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Kfz-Zulassung in Berlin: Autohandel beklagt "extrem große Schwierigkeiten"

Kfz-Zulassung in Berlin
Autohandel beklagt "extrem große Schwierigkeiten"
Nach Angaben lokaler Händler dauert es derzeit in Berlin mindestens sechs Wochen, ehe ein neues oder gebrauchtes Fahrzeug angemeldet werden kann.
© Foto: picture alliance / dpa
Zum Themenspecial Corona-Krise

Die Kfz-Zulassung ist eine Berliner Dauerbaustelle. Selbst nach dem Corona-Lockdown sind die Wartezeiten noch unverändert lang. Unternehmer fordern nun, dass der Regierende Bürgermeister das Problem zur Chefsache macht.

Berlins Autohäuser laufen gegen die Zustände in den Kfz-Zulassungsstellen der Bundeshauptstadt Sturm. In einem Schreiben an den Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) kritisieren die Händler weiterhin "extrem große Schwierigkeiten und lange Wartezeiten" bei der Fahrzeugzulassung. Aktuell dauere es in Berlin mindestens sechs Wochen, ehe ein neues oder gebrauchtes Fahrzeug angemeldet werden könne, heißt es in dem offenen Brief, der AUTOHAUS vorliegt.

Die Kfz-Zulassung in Berlin ist seit längerem ein Problem. Im vergangenen Jahr reagierte die Senatskanzlei mit Neueinstellungen und einer stärkeren Motivation der bestehenden Mitarbeiter, um die Wartezeit zu verkürzen. In der Folge soll die Berarbeitungszeit für Privatpersonen und Gewerbekunden von mehreren Wochen auf wenige Tagen gesunken sein.

Während der Corona-Pandemie verschlechterte sich die Situation erneut – und selbst nach den Lockerungen und der Wiederaufnahme der Zulassungsaktivitäten hat sich keine Besserung eingestellt, wie die Autohändler in dem Schreiben monieren. Sie sehen ihr Geschäft dadurch in ernsthafter Gefahr. "Es entstehen enorme zusätzliche Kosten und unsere Kunden haben keinerlei Verständnis, wenn sie ihr Fahrzeug bezahlt haben, aber nicht abholen können." Dadurch verspiele man das Vertrauen der Kunden.

Weiter heißt es: "Als Händler gehen wir ein hohes finanzielles Risiko ein, wenn wir Vereinbarungen mit den Herstellern nicht umsetzen können, weil die Wartezeiten bei den Zulassungsstellen dies unmöglich machen. (…) Diese vollkommen unnötigen und durch die Behörde verursachten Probleme treffen uns mitten in einer Wirtschaftskrise, die durch die Corona-Verordnungen herbeigeführt wurden. Sie trifft uns in einer Zeit, in der wir auf eine Erholung der wirtschaftlichen Lage gehofft hatten."

Bereit für Gespräche

Vor diesem Hintergrund fordern die Autohändler Müller auf, "sich der Sache anzunehmen und darauf hinzuwirken, dass die Zulassungsstellen umgehend in den Normalbetrieb zurückkehren". Gerne stehe man für einen Informationsaustausch zur Verfügung. Gezeichnet ist das Schreiben von den Inhabern und Geschäftsführern der Autohäuser Meklenborg, Kadeo, König, Koch, M.C.F. Motor Company und Wegener sowie der Niederlassungsbetriebe Motor Village Berlin (FCA) und Renault Retail Group Berlin-Fennpfuhl. (rp)


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