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Neue Elektroauto-Marke: Byton plant Direktvertrieb

Neue Elektroauto-Marke
Byton plant Direktvertrieb
Marketingchef Henrik Wenders stellt das seriennahe Konzeptauto derzeit bei einer Roadshow in mehreren Städten Europas vor.
© Foto: Frank Selzle/AUTOHAUS
Zum Themenspecial Elektromobilität

Die chinesische Elektromarke setzt auf ein Hybridmodell aus Direktvertrieb und lokalen "Brand Stores". Geplant ist auch die Zusammenarbeit mit externen Vertriebspartnern als Agenten.

Die neue chinesische Automarke Byton will ihre Elektrofahrzeuge weltweit im Direktvertrieb verkaufen. Das sagte Marketingchef Henrik Wenders gegenüber AUTOHAUS. Mit seinem Team stellt der deutsche Ingenieur das seriennahe Konzeptauto derzeit bei einer Roadshow in mehreren Städten Europas vor. Die erste Veranstaltung war am Donnerstagabend in München.

2019 startet der Vertrieb in China, 2020 sollen die Stromer dann zuerst in den USA und ab der Jahreshälfte auch in Europa auf den Markt kommen. Den Vertrieb übernimmt Byton selbst im direkten Kontakt mit den Kunden über digitale Kanäle und "Brand Stores". Dabei geht es auch um die Hoheit über die Kundendaten. Bei den physischen Standorten will man aber auch mit Vertriebs- und Servicepartnern zusammenarbeiten, die als Agenten für die Marke tätig sein sollen. Diese müssten nicht unbedingt aus dem klassischen Autohandel kommen, erklärte der Marketingchef. In dem geplanten Hybridmodell definiert Byton Prozesse und Markendesign, die Partner stellen Infrastruktur und Personal.

Gespräche mit möglichen Vertriebspartnern

Ziel sei ein "Vertriebskonzept, das zukunftsfähig ist", sagte Wenders. Man sei bereits mit verschiedenen Unternehmen in Gesprächen. Details wollte er aber noch nicht verraten. In Deutschland sei man noch in der Konzeptionsphase.

Bildergalerie
Byton "Brand Store"-Konzept

Bei der Standortwahl will Byton von den Erfahrungen der Vorreiter Tesla und BMW-i profitieren. Als neuer Spieler wolle man dort präsent sein, wo die Kunden für E-Autos seien, so Wenders. Er ist zuversichtlich, dass die Elektromobilität nun an Fahrt gewinne. "Wir kommen jetzt in das Volumenthema rein", sagte er. "Wie rasant die Beschleunigung zunimmt, werden wir sehen."

Für die Steuerung der Vertriebskanäle und Touchpoints plant Byton ein digitales Ökosystem zwischen Kunde, Hersteller sowie Vertriebs- und Servicepartnern. Die Cloud-Plattform "Byton Life" vernetzt Programme, Daten und Smart Devices. Personalisierte Nutzerprofile mit ID ermöglichen für die Kunden den Zugriff auf Features und digitale Angebote sowie die Kommunikation mit der Marke – etwa beim Kauf oder Werkstattservice.

"Brand Stores" als digitale Erlebniswelt

Der erste "Brand Store" eröffnet im kommenden Jahr in Shanghai. Das Konzept soll sich vom klassischen Autohaus abheben. Geplant sind 500 bis 1.000 Quadratmeter große "digitale Erlebniswelten" mit verscheidenen Kundenzonen und Angeboten. Dabei solle es weniger um die Autos, sondern vor allem um Dialog und Information gehen, betonte Wenders. Das Design orientiere sich an urbanen Boutiquen mit Lounge-Atmosphäre.

Die Firma Byton wurde 2016 in Hongkong gegründet. Das erste Modell wird ein E-SUV, das auf digitale und vernetzte Technologien setzt. Neben Entwicklung und Produktion in China unterhält die Marke Design- und Technologiebüros in München und Santa Clara (USA). Das Kernteam besteht unter anderem aus ehemaligen Mitarbeitern von BMW, Tesla und Apple. (se)

Skizzen des Byton "Brand Stores" gibt es in der Bildergalerie!

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