Der Auto1 Group Price Index weist für Mai 2026 erstmals seit Januar wieder sinkende Gebrauchtwagenpreise in Europa aus. Der Index fiel von 142,0 Punkten im April auf 140,8 Punkte im Mai. Das entspricht einem Minus von 0,8 Prozent gegenüber dem Vormonat.
Trotz dieses leichten Rückgangs liegen die Preise seit Jahresbeginn weiterhin im Plus: Gegenüber Januar 2026 ist der Index um 3,1 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Mai 2025 liegt er dagegen leicht unter dem Vorjahresniveau. Damals hatte der Index bei 141,5 Punkten gelegen, im Mai 2026 nun bei 140,8 Punkten – ein Rückgang um rund 0,5 Prozent.
Langfristig steigende Preise erwartet
Die aktuelle Basisprognose von Moody’s Analytics zeigt: Kurzfristig könnten steigende Ölpreise oder eine schwächere Entwicklung am Arbeitsmarkt zusätzlichen Druck auf die Gebrauchtwagenpreise ausüben. Langfristig dürfte jedoch vor allem das knappe Fahrzeugangebot wieder für steigende Preise sorgen.
Auf Grundlage der Transaktionsdaten der Auto1 Group sowie zentraler makroökonomischer Faktoren prognostiziert Moody’s Analytics, dass die Gebrauchtwagenpreise in Europa bis 2036 um mehr als 20 Prozent steigen könnten. Der Index würde demnach auf 175,6 Punkte klettern – ein Plus von 24,7 Prozent gegenüber Mai 2026.
Preise könnten sich in 30 Jahren verdoppeln
Bis 2056 könnten sich die Preise sogar nahezu verdoppeln. Die Prognose geht für diesen Zeitraum von einem Indexstand von 270,8 Punkten aus. Das entspräche einem Anstieg von 92,3 Prozent gegenüber Mai 2026.
In das Prognosemodell fließen unter anderem der Verbraucherpreisindex, die Arbeitslosenquote, Verkaufszahlen von Leichtfahrzeugen, globale Ölpreise, der Erzeugerpreisindex sowie die privaten Konsumausgaben ein.