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K&L Netzwerk: Artz verlässt die SPN, Hertel kommt

Stefan Artz (l.) geht, Dominik Hertel kommt: Mit dieser unmittelbar bevorstehenden Personalia stellt sich die Allianz Versicherung auch in der SPN-Geschäftsführung neu auf.
© Foto: Walter K. Pfauntsch/Allianz

Die SPN Service Partner Netzwerk GmbH, mit rund 1.000 Werkstätten eines der größten Partnernetze in Deutschland, steht unmittelbar vor einem fundamentalen Wechsel an der Spitze: Der bisherige Strategiechef scheidet am kommenden Montag aus der Geschäftsführung. Sein Nachfolger wird der amtierende Kraftschadenchef der Allianz.


Datum:
27.12.2018
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Exakt zum 1. Januar wird es einen nennenswerten Wechsel in der SPN-Geschäftsführung geben, von dem bisher nur Insider wußten: Stefan Artz, seit 1. April 2015 für die strategische Leitung des Netzwerks verantwortlich, wird das Führungsgremium verlassen. Grund dafür sind neue Aufgabenzuschnitte innerhalb der Allianz: Artz soll künftig in der Geschäftsleitung Schaden der Allianz Deutschland AG die Rolle des operativen Leiters der Kraftschadenbearbeitung bundesweit einnehmen.

Seine bisherigen Aufgaben innerhalb der SPN GmbH übernimmt ab Neujahr der Volljurist Dominik Hertel (45), der in der Allianz Versicherungs-AG seit 1. Februar 2018 Leiter des Kraftschadenbereiches ist und Karin Brandl beerbte, die zur ERGO wechselte.

Das neue Führungstrio

Der dreiköpfigen Geschäftsführung der SPN Service Partner Netzwerk GmbH gehören neben Hertel als Vertreter der Allianz auch die Repräsentanten der beiden weiteren SPN-Hauptgesellschafter an. Von Seiten des ADAC ist dies Ludger Kersting (59), Geschäftsführer der ADAC Service GmbH, den Konzern Versicherungskammer Bayern (VKB) vertritt Michael Schmidmeister (48), VKB-Hauptabteilungsleiter Service-
Partner-Netzwerk.

Auf- und Ausbau des Netzwerks

ADAC, Allianz und VKB halten insgesamt 90 Prozent der Abteile an der SPN GmbH, die restlichen 10 Prozent hält eine Beteiligungsgesellschaft der Sparkassen-Versicherung Sachsen, die weiteren öffentlich-rechtlichen Versicherungen offen steht.

Die SPN GmbH wurde ursprünglich 2013 vom ADAC zusammen mit dem Konzern Versicherungskammer Bayern (VKB) ins Leben gerufen. Später stiegen auch die Allianz Versicherungs-AG und die Sparkassen-Versicherung Sachsen ein. Seit 1. April 2015 steuern alle Gesellschafter ihre lenkbaren Schäden in das gemeinsame SPN-Werkstattnetzwerk ein.

Paritätische Werkstätten-Zusammensetzung

In den letzten dreieinhalb Jahren gab es in der Zusammensetzung immer wieder leichte Umbauten, insgesamt aber keine spürbare Ausweitung der Zahl an beteiligten K&L Betrieben. Die rund 1.000 Werkstattpartner rekrutieren sich jeweils zur Hälfte aus herstellergebundenen Markenwerkstätten und freien Karosserie- und Lackier-Fachbetrieben. Nach den Werkstatt-Partnernetzen von HUK-Coburg, der DEVK und der Innovation Group ist SPN das viertgrößte Netz, das direkt aus der Kfz-Assekuranz heraus gespeist wird.

Alle vier Gesellschafter setzen bei der neuen Kooperation nach eigenem Bekenntnis auf "qualitativ hochwertige Leistungen für die Versicherten und eine hohe Kundenzufriedenheit". Versicherungskunden sollen bei einem Unfall von kurzen Wegen zur nächsten Partnerwerkstatt und einer großen Auswahl an Betrieben profitieren.

Anforderungen und Leistungen

Die Qualitätsanforderungen an teilnehmende Werkstattpartner am Fahrzeug-Schadenservice der SPN sind vergleichbar hoch zu denen anderer marktführender Werkstattnetze. SPN-Partnerbetriebe müssen grundsätzlich anerkannte Meisterbetriebe sowie Mitglied in der Kfz- oder Karosserie- und Fahrzeugbauer-Innung sein und eine Qualitätszertifizierung vorweisen können.

Feste Bestandteile des Schadenservice für Versicherungsnehmer und Geschädigte sind:
– die Reparatur durch eine hoch qualifizierte Partnerwerkstatt,
– die kostenlose Bereitstellung eines Ersatzwagens im Kaskofall,
– eine verlängerte Garantiedauer auf die Reparatur,
– ein Hol- und Bringdienst sowie
– eine Innen- und Außenreinigung des Fahrzeugs.

Zur Person Dominik Hertel

Der gebürtige Münchner studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität Sozialwissenschaften und Jura. Er absolvierte in der bayerischen Landeshauptstadt sein Rechtsreferendariat sowie die zweite juristische Staatsprüfung und startete 2001 als Rechtsanwalt seine berufliche Laufbahn in der Versicherungsbranche (Generali-Konzern), wo er fast durchgehend in der Schadenregulierung tätig war. Ab 2011 übernahm er bei der Allianz Schweiz verschiedene Führungspositionen, zuletzt war Hertel in Zürich Bereichsleiter für den Kundenservice und wechselte schließlich im Mai 2017 in die Konzernzentrale nach München.

Auf den Spuren des Vaters...

Der neue SPN-Geschäftsführer Hertel war übrigens schon früh mit dem Assekuranzgeschäft in der eigenen Familie betraut: Sein Vater Wolfgang Hertel, ebenfalls Rechtsanwalt, war bereits bei der Vereinte Versicherung AG als Schadenchef tätig. Die Vereinte wurde im Jahr 2002 nach insgesamt 190-jähriger Geschichte aufgelöst, nach dem Squeeze-Out der letzten verbliebenen Aktionäre im Jahre 2002 ging die Vereinte unter der Marke Allianz auf. Wolfgang Hertel war vor 20 Jahren auch einer der Protagonisten für Schadensteuerung und unterstützte die Anfänge der in Deutschland gestarteten Motorcare GmbH (heute Innovation Group).   (wkp)

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