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CO2-Auflagen: Einigung auf Kompromiss im EU-Klimastreit

CO2-Auflagen
Einigung auf Kompromiss im EU-Klimastreit
Im Streit um die EU-Klimaauflagen wurde ein Kompromiss gefunden: Obergrenzen werden bis 2015 nur schrittweise eingeführt.
© Foto: Torsten Silz/ddp

Vertreter von Europaparlament, EU-Staaten und Europäischer Kommission haben einen Kompromiss im langen Streit um Klimaschutzauflagen für Autobauer gefunden. Demnach werden Obergrenzen bis 2015 nur stufenweise eingeführt.

Im Streit um EU-Klimaauflagen für Autos haben sich Vertreter von Europaparlament, EU-Staaten und Europäischer Kommission am Montag in Brüssel auf einen Kompromiss geeinigt. Demnach werden die geplanten Treibhausgas-Obergrenzen nur stufenweise eingeführt. So soll von 2012 an erst bei 65 Prozent der Neuwagen das Ziel erreicht werden, den Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid (CO2) auf im Schnitt 120 Gramm je Kilometer zu senken. 2013 soll es bei 75 Prozent erzielt werden, 2014 bei 80 Prozent und 2015 dann bei 100 Prozent. Die Vorsitzende des Industrieausschusses des Europaparlaments, Angelika Niebler, wertete den Kompromiss als "richtiges Signal". "Wir haben etwas für den Klimaschutz erreicht, sind mit den Übergangsfristen aber auch der Industrie entgegengekommen", sagte die CSU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur dpa. Umweltschützer kritisierten die Einigung scharf. Als langfristige Zielmarke sollen 2020 im Schnitt nur noch 95 Gramm je Kilometer ausgestoßen werden. Für jedes Gramm CO2 zuviel werden von 2012 an 5 Euro Strafe fällig, für 2 Gramm 15 Euro, für 3 Gramm 25 Euro und von 4 Gramm an je Gramm 95 Euro. Das Parlamentsplenum sowie die 27 Mitgliedstaaten müssen dem Kompromiss zustimmen. Er habe "gute Chancen, akzeptiert zu werden", sagte Niebler. Dieser weicht die ursprünglichen Vorschläge von EU-Umweltkommissar Stavros Dimas erheblich auf. Dimas hatte vorgeschlagen, dass von 2012 an alle Neuwagen fast ein Fünftel weniger klimaschädliches CO2 ausstoßen als jetzt. 130 Gramm sollen vor allem mittels besserer Motorentechnik eingespart werden, weitere 10 Gramm durch eine Verbesserung etwa von Klimaanlagen oder Reifen. Umweltschützer sind empört Die Einigung wird als nächster Schritt diesen Mittwoch von den EU-Botschaftern beraten. Auf ihrem Treffen diesen Donnerstag und Freitag stehen die Klimaauflagen dann auf der Agenda der 27 EU-Umweltminister, die eine grundsätzliche Einigung erzielen sollen. Die Bundesregierung hat sich bereits für eine stufenweise Einführung der CO2-Vorschriften ausgesprochen. Das Parlamentsplenum soll in der Woche von 15. Dezember an im Rahmen des EU-Klimaschutzpakets darüber abstimmen. Die EU will bis 2020 unter anderem ihren CO2-Ausstoß um ein Fünftel senken.

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