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Liqui Moly: Bremsspuren beim Umsatz

Liqui Moly
Bremsspuren beim Umsatz
Liqui Moly-Chef Prost: Internationale Handelskonflikte, der schwache Rubel und der Rohölpreis haben 2018 deutliche Spuren hinterlassen.
© Foto: Liqui Moly

Auch im ersten Jahr unter dem Dach der Würth-Gruppe fährt Liqui Moly einen neuen Bestwert beim Umsatz ein. Die Wachstumskurve verläuft aber flacher als zuletzt.

Liqui Moly hat seine Erlöse trotz großer Herausforderungen weiter gesteigert. 2018 verbuchte die Würth-Tochter einen neuen Bestwert beim Umsatz in Höhe von 544 Millionen Euro. Das waren zwei Prozent mehr als im Vorjahr. "Die internationalen Handelskonflikte, der heiße Sommer und Kostensteigerungen, darunter vor allem die dramatisch gestiegenen Rohölpreise, haben unser Umsatz- und Ertragswachstum deutlich abgekühlt", sagte Geschäftsführer Ernst Prost kurz vor dem Jahreswechsel in Ulm. 2017 lag das Plus noch bei neun Prozent.

Den Angaben zufolge war das China-Geschäft infolge des Handelsstreits um mehr als ein Drittel rückläufig. Auch auf dem mit Abstand bedeutendsten Exportmarkt Russland ging es wegen der heftigen Rubel-Abwertung in den letzten 24 Monaten stark bergab. Exportleiter Salvatore Coniglio verwies aber darauf, dass Liqui Moly international breit aufgestellt sei. "Wären wir nicht in 150 Ländern weltweit vertreten, würden die Ergebnisse in China und Russland viel stärker ins Gewicht fallen."

Die Dellen im Export konnte auch das zarte Wachstum im umkämpften heimischen Markt nicht kompensieren. Immerhin legte der Umsatz hierzulande und in Österreich um zwei Prozent zu. Unter den gegebenen Umständen sei dies ein "echter Erfolg", betonte Geschäftsführer Günter Hiermaier.

Gleichzeitig musste der Schmierstoffspezialist im vergangenen deutlich höhere Kosten schultern. Zu den geplanten Investitionen für zusätzliche Warenwirtschaftskonzepte, eine neue Software und ein weiteres Tanklager in Höhe von rund elf Millionen Euro kamen Mehrkosten aufgrund gestiegener Rohstoffpreise von rund sechs Millionen Euro. Zudem machten die langanhaltend hohen Temperaturen im Sommer den Rhein nur eingeschränkt oder überhaupt nicht schiffbar, weshalb sich der Transport von Rohstoffen und Fertigwaren verteuerte.

"Ertrag geht massiv in die Knie"

"Insgesamt stiegen unsere Kosten für Fracht und Logistik um 1,2 Millionen Euro. Alles in allem eine kalte Dusche. Natürlich geht unser Ertrag durch solch einen Doppelschlag, höhere Kosten und niedrigere Umsätze als geplant, massiv in die Knie", erklärte Prost. Genaue Zahlen nannte er nicht. Prost hatte zum 1. Januar 2018 seine Unternehmensanteile an die Würth-Gruppe verkauft.

Auch die Ausgaben für Marketing sowie für Forschung und Entwicklung (F&E) nahmen zu, aber geplant. Im vergangenen Jahr investierte Liqui Moly über 20 Millionen Euro in seine Markenbekanntheit, unter anderem ist man jetzt Werbepartner des bekannten Basketballteams Chicago Bulls. Parallel dazu wurden die F&E-Investitionen auf beinahe sechs Millionen Euro angehoben. Zum Jahresende beschäftigte das Unternehmen 848 Menschen an seinen deutschen Standorten Ulm und Saarlouis sowie in den Auslandsgesellschaften (plus 24 Mitarbeiter). (rp)

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