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Batteriezellen-Forschung: BMW steigt tiefer ein

Batteriezellen-Forschung
BMW steigt tiefer ein
BMW Batteriezellforschung
BMW hat am Donnerstag ein neues Kompetenzzentrum zur Forschung an Batteriezellen vorgestellt.
© Foto: BMW

Das neue BMW-Kompetenzzentrum für die Forschung an Batteriezellen wurde am Donnerstag in München vorgestellt und soll im Dezember die Arbeit aufnehmen. Entwickelt werden sollen Batterien, die speziell auf die Autos des Autobauers abgestimmt sind.

BMW steigt tiefer in die Technologie der Batteriezellfertigung ein. Der Autohersteller hat am Donnerstag sein neues Kompetenzzentrum für dieses Feld in München vorgestellt, das im Dezember die Arbeit aufnehmen soll. "Die Batteriezell-Technologie ist ein zentraler Erfolgsfaktor unserer Elektro-Offensive", sagte Konzernchef Oliver Zipse. Sie habe Einfluss auf Leistung und Kosten der Gesamtbatterie.

Dass man mit Kosten von 200 Millionen ein eigenes Zentrum für die Batteriezellforschung mit bis zu 200 Mitarbeitern errichtet, erklärte Zipse damit, dass es sich um eine sehr spezifische Technologie handele. Da sei es sinnvoll, "das hier zu bündeln".

BMW hat derzeit nicht vor, die Batteriezellen selbst zu bauen. Das übernehmen derzeit Samsung und CATL. Im Kompetenzzentrum will das Unternehmen aber Batterien entwickeln, die speziell auf die Bedürfnisse seiner Autos abgestimmt sind. In die Entwicklung sollen auch die Hersteller einbezogen werden.

Eine wachsende Rolle spielt für BMW auch der Einkauf der Rohstoffe. Ab 2020 will das Unternehmen Lithium und Kobalt selbst beziehen und den Herstellern der Batteriezellen zur Verfügung stellen. Kobalt soll dann nur noch aus Minen in Australien und Marokko stammen, Lithium unter anderem aus Australien.

Insbesondere Kobalt ist ein für die Elektromobilität wichtiger aber problematischer Rohstoff. Abgebaut wird das Mineral hauptsächlich in der Demokratischen Republik Kongo - oft unter menschenunwürdigen Bedingungen. Langfristig schließt BMW nicht aus, Kobalt auch wieder von dort zu beziehen. Voraussetzung sei aber, dass die Produktion den Standards des Unternehmens entspreche. (dpa)

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