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VW-Vertriebsvorstand: Steht Jürgen Stackmann vor dem Aus?

VW-Vertriebsvorstand
Steht Jürgen Stackmann vor dem Aus?
Jürgen Stackmann
© Foto: VW

Laut einem Medienbericht muss der VW Pkw-Chefverkäufer seinen Vorstandsposten in Kürze räumen. Ein Grund sind die schwachen Absatzzahlen bei Passat und Golf.

Die Tage von Jürgen Stackmann bei Volkswagen sind nach Informationen des "Handelblatts" offenbar gezählt. Der Vertriebsvorstand der Kernmarke VW sei bei den Konzern-Verantwortlichen in Ungnade gefallen und werde seinen Posten bald abgeben müssen, berichtete die Wirtschaftszeitung am Mittwoch auf seiner Internetseite. VW selbst wollte sich dazu auf Nachfrage nicht äußern.

Als einen Grund für die mögliche Demission Stackmanns schreibt das "Handelsblatt", dass die Unternehmensführung mit den Absatzzahlen von Passat und Golf unzufrieden sei. So habe der 58-Jährige aus Sicht des Konzernvorstands zu wenig für den Vertrieb der beiden wichtigen Modelle getan.

Eine weitere Erklärung dreht sich um die holprige Einführung der neuen Golf-Generation. Laut Bericht soll Stackmann wegen der zahlreichen technischen Probleme auf eine Verschiebung des Marktstarts gedrängt haben. VW-Chef Herbert Diess, der zu diesem Zeitpunkt noch die Hausmarke führte, habe dies aber abgelehnt. Stackmann habe sich mit seinen Einwänden nicht durchsetzen können, da VW für den Fall ein Imageproblem befürchtet hatte, zitiert das "Handelblatt" einen mit den Vorgängen vertrauten Manager.

Der frühere Ford-Manager Stackmann kam 2010 zum VW-Konzern. Zunächst verantwortete er bei der tschechischen Tochter Skoda Verkauf, Marketing und Service, ab Herbst 2012 war er Marketingdirektor des Konzerns und der Pkw-Sparte. Anschließend übernahm Stackmann den Chefposten bei Seat (2013), ehe er im November 2015 zum Markenvorstand Volkswagen Pkw für Vertrieb und Marketing berufen wurde.

In den vergangenen Wochen hatten die Wolfsburger eine Reihe von Top-Personalien bekannt gegeben (wir berichteten). Darunter waren der Skoda-Vorsitzende Bernhard Maier ebenso wie Transporter-Chef Thomas Sedran und Lkw-Boss Andreas Renschler. Christian Senger musste kurz nach seiner Beförderung die Leitung der neuen Software-Organisation schon wieder an Audi-Chef Markus Duesmann abgeben. Selbst Konzernlenker Herbert Diess blieb von den Veränderungen nicht verschont: An der Spitze der Kernmarke steht seit kurzem Ralf Brandstätter. (rp)


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