarden Dollar), der Chemiespezialist BASF (8,0 Milliarden) sowie Daimler (7,3 Milliarden Dollar) und BMW (6,8 Milliarden Dollar) – noch vor der Deutschen Bank (5,4 Milliarden Dollar).

Chinesen holen auf

Insgesamt wird die Rangliste der 2.000 größten Unternehmen aber von US-amerikanischen und japanischen Konzernen dominiert. Jedoch rücken auch immer mehr chinesische Firmen auf. Spitzenverdiener aus dem Reich der Mitte war im vergangenen Jahr die Bank ICBC mit einem Gewinn von 25,1 Milliarden Dollar, gefolgt von – wie könnte es anders sein – dem staatlichen Ölmulti PetroChina mit 20,6 Milliarden Dollar.

 Die ursprüngliche "Forbes"-Rangliste fällt übrigens etwas anders aus: In die Wertung der so genannten größten Unternehmen fließen neben dem Gewinn auch der Umsatz, die Vermögenswerte und der Börsenwert ein. Das führt dazu, dass sehr viele Banken vorne landen. Aber auch hier setzte sich der Ölmulti ExxonMobil im vergangenen Jahr durch, und verdrängte Vorjahressieger JPMorgan Chase auf Platz zwei. (dpa)

Die Forbes-Liste der 2.000 größten Unternehmen, sortiert nach Gewinn, ist über den Link unten in der Downloadbox abrufbar.

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KOMMENTARE


K. Wempe

19.04.2012 - 11:06 Uhr

Eines ist Fakt: Jeder Dollar oder Euro der dort oben verdient wurde fehlt hier unten bei den Menschen. Und solange diese gigantische Umverteilungsmaschinerie im Gange ist, solange werden auch in unserer Branche die taktischen Zulassungen mehr werden weil viele sich den eigentlichen Neuwagen nicht leisten können. Wobei unsere Produkte noch nicht so hoffnungslos überzahlt sind wie die von Apple (Made in China). Aber da kommen wir vielleicht auch noch hin.


Michael Kühn

19.04.2012 - 22:49 Uhr

sehe ich genauso wie K. Wempe Ich habe bereits den Gedankengang gehabt, dass die "Ölis" noch schnell abkassieren wollen, bis die Ölvorräte unserer Erde verbraucht sind..., und auch dass sie die alten "Kisten" lieber sehen, als die verbrauchsärmeren Neuwagen. Hauptsache, es wird viel getankt.


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