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Kilometergenaue Abrechnung: Ford will Kunden beim Versicherungsbeitrag entlasten

Kilometergenaue Abrechnung: Ford will Kunden beim Versicherungsbeitrag entlasten
Versicherungsprodukte, welche statt projizierter Pauschalkilometer die tatsächlich zurückgelegte Strecke zur Basis des Versicherungsbeitrags machen ("Pay By The Mile"), sind oft auf ein installiertes Plug-In-Geräts angewiesen, das die zurückgelegte Strecke erfasst. Für Ford-Kunden werden kit "By Miles" die notwendigen Daten stattdessen direkt vom bordeigenen FordPass Connect-Modem1 übermittelt.
© Foto: Ford

Weniger fahren, weniger zahlen: Ein neues "Pay By The Mile"-Abrechnungsmodell für die Kfz-Versicherung könnte jetzt vor allem Pendlern zugutekommen, die zunehmend im Home-Office arbeiten.

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Der britische Versicherungsanbieter "By Miles" hat angekündigt, vernetzte Fahrzeugdaten von Ford zu verwenden, um Kunden eine Reduzierung ihrer Beiträge zu ermöglichen. Der umlagefreundliche Bemessungsansatz basiert auf vernetzten Fahrzeugdaten und wird im Jahresverlauf auch für weitere europäische Märkte angekündigt

Home Office verringert gefahrene Wegstrecken drastisch

Das Home-Office ist für viele Menschen zur Normalität geworden. Möglicherweise wird künftig eine beträchtliche Anzahl von Arbeitnehmern auch weiterhin zumindest teilweise von zu Hause aus arbeiten. Dies hat deutliche Auswirkungen auf den täglichen Pendelverkehr. So wurde beispielsweise aus Großbritannien berichtet, dass die neue Erwerbswirklichkeit zu einer Verringerung der wöchentlich zurückgelegten Arbeitswege um 885 Millionen Kilometer geführt hat.

Auswirkungen auf die Kraftfahrt-Versicherer

Die tatsächlich gefahrene Strecke aber spielt für die Kalkulation von Autoversicherern eine zentrale Rolle. Ford arbeitet nun pilotweise – zunächst auf Großbritannien bezogen – mit dem in London ansässigen Versicherungsanbieter "By Miles" zusammen. Dabei geht es vor allem um die Reduzierung der Kfz-Versicherungskosten für jene Ford-Kunden, die nun weniger oft pendeln müssen als in der Vergangenheit. Dank der Nutzung von vernetzten Fahrzeugdaten könnten sie von den Einsparpotenzialen eines zeitgemäßen "Pay By The Mile"-Ansatzes profitieren.

Bordeigene Datenübertragung statt Plug-In-Gerät

Versicherungsprodukte, welche statt projizierter Pauschalkilometer die tatsächlich zurückgelegte Strecke zur Basis des Versicherungsbeitrags machen ("Pay By The Mile", PBTM), sind oftmals auf die Installation eines Plug-In-Geräts angewiesen, das die zurückgelegte Strecke erfasst. Für Ford-Kunden, die Angebote wie etwa das von "By Miles" nutzen möchten, werden die hierfür notwendigen Daten stattdessen direkt vom bordeigenen FordPass Connect-Modem1 übermittelt. "Somit ist keine externe Hard- und Software erforderlich", heißt es dazu vielversprechend vom Kölner Automobilhersteller.

Halter entscheidet über Daten-Weitergabe

Die (britischen) Fahrzeugeigentümer können selbstverständlich entscheiden, mit wem sie Fahrzeugdaten für welche Zwecke teilen wollen. Wollen Sie das Angebot von "By Miles" nutzen, müssen sie sich anmelden und zur Aktivierung der Funktion "Übertragung von Entfernungsdaten" via FordPass Connect Modem eine Eingabe-Aufforderung auf dem Fahrzeug-Display akzeptieren – erst dann werden die entsprechenden Daten freigegeben und übermittelt.

Ford unterstützt das PBTM-Modell

"Die Art und Weise unserer Mobilität befindet sich im Wandel, der durchaus langfristige Auswirkungen haben könnte. Wir wollen uns für die neuen Bedürfnisse der vielen Menschen einsetzen, die einerseits ein Auto besitzen und andererseits von zu Hause aus arbeiten", sagt Mark Harvey, Director, Enterprise Connectivity, Ford of Europe. "In Kooperation mit dem Unternehmen ‚By Miles‘ wollen wir vernetzte Fahrzeugdaten dazu verwenden, um unseren Kunden eine erweiterte Palette innovativer Produkte und Dienstleistungen zugänglich zu machen."

By Miles-CEO Blackham: "System ist gerechter"

"Das Versicherungswesen muss sich veränderten Marktbedingungen anpassen. Wie auch immer künftig die neue Normalität aussehen wird: Schon heute ist klar, dass sich die Bedürfnisse unserer Kunden ändern. Die Menschen wollen eine gerechtere, flexiblere Versicherung, die ihre Lebenswirklichkeit widerspiegelt", so James Blackham, CEO und Gründer von By Miles. "Wir freuen uns, dass unser Pay By The Mile-Ansatz den Halterinnen und Haltern von Ford-Fahrzeugen eine vernetzte Alternative zur traditionellen Kfz-Versicherung bieten wird."

Die Zusammenarbeit mit "By Miles", die in Großbritannien noch in diesem Jahr startet, ist eine der ersten von mehreren Partnerschaften, die Ford in europäischen Märkten plant, und die erst durch die vernetzte Fahrzeugtechnologie von Ford ermöglicht werden.

Immer mehr vernetzte Dienste

Bereits im vergangenen Jahr hat Ford eine Reihe von vernetzten Fahrzeugdiensten für Kunden in ganz Europa kostenlos zur Verfügung gestellt. Dazu zählen Ford Power-Up Software-Updates, die in diesem Jahr bereits hunderttausende von vernetzten Ford-Fahrzeugen mit OTA-Downloads (Over The Air) versorgen, damit Kunden von Weiterentwicklungen im Software-Bereich profitieren. Bis 2028 werden weltweit voraussichtlich 33 Millionen Ford-Fahrzeuge in der Lage sein, solche Leistungs- und Qualitäts-Updates zu empfangen.

SecuriAlert warnt vor Diebstahl

Hierzu gehören auch komplett neue Funktionen wie das kürzlich erst verfügbar gemachte SecuriAlert. Es handelt sich dabei um ein mit dem Smartphone des Fahrzeughalters verbundenes Sicherheitssystem. Nach der Aktivierung sendet SecuriAlert eine Benachrichtigung an das Smartphone des Fahrzeughalters, sobald das System einen ungewöhnlichen Vorgang identifiziert, etwa versuchtes Öffnen der Fahrzeugtüren. Dies bietet Kunden auch dann ein gutes Gefühl von Sicherheit, wenn das Auto außer Sicht- oder Hörweite geparkt wurde. (fi)

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