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Fahrzeugwartung: ADAC plädiert für flexible Systeme

Das wartungsfreie Auto gibt es nicht. Bedarfsgerechte Aufrufe können aber helfen, Ressourcen zu sparen.
© Foto: ADAC

Auch künftig gilt: Viele Baugruppen und Betriebsstoffe im Auto müssen regelmäßig kontrolliert und erneuert werden. Der ADAC wünscht sich aber bedarfsgerechte Wartungsaufrufe – aus guten Gründen.


Datum:
30.08.2016
1 Kommentare

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Der ADAC macht sich für den verstärkten Einsatz von flexiblen Wartungssystemen auf dem deutschen Automarkt stark. Dadurch könnten Verschleißteile und Betriebsstoffe ressourcenschonend aufgebraucht werden, teilte der Autoclub am Dienstag nach einem Analyse der Wartungsintervalle von 20 großen Marken mit. Vor allem Pkw-Fahrer mit eher geringer Jahresfahrleistung oder günstigen Betriebsbedingungen könnten von den Systemen profitieren.

"Bremsbelege müssen nicht stereotyp an einem festen Termin ausgetauscht werden. Gleiches gilt für Motoröl", so der ADAC. Vielmehr sollten die individuellen Einsatzbedingungen stärker berücksichtigt werden. Der Verein spricht sich auch gegen die althergebrachten Papiersammlungen im Handschuhfach aus. Wartungsanzeige und -historie sollten stattdessen mittels Bordcomputer digital ausgespielt werden.

Bei der flexiblen Wartung erkennen Sensoren und Software die Abnutzung von Verschleißteilen eines Fahrzeugs. Die Bordelektronik kann so bedarfsgerecht zum Werkstattbesuch aufrufen. Als Vorreiter der Technik gilt BMW – der Hersteller führte entsprechende Systeme bereits 1982 ein. Ein fester Inspektionsaufruf kommt bei den Münchnern nach spätestens vier Jahren, wobei zuvor individuelle Aufforderungen zur Erneuerung von Bremsen oder Motoröl kommen können. Noch einen Schritt weiter ist Honda: Die Japaner haben starre Fristen mittlerweile vollständig abgeschafft. Alle Modelle haben ein System an Bord, das Laufleistung, Zeit und Fahrzyklen auswertet.

Die ADAC-Serviceanalyse zeigt insgesamt ein gemischtes Bild: Hauptsächlich Importmarken setzen noch auf feste Laufleistungen und Fristen zur kompletten Wartung (Inspektion und Ölwechsel). Bei einigen Modellen gibt es aber bereits eine automatische Aufforderung, wenn etwa ungünstige Betriebsbedingungen die Ölqualität vermindert haben. Branchenführer VW bietet seit dem Modelljahr 2000 für nahezu alle Modelle ein flexibles Service- bzw. Wartungsintervall. Bei den Töchtern Audi und Skoda hat der Kunde die Wahl. (rp)

Weitere Details bietet der ADAC auf seiner Internetseite.

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KOMMENTARE


D.Buschhorn

31.08.2016 - 09:20 Uhr

Das trifft auch genau den Kern und ist auch mein Problem. Ich fahre einen Volvo V60 D6 Hybrid im Jahresschnitt mit rund 20 T/Km. Davon wegen guter beruflicher Betriebsbedingungen rund 17T/Km rein elektrisch. Trotzdem ist alle 30 T/Km oder jedes Jahr eine Wartung erforderlich die mit rund 350,00 € zu Buche schlägt. Das zu wechselnde Motoröl ist in einem Zustand das es ohne Probleme als Neufüllung verkauft werden könnte. Ich finde starre Wechsel Intervalle daher total überholt. Wartungen sollten den jeweiligen Betriebsbedingungen angepasst werden. Aber nicht nur Importmarken setzen noch auf starre Wechselintervalle, siehe z.B. MB.


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