Kathrin Lösgen und Ackmann verdeutlichten unmissverständlich, dass die Zurich Gruppe Deutschland auf digitale Prozesse End-to-End setzt: "Das startet beim Front-End, über die digitalen Eingangskanäle (Inputmanagement) bis zur Schadenbearbeitung."
Start mit Agentic AI-Plattform
Für Letzteres setzt die Zurich dem Vernehmen nach auf eine Agentic-AI-Plattform: Mit dieser werde ermittelt, ob beispielsweise alle relevanten Dokumente bzw. Informationen zum Schadenvorgang vorliegen. Danach wird die Deckungsprüfung ausgeführt und die finale Schadenhöhe anhand von Bildern bzw. einer Bewertung durch eine Belegprüfung ermittelt. Aber auch bei der Zurich bleibe der Mensch ein "zentraler Faktor, der in die einzelnen Prozesse eingreifen kann".
Wo KI-Assistenten Sinn machen
Ackmann erläuterte, dass aber nicht alle Prozesse via GenAI sinnvoll gesteuert werden können. Bei Vorgängen wie der Betrugserkennung, Regresserkennung oder Nextbest-action-Vorschlägen kommen deshalb KI-Assistenten punktuell zum Einsatz. Auch die Zusammenfassung von komplexen Daten wie polizeilichen Ermittlungsakten ist nach Ackmann‘s Überzeugung prädestiniert für Assistenten.