CombiSystems mit Hauptsitz in Berglen in der Region Stuttgart verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung im deutschen Kfz-Schadenwesen und pflegt langjährige Beziehungen zu Gutachtern und Versicherern. Die Lösungen des Unternehmens digitalisieren die Arbeitsabläufe bei der Begutachtung und der Schadenabwicklung, vernetzen wichtige Akteure der Schadenwelt und unterstützen über ihre Plattformen die Bearbeitung von mehr als 600.000 Kraftfahrt-Schadensfällen jährlich.
Paneuropäische Software-Plattform für After Sales im Fokus
Die globale Investmentgesellschaft Carlyle (NASDAQ: CG) hatte Lacour im Jahr 2023 übernommen, um die Wachstumsstrategie des Unternehmens, einschließlich M&A, zu unterstützen. Die Übernahme von CombiSystems stellt nach den Übernahmen von KeplerVO, Dragon2000 und Proger den jüngsten Meilenstein in Lacours Strategie zum Aufbau einer paneuropäischen Softwareplattform für den Kfz-After-Sales-Bereich dar.
"CombiSystems stärkt Lacours europäische Präsenz und seine Fähigkeit, Kunden in ganz Europa zu unterstützen, weiter", heißt es dazu in einer offiziellen Presseverlautbarung der Käuferseite. "Durch den Zusammenschluss erhalten die Kunden von CombiSystems Zugang zum Technologie- und Produktportfolio von Lacour, einschließlich der fortschrittlichen Kalkulationsmodelle, Kfz-Datenlösungen und KI-gestützten Anwendungen." Zudem entstehe durch den Zusammenschluss ein "erhebliches Potenzial, diese Kompetenzen für den deutschen Markt weiterzuentwickeln". Die beiden Brüder Stefan und Sebastian Grimm, die als Geschäftsführer der CombiSystems voranstehen, sollen "weiterhin das Unternehmen gemeinsam mit ihrem Team leiten und so die Kontinuität für die Kunden gewährleisten, während das Unternehmen innerhalb von Lacour in seine nächste Entwicklungsphase eintritt".
Statements der Vertragspartner
Angelo Maïda, President von Lacour, und Laurent Perriault, CEO, kommentierten gegenüber AUTOHAUS: "Deutschland ist ein Schlüsselmarkt für die europäische Automobil-Aftermarket-Branche. Die Aufnahme von CombiSystems in unsere Gruppe stellt einen wichtigen Schritt in unserer europäischen Entwicklung dar. Stefan und Sebastian Grimm sowie ihr Team haben ein hoch angesehenes Unternehmen aufgebaut. Durch die Bündelung unserer jeweiligen Technologien und Marktkenntnisse sehen wir erhebliches Potenzial, unsere fortschrittlichen Kalkulationsmodelle und KI-gestützten Lösungen den Kunden in Deutschland zugänglich zu machen.“
Stefan und Sebastian Grimm, Geschäftsführer von CombiSystems, sagten: "Teil von Lacour zu werden bedeutet ein spannendes neues Kapitel für CombiSystems und unsere Kunden. Unser Team bleibt bestehen und unsere Kunden werden von den Ressourcen und Produktmöglichkeiten einer größeren Unternehmensgruppe profitieren, während wir die Plattform weiterentwickeln, auf die sie sich täglich verlassen."
Cyril Bourdarot, Partner bei Carlyle Europe Technology Partners, fügte hinzu: "CombiSystems ist die vierte Akquisition von Lacour seit unserem Investment und verschafft der Gruppe einen attraktiven Einstieg in den strategisch wichtigen deutschen Markt. Deutschland ist der größte Kfz-Aftermarket in Europa. Der Zusammenschluss eröffnet klare geschäftliche Chancen, die Technologie von Lacour in größerem Umfang einzusetzen. Wir freuen uns darauf, die internationale Expansion der Gruppe sowohl organisch als auch durch weitere Akquisitionen weiter zu unterstützen."
Fakten zur Lacour-Gruppe
Die Lacour-Gruppe gilt als ein führender Anbieter digitaler Lösungen für den Kfz-After-Sales-Sektor. Lacour wurde 1985 gegründet, hat seinen Sitz in Saint-Doulchard, Frankreich. Die eigens entwickelte Software-Suite umfasst die Management-Systeme für Händler und Karosseriewerkstätten, Kalkulationssoftware (Estimatics), Kfz-Datenlösungen sowie KI-gestützte Anwendungen zur Unterstützung des Fahrzeugreparatur- und Schadenabwicklungsprozesses. Heute beschäftigt die Lacour-Gruppe insgesamt rund 490 Mitarbeiter in vier Ländern und hat sich vorgenommen, gemeinsam mit ihren Kunden – darunter Versicherer, Reparaturwerkstätten, Schadensregulierer, Flottenmanager, Automobilzulieferer und Altfahrzeugzentren – die "Zukunft des Kfz-After-Sales-Bereichs "neu zu gestalten.
Fakten zu CombiSystems
Die CombiSystems GmbH ist ein deutscher Anbieter von Softwarelösungen für das Ökosystem der Kfz-Schadensabwicklung. Das Unternehmen ist seit über 30 Jahren auf dem Markt präsent und hat seinen Hauptsitz in Berglen, Deutschland. Es unterstützt Kfz-Sachverständige und Versicherer bei ihren betrieblichen Arbeitsabläufen durch zwei Kernlösungen: CombiPlus, eine integrierte Workflow-Plattform für Kfz-Sachverständige, und CombiConnect / myConnect, eine digitale Plattform für das Schadenmanagement, die Versicherer, Sachverständige und Reparaturbetriebe miteinander verbindet.
Fakten zu Carlyle
Carlyle (NASDAQ: CG) ist eine weltweit tätige Investmentgesellschaft mit fundierter Branchenexpertise, die privates Kapital in drei Geschäftsbereichen einsetzt: Global Private Equity, Global Credit und Carlyle AlpInvest. Mit einem verwalteten Vermögen von 485 Milliarden US-Dollar zum 30. Juni 2026 ist es das selbst erklärte Ziel von Carlyle, "umsichtig zu investieren und Wert für seine Investoren, Portfoliounternehmen und die Gemeinschaften zu schaffen". Carlyle beschäftigt mehr als 2.500 Mitarbeitende in 28 Büros auf vier Kontinenten. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.carlyle.com.