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HB ohne Filter: 14 Millionen E-Fahrzeuge bis 2030 +++ Die besten Werkstätten Deutschlands +++ Plädoyer für das Auto

© Foto: Ralph M. Meunzel/AUTOHAUS

Unabhängig, scharfsinnig, auf den Punkt: der aktuelle Wochenkommentar von AUTOHAUS-Herausgeber Prof. Hannes Brachat!

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Datum:
29.10.2021
Lesezeit: 
10 min

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NPM – Bis 2030 werden 14 Millionen E-Fahrzeuge gebraucht +++ "Auto-Bild"-Kosmetik - Die 1.000 besten Werkstätten Deutschlands +++ Plädoyer pro Auto: Tom Drechsler – Chefredakteur live +++ Tarnen und Täuschen – subtiles Online-Treiben +++ BFC-Jahrgang 1985/86 Calw – 35 Jahre danach

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Montag, 25. Oktober 2021

NPM – Bis 2030 werden 14 Millionen E-Fahrzeuge gebraucht

Die Regierungskommission Nationale Plattform Zukunft der Mobilität (NPM) hat nach dreijähriger Arbeit ihren Abschlussbericht vorgelegt und zum Ende der Amtszeit der jetzigen Bundesregierung Verkehrsminister Andreas Scheuer übergeben. Die Notwendigkeit zum Handeln sei dringender denn je. "Trotz erheblicher technischer Fortschritte konnte der Verkehrssektor in den letzten Jahren die CO2-Emissionen nicht reduzieren." Bis 2030 müssen "bis zu 14 Millionen Elektrofahrzeuge in Deutschland unterwegs sein, um einen ausreichenden Beitrag zur Umsetzung der im Juni 2021 erneut verschärften Klimaschutzziele im Verkehrssektor zu liefern". Bislang war von sieben bis zehn Millionen E-Autos bis 2030 die Rede. Von den 48,25 Millionen zugelassenen Pkw in Deutschland sind aktuell rund 310.000 reine E-Autos. In acht Jahren sollen da 13,7 Millionen Stromer dazu kommen!

Die Forderungen einschlägiger Naturschutzverbände nach einem vorgezogenen Verbot für Verbrenner, der Umverteilung des Verkehrsraums in Form einer Verdreifachung der Radwege in Stadt und Land sind bekannt. Hier die Schwerpunktthemen der einzelnen Arbeitsgemeinschaften der NPM:

© Foto: NPM

Sie können hier den kompletten NPM-Ergebnisbericht kostenfrei abrufen!

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Dienstag, 26. Oktober 2021

"Auto-Bild"-Kosmetik - Die 1.000 besten Werkstätten Deutschlands!

"AutoBild" und Statista haben einmal mehr die besten Kfz-Werkstätten des Landes ermittelt. Ein rabulistisches Werk, eine Farce! "AutoBild" stellt des neutralen Scheines wegen das renommierte Statistikportal Statista nach vorne. Laut "AutoBild" gibt es in Deutschland 36.580 Kfz-Betriebe, davon 14.600 markengebunden und 21.980 freie Werkstätten. So sagen sie. Etwa 12.000 (!) Werkstattkunden - etwa - und AutoBild-Leser haben sich dazu geäußert, welche Werkstätten sie dem Magazin oder ihren Freunden empfehlen würden. Und man staune, es konnten sogar Kfz-Betriebe selber teilnehmen und ihre Wettbewerber bzw. Erzfeinde weiterempfehlen. Deren Beteiligungsquote wird natürlich nicht ausgewiesen! Welche Proportion, etwa 12.000 Werkstattkunden, 36.580 Kfz-Betriebe bei 48 Millionen Pkw-Fahrer auf deutschen Straßen! Ein Hoch der Auto-Bild-Kosmetik!

Dr. Friedrich Schwandt, CEO von Statista GmbH, gratuliert nun jedem der 1.000 Kfz-Werkstätten zu dieser herausragenden Leistung. Jetzt kommt das Geschäftsmodell, die Siegelnutzung! Dem preisgekrönten Schreiben liegt ein Bestellformular bei (siehe Abbildung unten). Da kann nun der einzelne Preisträger das Siegel abrufen. Im Kleingedruckten steht dann, dass dieses Siegel für einen Nutzungszeitraum von einem Jahr gilt. Ohne Erwerb des Siegels für 3.650 Euro ist die werbliche Nutzung von Siegel, Titel, Urkunde, Bestenliste oder Artikel des Magazins in allen Digital- und Printmedien nicht gestattet. Wie schön lautet der Schlusssatz: Gerne lassen wir ihnen außerdem Ihre Urkunde zur medialen Veröffentlichung aufbereiten.

Eine Händlerstimme: "Was soll ich bei dieser Machenschaft machen? Sowohl meine Verkäufer als auch meine Serviceberater pochen der Wirkung des Werbeschildes wegen im Autohaus wie im Internetauftritt auf diese Scheintrophäe." Wenn nun nur die Hälfte das Siegel abruft, fließen da 1.825.000 Euro in die AutoBild/Statista-Tasche. Machen da alle 1.000 mit, sprechen wir von einem Geschäftsmodell von 3,65 Millionen Euro an liquider Masse! Einmal mehr bezahlt, vom Kfz-Gewerbe, das sich von "AutoBild" regelmäßig über einschlägige Werkstatttests vorführen lässt. Soviel zur Doppelzüngigkeit der Veranstaltung!

Und dann schaue man sich den Abdruck der 1.000 in "AutoBild" an. Da steht bei den markengebundenen Autohäusern nicht einmal die Marke dabei. Das macht bei Millioneneinnahmen einfach zu viel Arbeit! Da sollte mal die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit im ZDK und deren Sprecher im ZDK-Vorstand, Arne Joswig, vorstellig werden. Im Interesse der wirkungsvollen Darstellung des Gewerbes.

© Foto: Prof. Hannes Brachat

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Mittwoch, 27. Oktober 2021

Plädoyer pro Auto: Tom Drechsler – Chefredakteur live!

Endlich redet eine wichtige Autozeitung wie "AutoBild" einmal öffentlich Tacheles. Beim Wettbewerber "ams" hat man immer wieder den Eindruck, dass sie vor lauter Ausgewogenheit medial im Dauer-Spagat daher kommen. Es sei an deren Darstellung zur neuen IAA München erinnert. Welches Bedenkenträgertum! Irgendwie muss ja "ams" seine "grünen SUV-Fahrer" als Leserklientel in den Städten hofieren.

Hier die Botschaft:

Tom Drechsler, Chefredakteur von AutoBild: Was haben wir Autofahrer euch getan? Wir brauchen das Auto, um zur Arbeit zu fahren, um den Wohlstand zu sichern und Ihr macht uns unter anderem zu Vollgas-Trottel. Sollen wir künftig in den überfüllten Zügen auf dem Boden sitzen? Wir Deutschen sind keine Umweltschweine! Das Klima ist ein globales Problem. Wer diese Entwicklung inkl. Spritpreise weitertreibt, führt bewusst das Ende des Individualverkehrs herbei. Der ADAC sollte für sich selbst die Umtauschprämie beantragen. Aber fix! Tom Drechsler, große Referenz für Ihren offenen Mut! 

Hören Sie Tom Drechsler live:

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Donnerstag, 28. Oktober 2021

Tarnen und Täuschen – subtiles Online-Treiben!

Der Erklärung wegen. EGA ist die Einkaufsgenossenschaft Automobile EG. Darüber kann der einzelne Genosse eine Auswahl von über 15.000 Autos anbieten. Sprich man Zugriff auf den Fahrzeugbestand sämtlicher Genossen.

© Foto: Screenshot

Nun gibt es aber trickreiche, halbseidene Händler, die stellen dort obendrein noch Fahrzeuge von Markenhändlern ein. Sprich, das Fahrzeughaus Lambeck übernimmt einfach aus einer Fahrzeugbörse ein Bild – hier vom Autohaus Weller – siehe Fahrzeugschild -, erhöht dessen Preis um 3.000 Euro und stellt es bei EGA in die Börse. So ein Kunden anbeißt, ruft es Lambeck bei Weller zum Händlerpreis ab.

In diesem Fall ging der Interessent in der Börse dem Firmenschild Weller nach und entdeckte dort dieses Fahrzeug zum soliden Preis und wunderte sich aber über die hochpreisige Pool-Offerte von Lambeck. Derartiges Geschäftsgebaren wird juristische Konsequenzen haben.

Außerdem wird hier das Urheberrecht von Bildern verletzt. Vorliegende Urteile rufen da pro Bild einen Schadenersatz von 100 Euro auf. Wer da also fünf Bilder vom gleichen Fahrzeug ausdruckt, ist mit 500 Euro dabei. Bei der Übernahme von zehn Fahrzeugen à fünf Bildern, kommen dann 5.000 € zusammen. Wichtige Erkenntnis: Es wird nicht nur offline, sondern auch online heftig bis unverschämt betrogen!

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Freitag, 29. Oktober 2021

BFC-Jahrgang 1985/86 Calw – 35 Jahre danach!

Das soll es geben, dass ein Studienjahrgang der BFC-Calw sich nach 35 Jahren immer noch regelmäßig trifft. Martin Ruckstuhl von der Ruckstuhl AG in Kloten war in diesem Jahr der Organisator und lud in das "billige" Schweizer Pflaster Zürich ein. Vor fünf Jahren traf man sich zum 30-jährigen Jubiläum vor Ort in Calw, mit den angestammten Dozenten Hess, Adamjic, Mergenthaler und Direktor Umbreit. Diese Begegnung ist historisch auf der Nagold-Brücke zu Calw festgehalten. Der Jahrgang hat sich – auch biologisch bedingt – seither weiter gelichtet.

Martin Ruckstuhl empfing nun die verschworene Gruppe am Freitagabend, 22. Oktober 2021 in seinem respektablen Hyundai-Autohaus in Kloten. Nachdem sie sich alle langjährig kennen, konnte dort jeder seine besonderen Ereignisse persönlich erzählen. Einige haben sich inzwischen von ihrem Autohaus getrennt. Auffällige Feststellung: Man wird seitens der Hersteller/Importeure systematisch zermürbt. Es fehlt in Folge sowohl die Freude am unternehmerischen Wirken als auch an der Kraft, jeden Tag den Alltag zu stemmen. Erfreulich, dass einige auch über ihre erfolgreichen Nachfolger berichten konnten und deren Kinder den Willen zur aktiven Fortführung ihres Autohauses haben.

In meiner Funktion als AUTOHAUS-Herausgeber ging ich, dem Spezialjahrgang seit Jahren verbunden, am Samstagvormittag hoch über Zürich im Allegra-Lodge-Hotel auf dem Uetliberg auf die maßgeblichen Veränderungen der Branche ein. Ein Bilderbuchwetter bescherte eine besondere Impression über die Gesamtstadt Zürich. Downtown wusste Martin Ruckstuhl einige Besonderheiten der Stadt zu vermitteln – unter anderem ein vorzüglich ausgestattetes Öffentliches Nahverkehrsnetz -, ehe im "Zunfthaus zum Grünen Glas" finale Hoffnungs-Liquidität genossen wurde. Man will sich dann 2023, wenn die BFC ihr 60-jähriges Jubiläum in Northeim feiert, wiedersehen. Auf eine gute Zeit!

Martin Ruckstuhl begrüßte die langjährigen BFC-Branchenfreunde in seinem Hyundai-Autohaus in Kloten.
© Foto: Prof. Hannes Brachat
Der BFC-Jahrgang 1985/86 hoch über Zürich auf dem Uetliberg. Vorne li., Angelika Gaul, dahinter Ehemann Matthias Gaul, hinten: Kersten Borst, vorne: Cornelia Bruns-Göller, vorne: Liane Schaefer-Heitz, dahinter rechts: Stephan Vetten, hinten links: Ehefrau Martina Vetten, Georg Fischer, Martin Ruckstuhl, Olaf Kulle, Katja Soliman, Martina Kolbe-Papp mit Ehemann Andreas Kolbe.
© Foto: Prof. Hannes Brachat

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Spruch der Woche:

Von den 735 Abgeordneten des neuen Deutschen Bundestages sind 14 (!) Unternehmer. Wo bleibt bei diesem Beamten-Heer die dringliche Forderung nach der Unternehmerquote? Die Wirtschaftsfreundlichkeit parlamentarischer Entscheidungen wird entsprechend ausfallen!

Mit meinen besten goldgelben Herbstgrüßen

Ihr

Prof. Hannes Brachat
Herausgeber AUTOHAUS
www.brachat.de


Der nächste HB ohne Filter erscheint am 5. November 2021!

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KOMMENTARE


Eckart Ramthun

29.10.2021 - 18:07 Uhr

Lieber Herr Professor Brachat, ich glaube es sind 736 Bundestagsabgeordnete und nicht 735. Dass es viel zu wenig Unternehmer im Bundestag gibt , das sehe ich genauso wie Sie. Ich erinnere mich in dem Zusammenhang gerne an die Erfahrungen, die Fritz Haberl damals gemacht hatte. Er war doch mal Bundestagsabgeordneter.


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