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HB ohne Filter: "Adam-Dämmerung" +++ Zulassung im Autohaus +++ BFC-Jahrgang

© Foto: Ralph M. Meunzel/AUTOHAUS

Unabhängig, scharfsinnig, auf den Punkt: der aktuelle Wochenkommentar von AUTOHAUS-Herausgeber Prof. Hannes Brachat!

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Datum:
25.09.2020

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Die Kippfalle bei "Adam Opel"! +++ Stackmann, VW & Co. – Einschnitte +++ Digitale Kfz-Zulassung im Autohaus +++ Die Branche stromert! +++ BFC Northeim - Der 58. Jahrgang läuft!

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Die Kippfalle bei "Adam Opel"!

Die deutsche Opelorganisation hat einen eklatanten Kipppunkt erreicht, der einen langanhaltenden Prozess nicht mehr stoppen lässt: Die Marke Opel auf dem Weg zur "sonstigen Marke".  Einst stand Opel vor Volkswagen bei 19 Prozent Marktanteil. Als Peugeot 2017 Opel von GM übernahm, stand Opel noch bei sieben Prozent. Im August 2020 wurden gerade noch 9.499 Einheiten vermarktet. Dem entspricht ein Marktanteil von 3,8 Prozent! Peugeot hat also in den vergangenen drei Jahren drei Prozent "Opel-Schwindsucht" zu verantworten. Von Januar bis August 2020 brach das Volumen um 47,6 Prozent(!) ein. Im Kernmarkt Europa ist der Absatz im Vergleich zum Vorjahr um 55 Prozent eingebrochen. "Adam-Dämmerung"!

Die Seuche Ertragsgier

Diese Woche setzte Xavier Duchemin, ein Peugeot-Gewächs, Managing Director Sales, Aftersales & Marketing, in einem Schreiben an die Händlerschaft auf den neuen Stern, sprich den neuen Mokka, ein ansprechender Kompakt SUV, der ab Januar 2021 als Benziner, Diesel und als E-Version auf den Markt kommt. Auch der E-Corsa erhält sehr gute Noten. Und doch wird das Opel-Manko Nr. 1 deutlich: Es fehlt der Marke nach wie vor an der Begehrlichkeit. Gerade im Privatkundensegment. Warum soll sich ein Autointeressent einen Opel kaufen? Bislang konnte da der Preis als Trumpf stechen. Peugeot hat aber permanent die Preise erhöht. Auch im Teilebereich. Herr Tavares & Co. leiden an Ertragsgier. Sie riechen einen Euro Mehrertrag und vernichten damit in Folge für den Handel fünf Euro. Es mangelt an strategischer langfristiger Ausrichtung, an überzeugender Kontinuität.

Man hat beispielsweise den Adam, den Mokka, Zafira, Karl dominant deshalb vom Markt genommen - und damit Opelsubstanz vernichtet -, weil dies GM-Entwicklungen waren und Peugeot dafür pro Exemplar Dollar X an GM abführen musste. Ertragsgier!

Opel-Händler – Mittel zum Zweck

Jetzt hat Personalchef Ralph Wangenheim angekündigt, dass ein weiterer Personalabbau von 2.100 Personen bis zum Jahresende zwingend umzusetzen ist, obwohl dies anders vereinbart war. Ein beispielloser Affront, abermals angetrieben durch Ertragsgier. Und es gehen ja in der Regel immer erst die "Guten" von Bord. Und das zeigt die Vielzahl der Probleme - auch coronabedingt -, dass hier inzwischen vielfach Werker an den Schalthebeln sitzen, die alles andere als von Kompetenz strotzen und fragwürdige, widersinnige Entscheidungen treffen. Oder anders, es fehlen kompetente Ansprechpartner. Die Händler beklagen ein komplexes Vergütungssystem, nicht kalkulierbare Margen, Lieferzeiten und deren Folgeschäden, notwendige Zielanpassungen, fragwürdige Garantieabwicklung, null Offenheit für notwendige Veränderungen, den Dirigismus aus Paris, unzureichende Handels-Rendite. 2019 ein Prozent! Die Opel-Händler gehören mit zu den Folgeopfern der Konzern-Ertragsgier.

Zahlreiche Opel-Betriebsofferten

Es stehen derzeit auffallend viele Opelbetriebe zum Kauf an. Zu sehr günstigen Preisen. Das mag sich rechnen, wenn man diese übernimmt, kurze Zeit betreibt und dann die Immobilie selbst, sprich den Standort als solches gut vermarkten kann. Aber mancher Opelhändler sucht vergeblich einen Käufer! Nachdem die bestehende Opel-Händlerschaft meist Autohausgrößen betreibt, die mal für 15 Prozent Marktanteil ausgelegt waren, ist jeder auf eine zweite oder gar dritte Marke angewiesen. Man wird dank Peugeot lernen müssen, mit vier Prozent Marktanteil von Opel überleben zu können. Auffallend viele Opelhändler engagieren sich inzwischen für die Marken Hyundai und Kia.

Stellt sich die Frage, ob der VDOH (Verband Deutscher Opel-Händler) seine Aktivitäten nur noch auf Rüsselsheim begrenzen kann, oder ob nicht die europäischen Händler zum Angriff in der Peugeotzentrale blasen müssten. Ich kenne so viele eingefleischte Opel-Händler, die über Jahrzehnte wirklich nur den Opel-Blitz auf der Stirne und im Herzen getragen haben. Opel-Marken-Botschafter. Welcher mentale Substanzverlust wird hier seit 2017 von PSA rigoros betrieben. Das ist Entwurzelung einer gelebten Marke! Die eigentlichen Markenbotschafter spielen keine Rolle mehr. Diese kapitalistische Fratze wird auch zu Lasten des Mittelstandes ausgetragen.

Stackmann, VW & Co. – Einschnitte

Vergangene Woche habe ich an dieser Stelle das Wirken und die Persönlichkeit von Ex-VW-Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann gewürdigt. Dazu erreichten mich auffällig viele Zuschriften. Es ist so, dass man beim Schreiben häufig nicht an alle Aspekte denkt bzw. den Platz dafür hat. Es ist so, dass man häufig nicht alles weiß, was beispielsweise im Fall Stackmann mit dieser Trennung vom "Besten" verbunden ist. Es ist aber häufig auch besser, wenig zu wissen und dafür denken zu können. Lassen wir einige Zuschriften sprechen.

"Wenn VW-Chef Diess seine Führungskräfte zum Umstieg auf E-Autos verdonnern muss, dann beweist das, dass in den eigenen Reihen maßgebliche Leute von der E-Auto-Zukunft nicht überzeugt sind. Das wird dann auf das Dienstwagengeschehen einschlägige Wirkung haben ..." Eine andere Zuschrift: "Die sommerlichen VW-Personalquerelen legen offen, dass der IG-Metalleinfluss durch den Betriebsratsvorsitzenden Bernd Osterloh und den IG-Metall-Chef Jörg Hofmann im Aufsichtsrat die IG-Metall-Mitbestimmung immer ein schleifender Klotz am Bein ist. Da geht es weniger um notwendige Veränderungen, sondern um die Wahrung der Besitzstände. Sie bremsen, statt Gas zu geben ..." Eine andere Zuschrift: "Wenn Klaus Zellmer als Porsche-Manager nun VW-Vertriebsvorstand wird, dann kann man daraus ableiten, dass Porsche-Vorstandsvorsitzender Oliver Blume wann immer auch Herbert Diess als VW-Vorstandsvorsitzenden ablösen wird. Wohl wissend, dass Blume, sprich Porsche noch unter Verdacht steht, Benzinmotoren manipuliert zu haben." Eine weitere Stimme: "Nicht nur Bugatti, es gehören da weitere Marken veräußert. Wer braucht bei VW den Motorradhersteller Ducati? Wer MAN? Das sind alles Spezialprojekte von Herrn Piech, die bislang wenig bis nichts eingebracht haben ..." Eine weitere Äußerung: "Tesla setzt den E-Auto-Maßstab. Auch für E-Lkws. Sollte Grünheide-Berlin eines Tages pro Jahr 2 Mio. E-Autos produzieren, wird Elon Musk morgen den VW-Konzern schlucken ..." Was eben alles denkbar ist!

Digitale Kfz-Zulassung im Autohaus

Da hat ZDK-Präsident Jürgen Karpinski ein markiges Zeichen gesetzt. Am 18. September, also exakt vor einer Woche, saßen im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur auf Einladung des Parlamentarischen Staatssekretärs Steffen Bilger CDU-MdB hochrangige automobile Vertreter zusammen, um über die Beschleunigung der Kfz-Zulassung zu sprechen. Die VDA-Präsidentin Hildegard Müller, VDIK-Präsident Reinhard Zirpel, der Präsident des Deutschen Landkreistages, der Präsident des Deutschen Städtetages, der Präsident des Kraftfahrtbundesamtes u. a. Steffen Bilger: "Besonders Fahrzeughersteller und -händler beklagen lange Wartezeiten und aus ihrer Sicht unzureichende digitale Angebote." Wer die bisherige digitale Neuwagen- wie Gebrauchtwagenzulassung oder Abmeldung praktisch überreißt, ist entsetzt, wie kompliziert digital das bislang umgesetzt ist. Im Klartext, die jeweiligen Landräte oder Oberbürgermeister verhindern politisch eine praktikable digitale Lösung. Sie suchen zwanghaft Beschäftigung für ihre Mitarbeiter. Das kann aber strukturell im Interesse der Autofahrer nicht die Lösung sein.

In einem Telefonat machte mir ZDK-Präsident Jürgen Karpinski deutlich, dass er offen vor diesem Gremium die digitale Zulassung im Autohaus gefordert hat. Karpinski: "Wir sollten dem Kunden anbieten können, dass wir selbst am Samstagnachmittag bei einem Kauf eines Fahrzeugs dieses zulassen und sein altes abmelden können." Es kann also nicht allein darum gehen, wie eine zügigere Abwicklung der Fahrzeugzulassung erfolgen kann, sondern auch darum, wie die Wünsche des normalen Autofahrers aussehen. Das sollte der Maßstab für den Alltag sein. Die Branche ist also aufgefordert, vor Ort gegenüber Landräten und Oberbürgermeistern die Forderung deutlich zu machen, dass die digitale Zulassung oder Abmeldung im Autohaus Alltag werden sollte.

Die Branche stromert!

Wer die aktuelle Werbelandschaft medial durchgeht, stellt fest, die Branche ist "geladen". Es geht los. Mit Strom, gegen den Strom! Laut ist out. Das Auto wird nun zum Nichtraucher gemacht. Für Renault-Deutschlandchef Uwe Hochgeschurtz (56) ist aufgrund der Juli- und August-E-Zulassungen der Durchbruch für die E-Mobilität geschafft. Da stehe ich in Hanau auf dem Hauptbahnhof und sehe die Plakatwand mit dem Zoe, jetzt mit 10.000-Euro-Elektrobonus (siehe Abb.). Beliebtestes E-Modell, das in Deutschland besser als in Frankreich läuft. Und Renault kann liefern! Der Contrapunkt, das Kostensenkungsprogramm für die gesamte Renault-Organisation, inklusive der eigenen Niederlassungen. Dann schlägt man AutoBild auf, und schon wieder kommt einem der Zoe entgegen (siehe Abb.).

In selbiger Ausgabe – siehe Abb. – hat Peugeot-Händler und E-Autospezialist Henneberger in Theilheim-Würzburg gleich den Außenmantel von AutoBild mit dem neuen Peugeot e-208 belegt. Die Peugeot-Händler unterzeichnen zum Jahresanfang ein "Peugeot-Marketing-Paket", das ein werbliches Jahreskonzept über verschiedene Werbekanäle beinhaltet. Die Peugeot-Agentur setzt dann die jeweiligen Kampagnen um, eben auch regional. So erhält dann beispielsweise der Würzburger AutoBild-Leser die spezielle E-Henneberger-Ausgabe.

Und die FCA-Vorstandsvorsitzende Maria Grazia Divino ist nun vielfach auf "la Prima"-Tour durch Deutschland unterwegs. Hier im Autohaus Mori Schöberl in Ingolstadt wird der vollelektrische Fiat 500 "la Prima" jetzt am Wochenende präsentiert (siehe Abb.). Die Geschwister Brigitta und Marina Schöberl sowie ihr Mann Erik Werner haben bereits direkt an der Einfahrt zum Mehrmarken-Autohaus vier Ladepunkte installiert, einen weiteren im Showroom und in der Werkstatt. Es kann bei "Mori" gestromert werden.

© Foto: Prof. Hannes Brachat

E-Auto-Werbung von Renault, Peugeot und Fiat

BFC Northeim - Der 58. Jahrgang läuft!

BFC-Vorstandsvorsitzender Helmut Peter und die Studienleiterin der BFC, Sylvia Gerl, trafen sich mit den Semestersprechern(in) zu einem ersten Erfahrungsaustausch (siehe Abb.). Seit 1. August 2020 läuft in Northeim das neue Semester. Nicht virtuell, sondern Präsenzstudium. Helmut Peter: "Zwei Fakten haben mich wirklich gefreut. Nach sechs Wochen sind alle Studenten und Studentinnen seit Studienbeginn im Boot. Das ist für mich ein gutes Zeichen! Und dann habe ich mich besonders über die Frage gefreut, wie kann ich als Student später zu einem eigenen Autohaus kommen? Ein gutes Zeichen! Meine Intention ist auch, übers Studienjahr besondere Erlebnisakzente für die Studentenschaft zu setzen. In 20 Jahren weiß doch keiner mehr, was er in Steuerrecht gehört hat, aber dass er im Kalibergwerk unter der Erde war. An das gemeinsame Erleben am Dekra-Lausitzring. Ich habe die Studentenschaft eingeladen, unser Mehrmarkenkonzept in Nordhausen live zu besichtigen etc. Wir brauchen ja in Zukunft in der Branche mehr Kooperationen und das bedarf der Branchenfreundschaften. Und da können wir hier an der BFC überfrabrikatlich schon früh besondere Akzente setzen. Das muss wachsen."

Die Semestersprecher wollten von ihm auch mehr Details zu seiner Vita und seinem Netzwerk wissen. Helmut Peter: "Sie wissen, Mut machen, Zuversicht weitergeben ist eine meiner Lebensmaximen. Und da habe ich mich wirklich über die Offenheit und das Interesse dieser jungen Menschen gefreut. Und dafür engagiere ich mich gerne."

Helmut Peter will sich auch um ein gutes Nebeneinander vom externen Studenten-Wohnheim und dessen Nachbarschaften kümmern. Dann verwies er auch auf die Bedeutung der anstehenden Vier-Monats-Projektarbeit. Helmut Peter: "Wir haben in der Branche viele Herausforderungen, Projekte zu lösen. Sie sollen sich hier in ihrem Studium einem Thema mit besonderem Ehrgeiz widmen. Das Gefühl dafür bekommen, etwas in den Griff zu bekommen. Das ist der erste Teil. Der zweite Teil ist die praktische Umsetzung im Autohaus oder wo auch immer. Meine Erfahrung sagt mir, wenn es danach zu 80 Prozent gelingt, dann sei es das. Man kann ja danach weiter Stück für Stück nachjustieren. Das muss man in der Systematik üben." Abschließend meinte der Vorstandsvorsitzende: "Jeder von uns kann gerade auch in der Pandemie sein Bestes geben. Das Beste sollte aber auch das sein, was aktuell das Richtige, das Notwendige, das Zweckmäßige ist. Dazu bedarf es aber eines guten Fundaments. Und das ist die fachliche Ebene. Dazu wollen wir ihnen an der BFC ein solides Fundament vermitteln." Die Studienleiterin Sylvia Gerl: "Ich darf aus meiner Sicht und auch meiner Erfahrung sagen, wir haben einen guten Studienstart 2020-2021 hingelegt. Trotz Pandemie werden wir uns für unser Präsenzstudium engagieren. Wir setzen so lange es geht auf die persönliche Studienebene."

© Foto: Prof. Hannes Brachat

V. l. n. r.: Cornelia Bott, Nico Berner, Andreas Pirchmoser, Studienleiterin Sylvia Gerl, Daniel Schmidt und BFC-Vorstandsvorsitzender Helmut Peter

Spruch der Woche:

"Wenn Tesla tatsächlich in drei Jahren ein E-Auto für 22.000 Euro und einer Reichweite von 1.000 Kilometer in Grünheide produziert, steht der automobile 'Nokia-Effekt' auf deutschem Boden."

Mit meinen besten Herbstgrüßen

Ihr

Prof. Hannes Brachat
Herausgeber AUTOHAUS
www.brachat.de


Der nächste HB ohne Filter erscheint am 2. Oktober 2020!


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KOMMENTARE


rh

25.09.2020 - 17:50 Uhr

Zu "Adam-Dämmerung": Kooperiere mit Franzosen und Du wirst bezahlen, siehe Renault-Nissan. Dank jahrelangem "Ausbluten" der Marke Nissan ist man hier schon einen Schritt weiter. Von der sonstigen Marke ist man inzwischen schon fast an dem Punkt Bedeutungslosigkeit angelangt. In diesem Sinne: "Vive la France". Die nächste Marke, die von einem französischen Autokonzern kaltgestellt wird.


Hpf

26.09.2020 - 08:01 Uhr

Opel werden nicht nur die Fahrzeuge genommen und haarsträubend umbenannt, sie werden teurer als Peugeot oder Citroen angeboten. Dazu kommt die Käuferhemmung in einer Zeit des Umbruchs, "möchte ich einen französischen Opel?" Tesla ein Nokiaeffekt und Elektrifizierung steigend. Das Ganze ist noch immer mit Argusaugen zu betrachten, was passiert mit Stromer älter als 5-6 Jahren, wer möchte wirklich diese Fahrzeuge zu einem guten Kurs? Und Tesla sollte sich endlich europäischen Gegebenheiten anpassen müssen, technische Dokumentation und Reparaturhilfen freigeben, ein Unding aktuell mit den Teslas.


Henry

27.09.2020 - 10:16 Uhr

Sie schreiben von "kapitalistischer Fratze" in Bezug auf Peugeot und den Umgang mit den Opel-Händlern. Na ja, wenn Frankreich und französische Großunternehmen für irgendetwas stehen, dann für Etatismus, Dirigismus und Gewerkschaften. Und ich weiß, wovon ich rede, wir waren knapp 50 Jahre Renault-Händler. Im Kapitalismus wären die nicht profitablen Großunternehmen längst pleite und würden über Dekaden nicht mannigfach mit Steuergeldern gerettet werden. Im Kapitalismus gäbe es einen Händler, der sein Autohaus gestaltet, wie er will und keinesfalls seine Bilanzen dem Vertragspartner vorlegen muss usw. usw. Also den Zustand, den wir bis in die 1970er Jahre noch hatten. Diese jede mittelständische Kultur vernichtende Melange aus Fehlallokationen, scheinbar unbegrenzt geschaffenem Notenbankgeld zur Durchsetzung welcher linker Visionen auch immer, gepaart mit dem Fluch immer größer werden Produktions- und Vertriebseinheiten, hat wahrlich nichts mehr mit einem würdigen, mündigen, freien und selbstverantwortlichen Bürgertum zu tun.


Peter

28.09.2020 - 13:32 Uhr

So was kann nur jemand über Opel schreiben, der keinerlei Insider-Wissen hat und dabei lediglich Plattitüden runterleiert. Sehr schade. Ich wüsste jetzt ad hoc keinen deutschen Hersteller, der erheblich bessere Zahlen während der Corona-Pandemie hat.


Reinhold Jäger

09.10.2020 - 13:13 Uhr

Opel verabschiedet sich! Schon zu GM-Zeiten war dies abzusehen. Beschäftigte man sich doch mehr mit CI und Anti-Verkaufsstrategien anstatt gute Autos zu bauen. Ich sage nur, Opel der Unterschied. Jetzt ist es ein leichtes für Peugeot, sich die Filetstücke zu holen und dann dicht zu machen. Liebe Grüße eines ehemaligen Opel-Händlers, der Gott sei Dank seine Immobilie verkaufen konnte. Es blutet einem das Herz, dies zu erleben.


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