Volkswagen warnt vor einer aktuellen Betrugsmasche beim Handel mit Gebrauchtwagen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz tauchen derzeit gefälschte Internetseiten und fingierte Angebotskataloge auf, über die gebrauchte Volkswagen-Modelle zu auffällig niedrigen Preisen angeboten werden. Ziel ist es, Interessentinnen und Interessenten anzulocken und sie zur An- oder Bezahlung von Fahrzeugen zu bewegen, die gar nicht existieren.
Der Konzern stellt klar: Volkswagen verkauft grundsätzlich keine Gebrauchtwagen direkt an Endkundinnen und Endkunden. Der Fahrzeugverkauf erfolgt ausschließlich über zertifizierte Händler.
Die Betrüger arbeiten mit täuschend echt gestalteten Websites und Verkaufsmaterialien, die wie offizielle Vertriebsangebote von Volkswagen wirken sollen. Tatsächlich gibt es diese Vertriebskanäle jedoch nicht, ebenso wenig wie die angebotenen Fahrzeuge. Dabei setzen die Täter auch auf gefälschte E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Bankverbindungen. Wer betroffen ist, sollte sich umgehend an die Polizei wenden.
Bereits im Februar dieses Jahres hatten VW und seine Finanzsparte vor dieser Gebrauchtwagenabzocke gewarnt (wir berichteten). Ende März hatte auch der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) von einer Zunahme von Betrugsfällen im Autohandel berichtet. Nach Angaben des Verbands gehen die Täter dabei immer professioneller vor. Sie nutzen digitale Plattformen, gefälschte Webseiten, gestohlene Identitäten und manipulierte Dokumente, um sowohl Autohäuser als auch Kundinnen und Kunden zu täuschen.
Die Methoden reichen demnach von manipulierten Online-Inseraten und gefälschten Zahlungsnachweisen bis hin zu Identitätsdiebstahl und Angeboten für Fahrzeuge, die sich nie im Besitz der vermeintlichen Verkäufer befanden. Laut ZDK agieren die Täter zunehmend arbeitsteilig und häufig international vernetzt.