Über alle Gesellschaften und Sparten hinweg sind die Beitragseinnahmen der Concordia Versicherungenum 8,7 Prozent (Vorjahr 7,2 %) auf 1.132,3 Mio. Euro (1.041,8 Mio. Euro) gestiegen, berichtete Stefan Hanekopf, Vorstandsvorsitzender der Concordia Versicherungen vergangene Woche auf der diesjährigen Hauptversammlung in Hannover. Das Wachstum liege über dem der gesamten Versicherungsbranche, die für 2025 ein Beitragswachstum von 6,6 Prozent meldet.
Beitragseinnahmen wachsen knapp zweistellig
Im Geschäftsjahr 2025 steigerte die Concordia Versicherungs-Gesellschaft a.G. ihre Beitragseinnahmen im selbst abgeschlossenen Geschäft um 10,1 Prozent (Vorjahr 8,4 %) auf 833,1 Mio. Euro (757,0 Mio. Euro). Auch die Bestandsanzahl konnte um 2,7 Prozent erhöht werden. Deutliche Zuwächse gab dabei vor allem in der Kraftfahrtversicherung, "die durch eine hohe Wettbewerbsintensität gekennzeichnet ist", so Dirk Gronert, Vorstand für die Schaden- und Unfallversicherung.
Combined Ratio deutlich verbessert
Schadenseitig verlief das Geschäftsjahr 2025 für die Concordia Versicherungs Gesellschaft a. G. dem Vernehmen nach ebenfalls erfreulich. So blieb der Aufwand für Elementarereignisse deutlich unter den Vorjahreszahlen. Insgesamt sank die bilanzielle Schadenquote (brutto) auf 60,1 Prozent – nach 63,8 Prozent im Jahr davor. Unter Berücksichtigung des Abwicklungsergebnisses verbesserte sich die Schaden-Kostenquote (Combined Ratio netto) auf 94,3 Prozent (Vorjahr 99,8 %). Für das Geschäftsjahr 2025 ergab sich ein versicherungstechnisches Netto Ergebnis von 20,5 Mio. Euro (Vorjahr -2,1 Mio. Euro).
Der Kapitalanlagebestand erhöhte sich im Geschäftsjahr von 1.521,3 Mio. Euro auf 1.587,3 Mio. Euro. Unter Einbeziehung des Kapitalanlageergebnisses weist die Concordia einen Jahresüberschuss nach Steuern von 5,0 Mio. Euro (9,0 Mio. Euro im Vorjahr) aus, der satzungsgemäß den Gewinnrücklagen zugeführt wird. Das Eigenkapital konnte weiter auf 411,0 Mio. Euro ausgebaut werden. Es erreicht eine Quote von 54,6 Prozent – bezogen auf den gebuchten Nettobeitrag.
Ausblick
Die Concordia Versicherungen wollen ihren Transformationsprozess auch im Jahr 2026 fortsetzen. Die persönliche Beratung stehe zukünftig im Zentrum. Vertriebsvorständin Julia Palte, neben Dirk Gronert Transformationsverantwortliche der Concordia, erläutert dazu: "Digitalisierung und Künstliche Intelligenz stellen eine Unterstützung im Alltag unserer Vermittler dar. Der entscheidende Mehrwert der Concordia liegt weiterhin in der persönlichen Beratung, diese gibt Orientierung in einer sich schnell verändernden Zeit und begleitet Menschen in allen Lebensphasen. Vertrauen lässt sich nicht durch Künstliche Intelligenz ersetzen."