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HB ohne Filter: Greenpeace-Klage gegen VW +++ Treibhausgasquote nutzen! +++ Sofortiger Zulassungsstopp +++ Verkaufsimpulse

© Foto: Ralph M. Meunzel/AUTOHAUS

Unabhängig, scharfsinnig, auf den Punkt: der aktuelle Wochenkommentar von AUTOHAUS-Herausgeber Prof. Hannes Brachat!

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Datum:
12.11.2021
Lesezeit: 
10 min

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Greenpeace klagt gegen VW auf Verbrennerausstieg +++ Treibhausgasquote (THG-Quote) – ab 2022 im Autohaus nutzen! +++ Sofortiger Zulassungsstopp wegen drohender EU-Strafzahlungen +++ Wirkungsvolle Verkaufsimpulse – Frank Fichert +++ Das Beste oder nichts! – Mercedes-Benz in der besten Satire zu Hause

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Montag, 8. November 2021

Greenpeace klagt gegen VW auf Verbrennerausstieg

Die Kläger berufen sich dabei auf das Klimaurteil des Bundesverfassungsgerichts. Lassen wir VDA-Präsidentin Hildegard Müller antworten: "Die Frage über ein Enddatum des Verbrennungsmotors - 2025, 2030, 2035 - ist eine symbolische und kann erst beantwortet werden, wenn klar ist, wie der Markt für E-Autos sich entwickelt. Erst dann wird klar, ob es eine sinnvolle Jahreszahl gibt." Der grünen Greenpaece-Ideologie fehlt es an Realitätssinn und praktischer Vernunft. Den vielen Beschäftigten in der Automobilindustrie und den Zulieferern sind die Arbeitsplätze wichtiger als ein zeitnahes Verbrennerverbot.

In der Glasgower Erklärung haben sich in dieser Woche einige Hersteller zu emissionsfreien Fahrzeugen bis 2035 bereit erklärt. Es fällt auf, dass dabei keine große Autonation darunter ist. Weder China, die USA noch Deutschland. Die Begründung der Bundesregierung: Wir wollen uns den Weg für synthetische Kraftstoffe offenhalten. BMW-Chef Oliver Zipse meint, ein Verbot von Verbrennungsmotoren werde dazu führen, dass wir eine Technologie nicht weiterentwickeln, die wir nach 2035 noch brauchen werden. Weiter: Es sei nicht absehbar, dass in Ländern der Welt, in Europa, auch in Deutschland die E-Ladeinfrastruktur in dem Zustand ist, die zu echtem Klimaschutz führen kann. Auch Mercedes-Benz-Chef Ola Källenius meint, dass synthetische Kraftstoffe trotz aller Kritik eine sinnvolle Ergänzung zur Elektromobilität seien.

EU - E-Fuels

Diese Woche meinte auch die EU-Verkehrskommissarin Adina Valean: "E-Fuels wären absolut großartig. Ihr Vorteil wäre, dass die Infrastruktur über das vorhandene Tankstellennetz schon da ist.“ Wie will man die weltweit 1,4 Milliarden vorhandenen Pkw mit Verbrennungsmotoren ohne E-Fuels emissionsfrei machen? Wer gegen E-Fuels ist, will damit das Ende des Verbrennungsmotors herbeizwingen. Er fürchtet sich vor der Möglichkeit, es könnte morgen einen emissionsfreien Verbrennungsmotor geben.

Tempolimit - Ja oder Nein?!

Bei den aktuellen Koalitionsverhandlungen steht erneut das Tempolimit auf der Agenda. Alle Länder sind dabei, nur Deutschland zaudert immer noch. Die Vorzüge des Limits, weniger schwere Unfälle, reduzierter Spritverbrauch, weniger klimaschädliche Abgase, weniger Flächenverbrauch, Lärmreduzierung, reduziertes aggressives Fahrverhalten sind hinlänglich bekannt.

Jetzt gibt es Sozialwissenschaftler wie der "renommierte" Prof. Andreas Knie, Berlin, der interpretiert die deutsche Ursache für die Liebe zum Tempo so: "Das Auto bringt für die Herren mit der Macht am Lenkrad die Option mit sich, jederzeit wegfahren zu können. Rausfahren aus der Geschichte, einfach wegfahren aus der Vergangenheit, raus aus der Nazizeit. Vielleicht geht es die ganze Zeit darum." Man könnte meinen, A. Knie habe noch nie einen Führerschein und mehr besessen!

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Dienstag, 9. November 2021

Treibhausgasquote (THG-Quote) – ab 2022 im Autohaus nutzen!

Am 21. Mai 2021 hat der Bundestag das Gesetz zur Weitentwicklung der Treibhausgasminderungsquote, kurz THG-Quote, beschlossen. Im Verkehrssektor wird diese Quote von derzeit sechs Prozent auf 25 Prozent im Jahr 2030 ansteigen. Davon profitieren nun erstmals auch private Autofahrer.

Zur Minderung der Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor werden mit der THG-Quote drei Schwerpunkte verfolgt:

1. Reduzierung des Verkehrsaufkommens
2. Verlagerung des Verkehrsaufkommens auf emissionsärmere Verkehrsträger
3. Wechsel auf alternative klimaschonende Antriebsarten

Für die Umsetzung im Autohaus ist der Wechsel auf alternative klimaschonendere Antriebsarten von besonderem Interesse.

Wer CO2-emittierende Kraftstoffe in den Verkehr bringt, muss dafür zahlen, jährlich immer mehr. Diese Kosten werden die Mineralölkonzerne auf ihre Preise draufschlagen. Ergo: Benzin und Diesel werden nach und nach immer teurer. Jetzt will man eben Autofahrer und Fuhrparkbetreiber zusätzlich animieren, sauberere Antriebe zu wählen und davon zu profitieren. Daher können diese ihre CO2-Einsparungen in Form der THG-Quote ab 2022 an die Mineralölkonzerne abtreten. Dafür bekommen sie bares Geld.

Jetzt gibt es verschiedene Anbieter, die den Elektroautostrom für die THG-Quote für einen registrieren. Christoph Stricker, ZDK-Referent, hat diese in nachstehender Tabelle aufgearbeitet. Über den Quotenhandel sind da pro Fahrzeug jährliche Einnahmen zwischen 75 Euro und 175 Euro realisierbar.

© Foto: ZDK

Und weshalb ist das auch ein Geschäftsmodell für Autohäuser? Christoph Stricker stellt das abermals nachfolgend zusammen:

Weitere Details unter: elektroauto-news.net
© Foto: ZDK

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Mittwoch, 10. November 2021

Sofortiger Zulassungsstopp wegen drohender EU-Strafzahlungen

Jetzt gesellt sich zur Mangelwirtschaft Dank Halbleitersorgen auch noch die politische Hürde, dass einige Hersteller/Importeure beim Absatzmix die CO2-Werte für die vorgegebenen EU-Zielwerte zum Jahresende 2021 verfehlen. Das hätte markante Strafzahlungen zur Folge. So geht es nun MMC (Mitsubishi) in der Gattung der leichten Nutzufahrzeuge. Also wird ein sofortiger Zulassungsriegel eingeschoben und die Beantragung der Vertriebsprämien dafür sofort ausgesetzt.

Jetzt kommt das WIE! Und da beweist MMC abermals, weshalb sie im MarkenMonitor 2021 nach Porsche auf Platz 2 von 25 Marken stehen. MMC-Geschäftsführer Werner H. Frey und MMC-Vertriebsleiter Jens Schulz (Absolvent der Automobilwirtschafts-Hochschule Geislingen) fordern die Händler auf, die geplanten L200 Vorführwagenzulassungen in den Januar 2022 zu verschieden, ebenso die Auslieferungen an Kunden. Bei auftretenden Problemen bei gewerblichen Kunden ist der Distriktleiter Vertrieb zu kontaktieren. Sprich, man ist gemeinsam um einen kundendienlichen Brückenbau bemüht. Es ist für MMC selbstverständlich, dass dies keinen Einfluss auf die Zielerreichung in den nächsten Monaten hat. Ebenso werden die "gestoppten" Auslieferungen bei der Berechnung des Mengenbonus berücksichtigt. Für Fragen stehen auch da das Team der Vertriebssteuerung sowie die Distriktleiter gerne zur Verfügung. Und diese sind mit entsprechenden Kompetenzen ausgestattet und können entscheiden. Ein positives Beispiel für gemeinsames Marktagieren in unliebsamer Marktsituation!

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Donnerstag, 11. November 2021 - Martinstag

Wirkungsvolle Verkaufsimpulse – Frank Fichert

Frank Fichert, sales quality, Metzingen, gehört zu unseren regelmäßigen Autoren, Referenten, zu den AUTOHAUS next-Experten. Seine Spezies ist das Thema aktives Verkaufen. Er leistet dazu auch Woche für Woche über YouTube einen neuen Beitrag. Ich möchte Ihnen und Ihrem Verkaufsteam zwei Video-Ideen von ihm empfehlen. "Aktives Verkaufen durch Akquise in der Bestandskundentelefonie", ferner das Thema "Abschluss-Technik und Abschluss-Stärke". Wer braucht sie nicht immer wieder - bei aller Erfahrung - Impulse. Und es ist immer wieder erstaunlich, welch offene Potenziale es gibt. Verkaufen ist nun mal eines der schönsten Abenteuer. Und das hat immer so viel Aussicht auf Sieg wie auf Niederlage. Welcher Bundesligaspieler möchte nicht Woche für Woche in der zweiten Halbzeit noch drei Tore schießen! Ergo: Dranbleiben!

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Freitag, 12. November 2021

Das Beste oder nichts! – Mercedes-Benz in der besten Satire zu Hause

"Grundlage des Betrages der Vorabrechnung ist der kleinere Wert aus dem Vergleich "Bonusanspruch gemäß saisonaler Hochrechnung" versus "Bonusanspruch gemäß Zieleinschätzung des Teilnehmers" in den Bausteinen 1 (mind. 3 Prozent über der Schwelle) und 2 und der saisonalen Hochrechnung der Bausteine 3 & 4".

Nachzulesen in den aktuellen AGB zum Bonussystem der Daimler AG für die Mercedes-Servicepartner. Die, die das konstruiert und formuliert haben, beweisen damit, dass sie es selber nicht kapieren, was sie eigentlich meinen. Die Mercedes-Benz-Komplexitätsfalle!

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Spruch der Woche:

"Die Mutter aller Reformen ist die große Staatsreform! Das Übel: Große Infrastrukturvorhaben, die dazu noch mehrere Bundesländer durchqueren, sind nur noch in zehn Jahresschritten zu bewältigen." (Thomas de Maizière)

Mit hoffenden politischen Perspektiven für einen Aufbruch 2022 ff.

Ihr

Prof. Hannes Brachat
Herausgeber AUTOHAUS
www.brachat.de


Der nächste HB ohne Filter erscheint am 19. November 2021!

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