Erwartungen weit übertroffen: Bisher 100.000 Anträge für E-Auto-Prämie

05.10.2026 10:03 Uhr | Lesezeit: 3 min
E-Auto Protest Mehr Elektro Wagen
Die vorhandenen Fördermittel in Höhe von insgesamt drei Milliarden Euro reichen nach Regierungsangaben für geschätzt 800.000 geförderte Fahrzeuge.
©Foto: dpa / picture alliance / Ipon | Stefan Boness

Die neue E-Auto-Prämie kommt besonders Haushalten mit geringerem Einkommen zugute. Wie Bundesumweltminister Schneider das Programm bewertet und wer davon profitiert.

Die im Mai freigeschaltete neue E-Auto-Prämie wurde nach Regierungsangaben bisher an 100.000 Antragsteller ausgezahlt. Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) sagte der "Bild"-Zeitung: "Das Förderprogramm hat unsere Erwartungen weit übertroffen und jetzt schon 100.000 Haushalte dabei unterstützt, sich vor den hohen Spritpreisen zu schützen." Jedes zusätzliche Elektroauto mache Deutschland unabhängiger von teuren Ölimporten und internationalen Konflikten.

Das Geld komme Menschen zugute, die vorher nicht einmal daran gedacht hätten, sich ein E-Auto zu kaufen, sagte Schneider. Die Hälfte der Antragsteller habe demnach ein Haushaltsjahreseinkommen von maximal 45.000 Euro, drei Viertel verdienten maximal 60.000 Euro. "Besonders wichtig ist mir, dass die soziale Staffelung wirkt", betonte Schneider.

Förderfähig sind der Kauf und das Leasing neuer Elektroautos, bestimmter Plug-in-Hybride, die sowohl mit Strom als auch mit Treibstoff fahren können, sowie Elektroautos mit sogenannten Reichweitenverlängerern. Letztere sind kleine Verbrennungsmotoren, die die Reichweite von Elektroautos erhöhen.

Fördermilliarden sollen für geschätzt 800.000 Fahrzeuge reichen

Voraussetzung ist eine Zulassung des Fahrzeugs seit dem 1. Januar dieses Jahres. Die Höhe des staatlichen Zuschusses hängt von Fahrzeug, Einkommen und Familiengröße ab und kann bei bis zu 6.000 Euro liegen. Die Prämie gilt nur für Privatautos, nicht für Dienstwagen. Die vorhandenen Fördermittel in Höhe von insgesamt drei Milliarden Euro reichen nach Regierungsangaben für geschätzt 800.000 geförderte Fahrzeuge im Zeitraum von 2026 bis 2029.

Die vorangegangene Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP hatte die frühere Kaufprämie Ende 2023 eingestellt, um Haushaltslöcher zu stopfen. Die aktuelle Bundesregierung aus Union und SPD einigte sich anschließend auf neue Kaufanreize, insbesondere für Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen.


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