CLAIMS die Erste: KI im Schadenmanagement

30.03.2026 06:25 Uhr | Lesezeit: 7 min
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Führten die CLAIMS-Konferenz aus dem Stand zum Erfolg: Referenten, Moderatoren und Verantwortliche der Deutsche Automobil Treuhand GmbH (DAT).
© Foto: DAT

Die DAT hat ein neues Veranstaltungsformat ins Leben gerufen: die CLAIMS. Adressaten sind diverse Player der Schadenbranche, darunter Assekuranzen, Versicherungs- und Kfz-Verbände, Schadensteuerer, Hagel-, Karosserie- und Lack-Experten. Die Premiere fand Ende März in der Classic Remise in Düsseldorf statt.

Im Fokus der CLAIMS Konferenz stand der Einsatz von Künstlicher Intelligenz und innovativer Tools im Schadenmanagement, die den Prozess der Schadenregulierung vereinfachen und effizienter gestalten. Den Auftakt machte Helmut Eifert, DAT Geschäftsführer für Innovationen und Ausland. Er zeigte in seinem Vortrag, wie die Anwendung FastTrackAI® dem Anwender dank Künstlicher Intelligenz bei der präzisen Zustandsbewertung und Kalkulation zur Seite steht.

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Moderiert von Uta Heller (r.) und Christian Otto (l.) sprachen Martin Schneider (2.v.l., HUK-Coburg), Dimitra Theocharidou-Sohns (GF SPN GmbH) und ZKF-HGF Thomas Aukamm über die künftigen Herausforderungen für Werkstätten und Versicherer.
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Schlankes "End-to-End"-Schadenmanagement

Bei diesem schlanken "End-to-End-Prozess" steht zu Beginn die interaktive Fotodokumentation des Schadens. Beschädigte Teile und verschiedene Schadenarten werden in Echtzeit anhand der Bilder analysiert, dann eine Erstkalkulation erstellt, die die gewohnten DAT Reparaturwege, Lackarbeiten und Teileumfänge beinhaltet.

Ein weiterer Weg zur Schadenanalyse führt seit kurzem über die KI-Sprachassistenz der DAT namens Silvie. Dank Spracherkennung kann der Anwender beim Gang ums Fahrzeug die von ihm erkannten Schäden in sein Smartphone sprechen – und Silvie macht daraus eine Reparaturkostenkalkulation.

Telematikdaten im Versicherungskontext

DAT Fachexperte Yannick Lober referierte über den Einsatz von OEM-Live-Fahrzeugdaten und ihren möglichen zukünftigen Einsatz für die Versicherungsbranche. Die DAT kann dank ihrer Beteiligung an High Mobility bereits heute auf Telematikdaten zugreifen und daraus DSGVO-konform unterschiedliche Use-cases erstellen.

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Was bringen Hagelscanner in der Schadenregulierungspraxis? Antworten aus erster Hand dazu lieferte Lars Rottmann, GF des Hagelschaden-Zentrum Deutschland (HZD) und Präsident des Bundesverbandes Ausbeultechnik und Hagelinstandsetzung (BVAT e.V.).
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Lackierungen im Fokus

Für die K&L-Branche ist die Außenhaut eines Fahrzeugs stets das Zentrum der Arbeiten. Einen Überblick über aktuelle Trends bei der Fahrzeuglackierung gab Michael Schneider, Geschäftsführer von Blickpunkt Lack. Seine Themen richteten sich speziell an die Bedürfnisse der Versicherer und Sachverständigen, wenn es um eine fachgerechte Instandsetzung eines beschädigten Fahrzeugs geht.

Trend-Thema Hagelscanner

Die Claims fand am Vortag der jährlichen Hagel-Akademie statt, insofern durfte das Thema Hagelscanner nicht fehlen. Lars Rottmann vom Hagelschaden Zentrum Deutschland sprach über den Praxiseinsatz der Scanner bei einem Hagelereignis und führte aus, welche Systeme derzeit für die Erkennung und die Kalkulation der Schäden in der Praxis punkten können.

Ergänzung: vom Eiskristall zur Katastrophe

Prof. Dr. Michael Kunz, Leiter der Arbeitsgruppe "Atmosphärische Risiken" am KiT, brachte die Teilnehmer auf ein komplett neues Level. Er sprach über die Entstehung von Hagel und über die wissenschaftliche Analyse schwerer Hagelereignisse. Seine Ausführungen beleuchteten sehr eindrucksvoll die regionalen Unterschiede und Vorkommnisse in Deutschland.

Fokus auf Kostensteigerung bei Kfz-Reparaturen

Ein aktuelles Thema, das bereits bei der Präsentation des DAT Reports Anfang des Jahres deutlich wurde, sind die gestiegenen Kosten bei Reparaturen in den Werkstätten. ZKF-Hauptgeschäftsführer Thomas Aukamm sprach über die unterschiedlichen Gründe für die Kostenentwicklung und wie sich ein weiterer Anstieg insbesondere für den Versicherer kalkulierbar gestalten lässt. Ein besonderer Fokus lag hierbei auf der Position des ZKF zu gebrauchten Teilen.

Kfz-Werkstätten, Versicherer und Schadensteuerer im Dialog

Bei der Podiumsdiskussion, moderiert von Uta Heller (DAT) und Christian Otto (F&K), haben drei Vertreter die Herausforderungen der Kfz-Versicherungsbranche erörtert. Die Protagonisten im Einzelnen waren Dimitra Theocharidou-Sohns, Geschäftsführerin der Service Partner Netzwerk GmbH (SPN), Martin Schneider, Head of Network Development/Claims Management der HUK-Coburg und Thomas Aukamm vom ZKF. Schwerpunkte ihrer jeweiligen Ausführungen waren die Loyalität der Versicherungs- und Werkstattkunden, die Ansätze zu gebrauchten Teilen und die Möglichkeiten einer neuen Tarifierung.

Gebrauchtteile – Fluch oder Segen?

Das Thema Gebrauchtteile wurde speziell bei der Unfallinstandsetzung nochmals in der Tiefe von Uwe Schmortte, Leiter IcamSystems, erläutert. Er sprach über erprobte Use-Cases sowie die Einbindung in den Kalkulationsprozess mit der DAT Software SilverDAT. Einsparpotenziale und Nachhaltigkeit waren hierbei die Schwerpunkte.

Grüne Reparaturprozesse

Die vieldiskutierten Themen um Nachhaltigkeit fanden sich im Vortrag von Nico Leven, Produkt- und Innovationsmanager bei der DAT, wieder. Er sprach über eine komplett neuartige Lösung, mit der der CO2-Fußabdruck einer Kfz-Reparatur errechnet werden kann. Basis ist hier erneut eine SilverDAT Kalkulation, wo automatisiert die Unterschiede der jeweiligen Emissionen von Instandsetzen und Ersetzen angezeigt werden. Basis ist eine neue Datenbank, die von der DAT aufgebaut wurde.

Entwicklung der Reparaturkosten

Der Abschlussvortrag auf der ersten CLAIMS behandelte ein sehr tiefgehendes Thema: Wie lässt sich die Entwicklung von Reparaturkosten visualisieren – und das sehr konkret für den jeweiligen Bedarf einer Versicherung? DAT Teamleiter Jannis Winter aus dem Produkt- und Innovationsmanagement referierte über den SilverDAT Repair Cost Tracker. Mit diesem Tool lassen sich Perspektiven in Richtung Reparaturkostenentwicklungen und Analysen aufzeigen.

Helmut Eifert, DAT Geschäftsführer, resümierte: "Die effiziente Bearbeitung und Regulierung von Schadensfällen erfordert präzise Abläufe und eine koordinierte Zusammenarbeit. Der Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) und anderer innovativer Tools bietet hier enormes Potenzial, um die Effizienz zu steigern, Kosten zu senken und den zunehmenden Fachkräftemangel zu bewältigen. Die CLAIMS war die optimale Gelegenheit, um Best Practices kennenzulernen sowie sich mit erfahrenen Experten und Branchenführern auszutauschen. Das ruft nach einer Fortsetzung."

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DAT-GF Helmut Eifert zeigte in seinem Vortrag, wie die Anwendung FastTrackAI® dem Anwender dank Künstlicher Intelligenz bei der präzisen Zustandsbewertung und Kalkulation zur Seite steht.
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