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HB ohne Filter: Die neue Perspektive +++ Maria Grazia Davino +++ Erich Sixt +++ Spezialimpstoff

© Foto: Ralph M. Meunzel/AUTOHAUS

Unabhängig, scharfsinnig, auf den Punkt: der aktuelle Wochenkommentar von AUTOHAUS-Herausgeber Prof. Hannes Brachat!

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Datum:
05.03.2021

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Die neue Perspektive: 8. März 2021! +++ Der Europa-Aufstieg der grandiosen Regisseurin Maria Grazia Davino +++ Erich Sixt, Sixt Neuwagen, Sixt Leasing, Lidl & Co +++ Wellers Spezialimpfstoff - 750ml Lösung +++ Michael Pickel, ein besonderer Branchenfreund wird 70

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Montag, 1. März 2021 - Die neue Perspektive: 8. März 2021!

Die Pandemie ist nicht vorüber. Sie feiert Jahrestag. Am 16. März 2020 wurden in Deutschland die ersten ernsten Corona-Fahnen gehisst. Und jetzt sind seit 16. Dezember 2020 die Verkaufsräume der Händler geschlossen. Die Sehnsucht der Menschen drängt dringlich nach Öffnung. Die Kunden wollen in die Schauräume! Der Sachstand wurde diese Woche über einen komplexen 5-Stufenplan politisch auf die Schiene gesetzt. Wir haben diesen gestern in AUTOHAUS Online ausführlich dargestellt. Der grundsätzliche Inzidenzwert ist nicht mehr die 35. Zunächst gelten die bisherigen Massnahmen bis 28. März. Also beispielsweise Homeoffice-Pflicht bis 30. April 2021. Künftig sollen aber nicht mehr einheitliche Landesinzidenzwerte, sondern die Werte der einzelnen Stadt bzw. der Landkreise gelten. Das lässt hoffen, bedeutet dennoch von jedem einen hohe Verantwortung für das Gelingen. Über die aktuellen Werte vor Ort informiert das jeweilige Landesgesundheitsamt. Also, in welchem Landkreis, in welcher Stadt gehen am kommenden Montag, dem 8. März 2021, die automobilen Verkaufstüren auf?

Es ist ratsam, sich im Autohaus auf das Verkaufen mit Terminvereinbarung (Terminshopping, Click & Meet) einzustellen. Die Terminvereinbarung ist dann für einen bestimmten Zeitraum zu fixieren und muss dann dokumentiert werden. Laufkundschaft ist "unerwünscht". Ob wir es schaffen, auf Dauer die Inzidenzwerte überall im Land unter die 50 zu drücken, so dass alle Geschäfte wieder flächendeckend öffnen können? Je schneller sich der Impfstau auflöst und die neue Testinitiative Wirkung zeigt, desto dehnbarer werden die Corona-Regeln. Der NW-Zulassungsmarkt ist im Januar und Februar 2021 um 25 Prozent eingebrochen. Wir brauchen nun dringlich den frühlingshaften automobilen März. Wir könnten in der Branche einen Großteil der Erschöpfung und der Sehnsucht nach Rückkehr ins gewohnte Leben mental auffangen und für gute Stimmung im Land sorgen. Hoffentlich zwingt die Vernunft die Politiker am 22. März 2021 bei ihrer nächsten Zusammenkunft nicht, die Notbremse für die drohende "dritte Welle" zu ziehen.

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Dienstag, 2. März 2021 - Der Europa-Aufstieg der grandiosen Regisseurin Maria Grazia Davino

    Das Spezial-Prädikat für das außergewöhnliche Wirken der automobilen Top-Managerin Maria Grazia Davino (MGD, 42) sei vorangestellt: Man kann auch mit Anstand sowie auf Augenhöhe mit dem Handel Markterfolge und eine erhöhte Kundenzufriedenheit einfahren. Bitte, sogar bei Fiat. Ob sich das künftig durch die synergiegetriebene "Peugeot-Tavares-Marschrichtung" nicht wieder ändern wird? Auf diesem anstehenden beschwerlichen Stellantis-Weg des Zusammenwachsens werden nun fünf Milliarden Euro gesucht!

    Davino-Politik: Das "Wir-Erlebnis"!

    Die grandiose Regisseurin Maria Grazia Davino mutiert als bisherige Chefin von FCA Germany nun zur Vertriebs- und Marketing-Chefin Region Erweitertes Europa von Stellantis. Ein gigantischer Karrieresprung. MGD kann in ihrer Vita bereits diverse Europa-Stationen benennen und auch diese stets mit beachtlichen Erfolgen belegen. Ob als Chefin in Österreich (2014 - 2016) oder in der Schweiz (2016 - 2018). Oder jetzt als Vorstandsvorsitzende der FCA Germany AG (2018 – 2021). Sie schaffte in Deutschland ab April 2018 in Kurzzeit einen raschen Kulturwandel, kreierte mit ihrem Team für FCA eine sichtbar bessere Markt- und Markenperformance und setzte zusammen mit der Händlerschaft neue, wirkungsvolle Akzente in puncto Kundenzufriedenheit. Im HändlerzufriedenheitsMonitor in Deutschland drückt sich das so aus, dass MGD die FCA-Organisation in ihrer Zeit von Platz 27 auf den zehnten Rang hochschob. Welch umsichtige Detailarbeit steht da in ihrer Regieführung dahinter? Auch Mitarbeiterorientierung! Wann hat je ein Vorstandsvorsitzender die Worte für den Handel in den Mund genommen: "Ich liebe meine Händler." Das nennt man Respekt. Wertschätzung! Und diese forderte sie glaubwürdig von jedem in ihrem Wirkungsfeld ein. Zu Beginn der Woche verteilte sie in ihrem speziellen Abschiedsvideo an die Händlerschaft 1.280 Küsse, pro Händler drei. MGD, eine Süd-Italienerin, die kann und macht das. Jeder Händler (-in) erhält als Geschenk von ihr den Corni. Ein Symbol aus ihrer Heimatstadt Neapel. Oben drei Kronen, die Spitze steht für Glück und die Mitte für Energie.

    Maria Grazia Davino bei ihrer Abschiedsansprache an die Händlerschaft in ihrer für sie typischen Bild-Symbolsprache, hier über den "Corni".
    © Foto: Prof. Hannes Brachat)

    Das Davino-Credo: "di più"

    Sie macht dann auch in einer solchen Abschiedsrede kein Hehl aus ihrem Gottvertrauen. Glauben meint für sie, was Vernunft, Herz und Hand eines Menschen bewegt, was Denken, Wollen, Fühlen und Handeln umfasst. Sie wünscht dabei jedem Händler seinen eigenen inneren Kompass, "Herzensweisheit" nennt sie das, der oder die in der Realität des Alltags für die konkreten Entscheidungen den Ausschlag gibt. MGD gehört im Auto-Business nicht zu denen, wo gelogen oder gar betrogen wird. Sie mag auch die Mauschelei nicht. Klarheit ist ihre Sprache. Sie liebt als Lichtgestalt das Licht. Transparenz! Mit ihrer Philosophie "di più" hat sie die fünfte Himmelsrichtung ausgerufen: nicht Norden, Süden, Osten oder Westen, sondern nach oben! Jeder möge stets sein Bestes geben.

    Davino-Premium: Gefüllte Gefühle

    Es sei auch ihr auffälliges europäisches Wirken von 2007 bis 2011 als Vertriebsleiterin für 48 Länder bei Lamborghini aufgerufen. Erstaunlich, dass Lamborghini-Präsident Stephan Winkelmann sie nicht zurückgeholt hat, zumal das Premium ihre mentale Heimat ist. Sie verkörpert Kunst, Mode und Design in ganz besonderer Art, ist quasi Mode-Influenzerin. Sie artikuliert das bei all ihren Auftritten. Stil ist Stil, und der hat bei ihr seinen individuellen Sitz, ist Marke. Brand: MGD!

    Ja, geniale Regisseurin, die sie ist, ist kein Beruf, sondern Berufung. Und sie hat da für einige "Händlerfilme" so geschickt Regie geführt und stets Mitgefühl inszeniert. Herzenssprache! Um spontan wie sie zu sein, bedarf es gründlicher Planung. Ihre Reden sind nach eingehender inhaltlicher Beschäftigung akkurat vorbereitet. Dann tritt sie ans Mikrophon und spricht in akzentfreiem Deutsch aus dem Gedächtnis, also ohne Manuskript und mit spontan ergänzenden Exkursen. Dabei fallen auch Sätze wie: "Ich habe kein Gefühl." Das mag an ihrem tragischen Schicksal liegen, das sie schlicht mit dem Stichwort Krankenhaus umschreibt. Jeder FCA-Händler weiß, was gemeint ist.

    Sie ist rund um die Uhr fleißig. Das kombiniert sie mit all ihren Begabungen, darunter einem detaillierten Fachwissen und einem ganz besonderen unternehmerischen Geist, sprich könnende Meisterschaft. Ihr hoher Intellekt lässt sie dabei stets hinter den Gartenzaun blicken. Und so entsteht Zug um Zug die außergewöhnliche Davino-Tüchtigkeit. Man möchte ihr dennoch förmlich zurufen: MGD, das wahre Leben besteht nicht nur aus Arbeit! Aber bis zu 200 E-Mails pro Tag fordern nicht nur viel Zeit, sondern viele schnelle Entscheidungen und kurze Antworten. Das schafft nur eine Tausendsassa-Regisseurin wie sie.

    Davino-Wege: Geistige Dimensionen

    Maria Grazia Davino hat in Bologna 2004 ihren Master in Controlling erworben, 2000 den Master für Forschung an der Universität von Florenz, den Bachelor für Kommunikation 2002 an der Uni in Salerno. Ihre persönlichen Interessen liegen in der Kunst, der Architektur, Textilien, Materialien, im Industriedesign, der Mode, Schmuck, Schuhe, Ballett, Politik, Religion und Lesen!

    Maria Grazia Davino bei ihrer Leidenschaft, dem Lesen: "Wir brauchen nicht nur Informationswissen, sondern Orientierungswissen, klare Koordinaten und Zielpunkte. Bücher sind dabei wichtige Freunde."
    © Foto: E. Gohlke

    Warum schreibe ich das alles in diesem Detail? Ich habe sämtliche Vorstandsvorsitzende der Fiat Deutschland AG der letzten 35 Jahre persönlich gekannt. Auch aus der Zeit, als diese noch im dunkelroten Backsteinhaus in Heilbronn im ersten Stock, gleich links neben der Pforte, "hausten". Fausto Gardoni, Dietmar Fütterer & Co. Oh je!

    Dass MGD in der ganzen ersten Riege bislang die einzige Dame ist, ist in der automobilen Männerwelt für sich schon bestechend. Sie war aber von allen bisherigen die größte und beste Lichtgestalt, eine Ausnahmeerscheinung, ein grandioses Phänomen. Nun ist die große Stellantis-Transformation mit 14 Marken für Europa ihr neues Sales-Aufgabenfeld. Und es ist gut zu wissen, jemand ihrer Klasse und mit ihrer Gedankenwelt am Europa-Schaltpult zu haben, der den "PSA-Franzosen" deutlich macht, wie gewichtig der deutsche Markt für Europa ist. Und sollte MGD gemeinsam mit FCA Germany künftig von Rüsselsheim aus agieren, werden sich die Opel-Händler auf ihr kreatives Marketing und auf einfache, nachrechenbare Margensysteme freuen können.

    Wir wünschen Maria Grazia Davino für ihr wichtiges neues Wirken viel Erfolg, Glück, viele Freuden, Kraft, Humor und beste (seelische) Gesundheit! Im Namen von AUTOHAUS sage ich für die vorbildliche Zusammenarbeit mit ihr und dem ganzen FCA-Team während der Davino-Ära herzlichen Dank!

    Mittwoch, 3. März 2021 - Erich Sixt, Sixt Neuwagen, Sixt Leasing, Lidl & Co

      Patriarch Erich Sixt (77) tritt ab 16. Juni 2021 auf den benachbarten Stuhl, vom Vorstandsvorsitz rüber auf den Aufsichtsratsvorsitz. 50 Jahre stand er nun an erster Stelle und schloss davon jedes Jahr mit Gewinn ab. Heute "operiert" Sixt in den Bereichen Sixt rent, Sixt share, Sixt ride, Sixt +. Dahinter stehen 8.500 Mitarbeiter, an weltweit 2.000 Stationen, in 110 Ländern und einem Fuhrpark von 250.000 Fahrzeugen. Umsatz 2019: 3,3 Milliarden Euro. Erich Sixt spielt als Unternehmer also weit vorne in der Champions League mit. Da kann man nur mit größtem Respekt hinschauen. Seine öffentliche Reputation resultiert aus seinen originellen wie mutigen Werbeinszenierungen, wo er sich auch stets politisch outet. Sein Selbstverständnis ist, größter Autohändler Deutschlands zu sein.

      Sixt-Neuwagen.de zum Beispiel. Wichtig, wenn Sixt Neuwagen vertreiben kann, kann das auch jeder Dritte. Einfach den Familiennamen mit Neuwagen kombinieren. Und das ohne Händlervertrag. Und das ist ein Stück Erfolgsgeheimnis im Hause Sixt, man agiert stets mit Raffinesse in Grenzbereichen. Wer also Sixt-Neuwagen.de aufschlägt, wird dort in einem Online-Autohaus "empfangen". Was es ja in Wahrheit ohne Werkstatt nicht ist. Eine Rumpfveranstaltung. Man pickt Rosinen. Da wird dann geworben, dass da 10.000 Neuwagen auf Lager stehen. Der normale Interessent ist natürlich der Meinung, die stehen beim "scharfen Erich" auf seinen Höfen. Ist aber doch nicht so.

      Die Lidl-Aktion

      Oder wenn diese Woche Lidl seine Aktivität im Neuwagenhandel neu aufleben lässt, so ist dort Sixt Leasing einer der Vertragspartner und an drei Sixt-Leasing-Standorten wird ausgeliefert. Sixt hat seine Sixt Leasing SE letztes Jahr für 150 Millionen Euro an die Hyundai-Bank und Santander verkauft, kann aber noch die Namensrechte fünf Jahre lang nutzen. Tarnen und Täuschen geht da einher. Also Sixt selber hat mit der Aktion nichts zu tun. Aber, es wird der Eindruck erweckt ... zu Werbezwecken. Jetzt werden bei Lidl ein Kia-Modell und zwei Renault-Modelle angeboten. Die Importeure Kia und Renault haben - so sagen sie - damit nichts zu tun.

      Das stimmt - und stimmt indirekt eben nicht. Man vereinbart – so bei Renault - mit der einen und anderen Händlergruppe Rahmenabkommen. Diese haben mengengetriebene Zielvorgaben zum Inhalt. Je höher die Abnahmemenge, desto höher der Bonus. Oder bei Nichterreichen der Malus. Wenn also die Renault-Käufer bei Lidl ein Auto kaufen und es bei der Schneider-Gruppe in Frankenberg abholen, sagt die Logik, dass die Frankengruppe der eigentliche Renault-Lieferant für Lidl ist. Gut, das kann jeder andere Händler auch machen. Lidl ist aber preisgetrieben. Jetzt mögen die dort offerierten Modelle nicht gerade die bevorzugtesten Variantem sein. Und doch geht die Lidl-Offerte in der Gesamtwirkung zu Lasten des Markenhandels. Lidl will am Autogeschäft dran bleiben. Die Seiteneinsteiger wie Vehiculum wollen wachsen und nutzen ihren Vertriebskostenvorteil aus. Der Markenhandel hat daher das Thema digitaler Handel selbst aktiv in die Hand zu nehmen. Nicht warten, bis der letzte Importeur oder Hersteller sich für Direktvertrieb entschieden hat. Und die Händler, die ihren Handelsvertrag verlieren, mögen künftig einfach ihren Familiennamen mit Neuwagen garnieren – Modell Sixt Neuwagen -, nachdem die freie Neuwagenschneise seitens der Hersteller und Importeure als weitere Vertriebsschiene international immer weiter aufgemacht wird.

      Die Kia-Variante mit Lidl haben wir gestern eingehend dargestellt. Kia sagt zu, dass man von dieser Art der Vermarktung wie über Lidl zukünftig Abstand nehmen wolle. Die Händler haben solidarisch die "gelbe Karte" zur Aktion gehoben. Und das ist gut so. Es kann nicht ein Einzelner zu Lasten aller, die Verträge mit Standards und Risiko tragen, das Marktwirken zu eigenen Gunsten verzerren. Das sollte sich alles innerhalb einer gewissen Bandbreite bewegen. Ziel sollte ein fairer Wettbewerb sein.

      Der "scharfe Erich"!

      Warum rede ich gerne vom "scharfen Erich"? Als der berühmte wie originelle Mercedes-Niederlassungsleiter Karl Dersch noch im Aufsichtsrat von Sixt saß, wurden sämtliche Werbe-Silhouetten bei Sixt von MB gestellt. Klar, gegen Vergütung. Es gab dann außerdem über die Sixt-Konditionen bei den MB-Vertretern Aufruhr. Erich Sixt war nie bereit, die Einkaufskonditionen offen aufzudecken, sondern hat sein Schweigen darüber bis aufs Blut verteidigt. So waren seine Worte. Da kamen von ihm öffentlich Sprüche wie "Der Wettbewerb wird von uns nur die Rücklichter sehen..., u.a." Klar, wenn man in den Konditionen deutlich besser wie der Wettbewerb bedacht wird, dann kann man so reden. Als ich den MB-Vorstandsvorsitzenden Helmut Werner bei einem Interview auf diese konditionellen Ungleichgewichte ansprach, lautete seine Antwort: "Mir ist die Thematik bekannt." Die MB-Ära ging zu Ende. Sixt setzte dann über einige Jahre werblich auf BMW und ging sogar mit BMW das Carsharing-Joint Venture "Drive Now" ein. Als sich BMW daraus löste und den Verbund mit Daimler zu "Your Now" schmiedete, war Sixt nicht nur leicht "verschnupft", sondern ging sofort eigene Wege der Mobilität. Es wird also bei Sixt mit Raffinesse scharf auf den eigenen Vorteil geachtet, die Marktmacht ausgespielt und gerne auch in Grenzbereichen immer mal wieder geschmutzelt. 

      Dennoch, wir schauen mit großem Respekt auf den Vollblutunternehmer, den innovativen, selbst programmierenden Mobilitätspionier und Global Player Erich Sixt. Er möge auch weiterhin immer wieder erfrischende politische Akzente in der Öffentlichkeit setzen! Seinen Söhnen Alexander und Konstantin, die sich künftig den Vorstandsvorsitz teilen eine gelingende Nachfolge!

      Sixt-Inszenierungen – mit Erich Sixt
      © Foto: Sixt

      Donnerstag, 4. März 2021 - Wellers Spezialimpfstoff - 750ml Lösung

        Burkhard Weller, Chef der Wellergruppe in Berlin, glänzt einmal mehr mit seinen humorigen Geistesgaben. Er sorgt für Stimmung und schafft gleich besondere Perspektiven. Er kündigt bereits jetzt einen gigantischen Post-Corona-Event an. Um bis dort eine Brücke zu bauen, schickte er vorab einen besonderen "Impfstoff" - einen trockenen Grauburgunder aus der Pfalz -, um schon mal mit Abstand anzustoßen. Dieser hilft garantiert nicht gegen das Virus. Macht die Lage etwas erträglicher. Zumindest ab dem zweiten "Viertele". Die Wellergruppe kann 2020 auf das beste Ergebnis seit Bestehen zurückblicken. Auch der Januar 2021 fiel im Verkauf mit einem Minus von zwölf Prozent und einer Auslastung der Werkstätten von fast 100 Prozent erträglich aus. Auf eine gute Fortsetzung!

        Die Impfstoffinszenierung der Marke BW
        © Foto: Prof. Hannes Brachat

        Freitag, 5. März 2021 - Michael Pickel, ein besonderer Branchenfreund wird 70

        Morgen, am 6. März 2021, ist es so weit. Wie tröstlich, man sieht ihm die 70 Lenze nicht an. Meine Verbundenheit zum Hause Mercedes-Benz-Pickel in Erlangen war schon zuvor über seine Eltern angelegt. Wir beide kennen uns nun seit 1984, als er als Geschäftsführer-Erstlingswerk den großen Neubau am heutigen Standort in der Frauenauracher-Strasse auf heute 23.000 Quadratmeter umsetzte und wir darüber berichteten. Ich habe sein Lebenswerk heute ausführlich dargestellt. An dieser Stelle sei es mir Anliegen, einem großartigen Branchenfreund Dank zu sagen. Wir treffen uns regelmäßig, sei es bei den AUTOHAUS Perspektiven, der AUTOHAUS SommerAkademie, bei Shell im Hessischen Hof im Rahmen der IAA, automechanika oder privatim zusammen mit seinem Schwager Michael Eidenmüller, Auto Scholz in Bamberg. Und irgendwas bauen die ja immer, wo sich dann die Besichtigung vor Ort lohnt.

        Michael Pickel hat ein besonders liebenswürdiges, sehr freundliches, ja zuvorkommendes, höfliches Naturell. Er gehört in der Branche zu der Spezies, die von jung an mit dem Auto aufgewachsen ist und für die es gar keine andere Daseinsform als ein Autohaus gibt. Das füllt er nun seit 37 Jahren mit Leben. Und das als bekennende MB-Händlermarke in seiner heimatlichen Region. Dabei setzt er auf sehr gutes Kundenbeziehungsmanagement. Das bedeutet persönliche Präsenz vor Ort, im gelebten "Wir-Gefühl" mit all seinen Kunden und Mitarbeitern.

        Man versteht es im Hause Pickel, das hohe Qualitätsniveau gerade im Service über Jahre mit dem ganzen Team weit oben zu halten. Das führte mehrfach zu Service-Auszeichnungen auf dem ersten Platz. Auch über seine zahlreichen ehrenamtlichen Tätigkeiten ist er vor Ort bestens vernetzt. Kommen wir zusammen, gibt es zwei zentrale Themen, die aktuelle große Politik - Michael Pickel ist engagierter Mittelstandspolitiker - und dann den breiten Kranz von Branchenthemen, von der GVO, neuen Modellen, Service-Themen, vom Dongle bis zu Assistenzsystemen, Prozessabläufen und speziellen Kundenanforderungen, aktuelle Fragen seitens der Mitarbeiter usw. Der Jubilar hat einen klaren Blick für Realitäten, liebt fachliche Tiefgangdiskussionen und weiß dabei stets in einer ausgewogenen Form mit sehr guter Formulierung unaufgeregt die Kirche im Dorf stehen zu lassen.

        Nachdem seine Tochter Andrea bei mir ihre Master-Thesis über "Zukunftsszenarien im markengebundenen Vertragshandel" schrieb und als beste Masterabsolventin den Studienjahrgang 2017 in Geislingen abschloss, trafen wir uns dazu mehrfach zum Gedankenaustausch. Und wenn Andrea Pickel, die nun die dritte Pickel-Generation gestalten wird, zum Geburtstag ihres Vaters meint: "Mein Vater ist der beste Wegbegleiter, den ich mir vorstellen kann", so spricht daraus eine besondere Herzensbildung, die den Jubilar besonders beglücken wird. Michael, ganz herzlichen Dank für die langjährigen gemeinsamen Stationen, die wir stets freundschaftlich erleben durften.

        Die leisen Kontraste, einst (1984) und jetzt, Michael Pickel
        © Foto: Privat

        Spruch der Woche

        Am 2. März wurde der letzte Präsident der Sowjetunion, Michail Gorbatschow, 90 Jahre alt. Wir haben ihm für seine außenpolitische Entspannungspolitik zu danken, die die Wiedervereinigung 1989 möglich machte. Er meinte aktuell:

        "Amerika und Russland sollten offen aufeinander zugehen und angstfrei miteinander verhandeln."

        Mit nachdenklichen Corona-Grüßen

        Ihr

        Prof. Hannes Brachat
        Herausgeber AUTOHAUS
        www.brachat.de


        Der nächste HB ohne Filter erscheint am 12. März 2021!


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