"Meine Werkstatt": Frauenpower trifft Generationenvielfalt

29.12.2025 06:50 Uhr | Lesezeit: 4 min
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"Meine Werkstatt" hat auch in diesem Jahr wieder gezeigt, wie wichtig Vernetzung, Austausch und gegenseitige Unterstützung im Handwerk sind.
© Foto: Repanet

Wie sieht das Kfz-Handwerk aus weiblicher Perspektive aus? Beim jährlich stattfindenden Repanet Frauenforum "Meine Werkstatt" teilten die Frauen der Branche ihre Eindrücke und Erfahrungen.

Unter dem Motto "Business trifft Berlin: Beraten. Bestärken. Bummeln." fand in diesem Jahr in der Bundeshauptstadt der schon traditionelle Workshop  statt. Im Fokus standen der generationenübergreifende Umgang im Betrieb sowie kollegiale Fallberatungen.

Auch wenn die K&L-Branche nach wie vor stark männlich geprägt ist, gewinnen weibliche Mitarbeiterinnen zunehmend an Sichtbarkeit – und das Repanet Frauenseminar "Meine Werkstatt" bietet ihnen eine wertvolle Plattform für den gemeinsamen Austausch. "Es geht darum, mutig zu sein, sich zu trauen und sich zu behaupten", betont Sprechtrainerin Cornelia Beckmann, die das diesjährige Seminar unter dem Motto "Business trifft Berlin: Beraten. Bestärken. Bummeln." leitete.

Arbeiten und Führen 

Im Mittelpunkt stand der Umgang mit verschiedenen Generationen im Betrieb: Mit zehn gezielten Verhaltensimpulsen lernten die Teilnehmerinnen, worauf es bei der Zusammenarbeit mit verschiedenen Generationen ankommt – beispielsweise individuell auf die einzelnen Mitarbeitenden einzugehen, statt generationsübergreifend zu pauschalisieren. Dabei gehe es vor allem darum, Wertschätzung zu zeigen, so Beckmann: "Erkennen Sie die unterschiedlichen Erfahrungen und Stile der verschiedenen Altersgruppen an und vergeben Sie Aufgaben nach Kompetenzen, nicht nach Alter." Erfolgreiche Teamarbeit erfordere Flexibilität, die unterschiedliche Lebensphasen berücksichtigt und Raum für individuelle Bedürfnisse schafft. Den entscheidenden Unterschied macht laut Beckmann die offene Kommunikation: "Sprechen Sie Erwartungen, Feedback und Bedürfnisse aktiv an."

Feedback als Kommunikation

Wie eine gute Feedbackkultur im Unternehmen gelingen kann, zeigte Cornelia Beckmann anhand anschaulicher Modelle und praxisnaher Strategien. Die Teilnehmerinnen erfuhren dabei nicht nur, wie Feedback funktioniert, sondern auch, wie es gezielt und wirksam formuliert werden kann: "Es geht darum, die eigene Wahrnehmung zu äußern, die Wirkung zu reflektieren und einen Wunsch zu äußern – so können Mitarbeitende besser nachvollziehen, warum etwas kritisiert wird."

Wie bedeutsam dieses Thema in der Praxis ist, betonte auch Isabell Deusing, Geschäftsführerin der Rudolf Deusing GmbH: "Das Seminar hat mir noch einmal vor Augen geführt, wie wichtig Mitarbeitergespräche sind." Um direkt an diesen Erfahrungen anzuknüpfen, konnten die Teilnehmerinnen in der kollegialen Fallberatung konkrete Belastungssituationen aus ihrem Berufsalltag einbringen.

Austausch, Impulse und neue Perspektiven

Abseits des Seminarraums bot das Abendprogramm am Hackeschen Markt und im "Lieschen Müller" im Parterre des Berliner Fernsehturms Gelegenheit für informellen Austausch und neue Kontakte. "Das diesjährige Frauenforum war kein klassisches Seminar, sondern ein Ort des Austauschs, von dem die Teilnehmerinnen langfristig zehren", so Beckmann. "Ich bin dankbar, dass ich das Forum nach so vielen Jahren wieder leiten durfte – für mich ist es ein echtes Herzensprojekt."

Nach zwei Tagen voller Frauenpower kehrten auch die Teilnehmerinnen mit neuen Ideen, praxisnahen Lösungen und frischen Impulsen zurück, um die Branche aktiv mitzugestalten: "Es war wie immer sehr aufschlussreich", resümiert Isabell Deusing. "Besonders die Verhaltensimpulse zum Thema Generationen waren interessant, weil man dadurch eine neue Perspektive auf die Altersgruppen im eigenen Betrieb gewinnen konnte."

Branche in Bewegung

Seminare wie "Meine Werkstatt" bieten den Teilnehmerinnen nicht nur neue Einblicke in andere Betriebe, sondern auch die Möglichkeit, sich über ihre Erfahrungen und ihre Rolle als Frauen in der K&L-Branche auszutauschen. "Gerade jetzt ist es so wichtig, dass Frauen sich vernetzen, voneinander lernen und erkennen: Wir alle haben etwas beizutragen – und gemeinsam können wir die Branche bewegen", betont Repanet Vorständin Margarita Debos.

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