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Niederlande: Tempo 100 auf Autobahnen

Die Niederlande startet mit einem Tempolimit von 100 km/h auf Autobahnen.
© Foto: picture alliance / ANP / Wilbert Bijzitter

Die Niederlande will die Stickoxid-Emissionen vermindern und startet am 16. März mit einem Tempolimit von 100 km/h auf Autobahnen.


Datum:
12.03.2020
6 Kommentare

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Im Kampf gegen gefährliche Stickoxide beginnen die Niederlande mit der Einführung von Tempo 100 auf Autobahnen. Von diesem Donnerstag an sollen die neuen Schilder aufgestellt werden, wie die niederländische Behörde für Straßen und Wasserwege mitteilte. Der eigentliche Stichtag für Tempo 100 als Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen ist der kommende Montag, 16. März.

Die Straßenbehörde rief Autofahrer auf, sehr genau auf die Schilder zu achten. "Die neue Geschwindigkeit auf einer Route gilt unmittelbar nach dem Anbringen der Schilder", hieß es in der Mitteilung.

Ausnahmen vom Tempo 100 gibt es abends und nachts zwischen 19.00 und 6.00 Uhr. "Da das Tempolimit abends und nachts höher ist als tagsüber, haben viele Verkehrszeichen ein sogenanntes Zeitfenster", erläuterte die Behörde Rijkswaterstaat. Die maximale Höchstgeschwindigkeit betrage 130 Stundenkilometer.

Grund für die neue Tempo-Beschränkung sind hohe Emissionen von Stickoxiden, die gemessen an der Fläche des Landes EU-Grenzwerte erheblich übersteigen. Das höchste Gericht und Beratungsgremium der Regierung der Niederlande, der Raad van State, hatte angesichts dessen 2019 große Bauvorhaben gestoppt. Das Top-Gericht stellte die Regierung von Premier Mark Rutte vor die Wahl, wirksamere Maßnahmen zum Vermindern von Stickoxid zu ergreifen oder diese Projekte zu streichen - darunter Tausende von Wohnungen. (dpa)

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KOMMENTARE


Rudi S.

12.03.2020 - 11:32 Uhr

Es ist schon erstaunlich, dass kleinere Länder es offensichtlich verstanden haben und Massnahmen ergreifen, bevor ihnen das Wasser buchstäblich bis zum Hals steht. Nur der unendliche (oder bereits abgegebene) Verstand unserer Regierung, voran der von Hr. Scheuer, hat den Schuss noch nicht mal gehört!


F.C.

12.03.2020 - 12:02 Uhr

Hier fehlt auch leider das Verständnis für entspanntes Fahren und Freude am Verreisen. Solange das nicht in den Köpfen drin ist, werden weiterhin die Möchtegern-Rennfahrer an der Stoßstange kleben und Lichthube geben, weil sie wohl nur noch dadurch ein Machtgefühl bekommen, wo sie sonst in ihrem armen Leben nicht mehr spüren. 100 km/h finde ich persönlich etwas zu krass, aber 130km/h wie in Frankreich oder Österreich ist sehr angenehm, sparsam und schnellgenug um an jedes Ziel zu kommen.


Tom B

12.03.2020 - 13:00 Uhr

Am besten 50 auf Autobahnen und 5 kmh in der Stadt, damit die Grünen sehen, es wird am Klima nichts ändern, das Klima lacht uns eher aus.


Overborst

13.03.2020 - 10:56 Uhr

Ich wohne seit gut einem Jahr in Rotterdam und ich weiß jetzt schon, was mit dem Tempolimit passiert. Es wird wie das 130er einfach ignoriert, da es so gut wie keine Kontrollen gibt. Und das Hauptproblem ist hier m. E. die fehlende Möglichkeit oder der fehlende Willen, auf die Bahn auszuweichen, und die Faulheit und Ignoranz der Masse (jeden, wirklich JEDEN Morgen stehen Kilometerlange Schlangen auf der Abzweigung nach Den Haag).


Dieter M. Hölzel

13.03.2020 - 11:25 Uhr

Bundestag und Bundesrat haben gegen das Tempolimit entschieden, somit ist dies zu akzeptieren, PUNKT! Es bleibt doch all´ jenen unbenommen, so mit dem Auto zu fahren, wie sie das möchten, eine, wieder mal neue Diskussion anzuzetteln entspricht nicht dem demokratischen Abstimmungsergebnis, denn wenn das Tempolimit wider Erwarten gekommen wäre, hätten sich die Gegner ebenso daran halten müssen. Eine neue Diskussion ist so langweilig wie ein Eimer voll Sand.


Autofahrer

13.03.2020 - 13:23 Uhr

@ Rudi S. Die Österreicher haben auf zwei Strecken Tempo 140 zu Testzwecken freigegeben und was ist passiert - die Unfallzahlen sind ggü. Tempo 130 zurückgegangen und die Umweltbelastung war nur minimalst höher. @ F.C. Es ist keine entspanntes Fahren, sondern ein unaufmerksames Fahren, wenn man immer mit nur einer Geschwindigkeit fährt. Würden sich ALLE an das Rechtsfahrgebot halten, LKW keine Elefantenrennen veranstalten, würde vermutlich auch kaum jemand auf die Idee kommen, Lichthupe zu geben. Aber da kommt halt auch der Möchtegern-Erzieher durch und beweist so sein Machtgefühl, "ich bin auf der linken Spur und rechts darf keiner vorbei". Hat alles zwei Seiten.


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