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München und Hamburg: BMW schließt Niederlassungsstandorte

Peter Mey, Leiter BMW Niederlassung München: "Die Weichen für eine weiterhin erfolgreiche Zukunft sind gestellt."
© Foto: BMW

Konsolidierung im Süden und Norden: Die Filialen München Solln und Hamburg City Süd werden bis Jahresende dicht gemacht. Alle Arbeitsplätze bleiben erhalten.


Datum:
02.06.2016
14 Kommentare

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BMW passt seine Retail-Strukturen auf dem deutschen Markt weiter an. Der Autobauer kündigte am Mittwochabend die Schließung zweier Filialen in den Niederlassungsverbünden Süd und Nord bis zum Jahresende an. Dies erfolge in enger Abstimmung mit den Vertretern der Arbeitnehmerseite, so das Unternehmen in München. Alle Mitarbeiter würden an den anderen Standorten der Niederlassungen bzw. beim Konzern selbst weiterbeschäftigt.

In München ist die Filiale Solln von der "Optimierung der Strukturen und Prozesse" betroffen. Der Neuwagenverkauf der Marke BMW wird damit im Hauptbetrieb Frankfurter Ring und der Filiale Fröttmaning zusammengezogen. "Nach der strategisch wichtigen Entscheidung zur Konsolidierung auf drei Standorte für den Verkauf neuer Automobile sind die Weichen für eine weiterhin erfolgreiche Zukunft der BMW Niederlassung München gestellt", sagte Standortleiter Peter Mey.

Für den BMW-Konzern ist die Niederlassung in seiner Heimatstadt das wichtigste werkseigene Autohaus. Im vergangenen Jahr setzten die achte Standorte (inkl. Mini) rund 13.150 Neu- und 13.100 Gebrauchtwagen ab – ein neuer Bestwert. München bildet zusammen mit den Handelsbetrieben in Nürnberg den Niederlassungsverbund Süd. Auch in der Frankenmetropole macht der Hersteller bis Februar 2017 eine Zweigstelle dicht (wir berichteten).

Eine weitere Konzentration gibt es im Niederlassungsverbund Nord. Dort fällt die Filiale Hamburg City Süd dem Rotstift zum Opfer. Das Geschäft wird im Hauptbetrieb am Offakamp sowie den Standorten Wandsbek, Bergedorf, Elbvororte und Barsbüttel (Gebrauchtwagenzentrum) gebündelt. "Das bestmögliche Leistungsangebot für unsere Kunden steht immer im Mittelpunkt. Die Anpassung unserer Standorte wird uns helfen, unsere Profitabilität weiter zu steigern", betonte Niederlassungschef Erik Santer. Die Hamburger Autohäuser verkauften 2015 in Summe über 13.500 Fahrzeuge. Das war ebenfalls ein neuer Rekord.

Regelmäßig auf dem Prüfstand

BMW hatte Ende 2014 eine Straffung seines deutschen Niederlassungsnetzes gestartet. Wie Konkurrent Daimler fassten die Münchner ihre 40 Handelsbetriebe in sechs Verbünden zusammen. Dadurch sollten unter anderem die Zusammenarbeit im Niederlassungsnetz vereinfachen und die Prozesse verbessert werden. Schon damals machten Spekulationen über die Schließung von einzelnen Standorten die Runde. Der Autobauer betonte stets, dass die Niederlassungen regelmäßig auf den Prüfstand stünden, um Effizienz und Profitabilität zu erhöhen. (rp)

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KOMMENTARE


Annotator

02.06.2016 - 08:26 Uhr

Ob Gut oder nicht. das Profitdenken täte mach freien Handelsbetrieb sicherlich auch nicht schlecht.


Werner lösch

02.06.2016 - 14:16 Uhr

Das hatten wir alle schon mal .Niederlassungen schließen, da meint jemand er hat das Rad neu erfunden. Das ist nicht kundenfreundlich, von Service will ich erst garnicht reden . Siehe Banken die hatten auch gemeint man muss Servicestellen schließen und jetzt baut man Sie wieder aus .weil man Kundendnah sein will. Das selbe gilt auch für die Elektrofahrzeuge,jeder kocht sein Süppen .als man überlegt wie war das früher mit den Kutschen ,man hat die Pferdee getauscht u.ist weitergefahren .so könnte es auch mit Batterien machen .Entweder Batterien aufladen oder Batteriesatz komplett austauschen u. der Kunde könnte weiter fahren .Man müsste nur Stationen bauen um das zubewältigen .So könnte der Kunde alle Ziele in Deutschland erreichen.Darüber sollte sich mal Der Vorstand der BMW AG Gedanken machen. Das können sie auch an den Vorstand der BMW AG weiterleiten. Mit freundlichen ein bmw Mitarbeiter im Ruhestand.


hp

02.06.2016 - 18:27 Uhr

"Das bestmögliche Leistungsangebot für unsere Kunden steht immer im Mittelpunkt. Die Anpassung unserer Standorte wird uns helfen, unsere Profitabilität weiter zu steigern..."Also wie jetzt?Bestmögliches Leistungsangebot oder Steigerung der Rendite? Beides zusammen ging offensichtlich nicht...


Rudi S.

02.06.2016 - 19:05 Uhr

Gewinnmaximierer für die nächsten 6 Monate - sonst beherrschen die nichts. Hoffentlich rächt sich der Verbraucher!


Dieter S.

02.06.2016 - 22:27 Uhr

Die Renditeaxt geht um ! Solche Entscheidungen werden ausschließlich vor dem Hintergrund der Renditesicherung getroffen und auch begründet. Nur den Kunden frägt mal wieder keiner. Volkswagen möchte sein Händler/Servicenetz verschlanken weil man der Meinung ist die kleinen Partner können die zukünftigen Anforderungen finanziell nicht stemmen. BMW strafft (oder straft) sein Händlernetz. Mercedes hat es bereits getan, Audi auch. Audi behauptet sogar genauso viel Fahrzeuge in den Markt gebracht zu haben wie vor den Kündigungen. Schaut sich eigentlich auch jemand die Marktausschöpfung im Service an? Glauben denn all diese Hersteller der Kunde fährt nachdem er sein Fahrzeug gekauft hat 30-45 Km zum Service? Ist nur noch der Fahrzeugverkauf wichtig und überlässt man freiwillig den Service den "freien"? Hoffentlich wurde hier die Rechnung nicht ohne den Wirt (Kunden) gemacht und es bewahrheitet sich der lange bewährte Leitsatz nicht das das 2.Fahrzeug vom Service verkauft wird, ähh welcher Service ??


Lutz

03.06.2016 - 09:15 Uhr

Sollten sich die Entscheidungsträger dieser Marschrichtung doch mal einen Servicetermin zur Räderwechselzeit geben lassen. 3 / Wochen 4 / Wochen Vorlaufzeit?! Und Brumms ist z.B. der Ölservicewechselintervall überzogen. Von verschlissenen Bremsen nicht mal die Rede, da muss der Standort ja rann! Wer muss es ausbaden? Die Belegschaft! Sie hält ihre Gesundheit dafür hin. Es verwundert schon: überall steigende Verkaufszahlen gehen einher mit sinkenden Arbeitsplätzen im Service durch Standortschließungen. Aber Servicemarktausschöpfung bekommen NL und Händler ins Portfolio geschrieben und natürlich KUNDENZUFRIEDENHEIT! Wie oft bekommt man zum Servicetermin einen Parkplatz auf dem Hof? Selten da, da alles überlastet ist. Personal für einen Zweischichtbetrieb im Service ist nicht verfügbar und welcher Kunde will das auch schon, ständig andere Ansprechpartner? (Mir ist klar, es gibt flexible AZ, Stoßgeschäfte wie Räderwechsel etc. nur die Stellschrauben diese Potentiale zu handeln und ein zu setzen sind oft ausgereizt) FAZIT: Service braucht Zuwendung, Freundlichkeit, Verständnis und das heißt Kapazität: Arbeitsplätze und Zeit für den Kunden und zwar genau so wie beim Verkauf der Fahrzeuge.


Michael Kühn

03.06.2016 - 12:08 Uhr

@ Werner lösch, den Gedanken (Wechsel der Akkus) hatte ich auch schon geäußert. Hierzu ein kleines Beispiel aus dem Leben der Taschenlampen. Es gibt Große + Kleine, einige haben eben bis zu acht Batterien und Andere eben nur zwei im Magazin. Und bei gleicher Größe der betreffenden Batterien klappt das seit Jahrzenten. In der Regel gibt es meistens drei verschiedene Größen zur Auswahl; klein/mittel/groß und auch bei den entsprechenden Akkus gibt es diese verschiedenen Größen. WIESO NICHT AUCH IM KFZ.-BEREICH ??? --- Den Meisten anderen Kommentatoren danke ich, denn hier schließe ich mich der Meinung an. BMW war früher einmal ein besonderer Hersteller, der sich mit Eigenständigkeit sehr gut entwickelte, u n d heute? Frontantrieb ? Hallo? Die machen einfach nur noch das, was Viele machen. . . Über das derzeitige "Design" will ich mich hier erst gar nicht äußern. - Masse statt Klasse ist eben im Fokus, das war auch einmal anders. Grüßle MK


Aschmu

03.06.2016 - 18:02 Uhr

@ H.Kühn + Lösch: es ist wie so oft im Leben: Jeder möchte seine Innovation zum Alleinstellungsmerkmal erheben, um maximalen Profit zu erzielen, oder weil man selbst der Meinung ist, dass das von mir entwickelte Produkt am besten ist. Warum dann mit "etwas anderem " herum experimentieren?? Das ist beim Handyakku so, das ist beim Ladekabel für den PC so, das ist bei den Motoren so, das ist bei allem so wenn man mal drüber nachdenkt. Eine "Diktatur" seiten nur einem Hersteller will niemand. Punkt aus. Warum haben Apple und Microsoft verschiedene Software? Sollen Sie sich doch zusammentun, und wir haben nur noch eine "Microapple" Software. Dann wird es auch wieder die geben, die dem alten nachtrauern. ( früher war alles besser...... ) Solange es unterschiedliche Menschen gibt mit unterschiedlichen Visionen und Anreizen, wird es immer " Unterschiede" geben. Und das ist auch gut so ( Außer um 1904: Da fuhr jeder Henry Ford`s Lizzy.. ein Auto darf jede Farbe haben, Hauptsache schwarz ist sie


Hamburg

05.06.2016 - 01:16 Uhr

BMW spart sich seid Jahren auf Kosten der Mitarbeiter kaputt. Immer weniger Facharbeiter nur noch Leiharbeiter, bloß nichts für die Zukunft machen.Die Führung lebt nur im Heute, die Zukunft interessiert keinem. Die Teppichetage weiß gar nicht mehr was an der Front los ist. Es werden im dritten Stock nur nach Zahlen geguckt Menschlich geht da nichts mehr. Leider kein Arbeitgeber mehr wie vor 30 Jahren. Das war erst der Anfang


Michael Kühn

06.06.2016 - 11:03 Uhr

@ Aschmu; danke für Ihre Gedanken, aber sind diese wirklich weiterführend ??? Mit freundlichem Grüßle, MK


Aschmu

06.06.2016 - 15:01 Uhr

@ H.Kühn - genauso wenig wie Ihre - die Überschrift lautet... " BMW schließt..."Das hat mit den von Ihnen angesprochenen Akkus und deren Kompatibilität auch nichts zu tun....????? ich wollte nur den gespielten Ball aufnehmen,(würde es wie BMW genauso machen wenn ich ehrlich bin (Sie brauchen das auch jetzt nicht nochmals zu kommentieren... gelle :-) )


Friedrich F.

28.06.2016 - 15:58 Uhr

Interessanter Artikel. Der erklärt auch, dass ich nach einer Panne im Rhein Main Gebiet zur "Räderwechselzeit" keinen ReparaturTermin bekommen konnte und nach 2 Wochen das Fahrzeug gerade mal fahrbereit war."Freude am nicht Fahren... und Panik vor der nächsten Panne!Mein Beitrag zu dieser tolle Profit-Optimierungs-Strategie auf Kosten der BMW-Mitarbeiter und -Kunden: Herstellerwechsel , nach 35 Jahre BMW Treue Viel Erfolg beim Kaputt-Sparen :-)


S. Weber

27.07.2016 - 23:58 Uhr

Und es sind schon viele Niederlassungen geschlossen und weitere sollen folgen. BMW möchte sparen und das an seinen Mitarbeitern. http://www.rnf.de/mannheim-betriebsrat-befuerchtet-schliessung-der-bmw-niederlassung-113238/


John

25.10.2016 - 17:48 Uhr

Sage nur eins!Huser Müller Epp:Mehr braucht ein Erfolg nicht


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