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HB ohne Filter vom 27. Juli 2012

AUTOHAUS-Herausgeber Prof. Hannes Brachat
© Foto: AUTOHAUS

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Datum:
27.07.2012

5 Kommentare

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Heute mit den Themen: Olympia- und Urlaubsmarketing, 1. Pirelli-Reifen-Lounge im Autohaus, ZDK und die jährliche HU, kein Stress mit dem Stress

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23. Juli – Montag<br><br>Olympia- und Urlaubsmarketing


Wer die aktuelle Anzeigenlandschaft durchgeht, spürt in der Neuwagenwerbung das angehende Sommerloch, sprich Zurückhaltung. Es dominieren die strategischen Zulassungen, also die nebulösen Wandlungen von Tages-, und Kurzzulassungen in "Fast-Wie-Neuwagen", also in ganz junge Gebrauchtwagen. Blicken wir dabei wiederum auf die Discounter der Branche, so greift die Feser-Graf-Gruppe in Nürnberg im Abverkauf des Golf VI mit der Olympiarekordmarke von 10.000 Euro Preisnachlass an. Wer drunter steht, fällt unangenehm auf. Gut so?

 

Der andere Discounter aus dem Norden, Dello, haut bei Opel wie Chevrolet mit Gigantissimusnachlässen rein und toppt diese noch mit einem zusätzlichen Urlaubsgeld von 1.000 Euro. Umschrieben wird das mit: "Sunshine Aktionsmodelle. So rettet Dello Ihren Sommer." In der Tat, in Sachen Sonnenschein sind die Hamburger wirklich benachteiligt.

 

Der "freie Discounter" und größte freie Automobilhändler Deutschlands, Autoland, nutzt nach Aussagen von Firmenchef Wilfried Wilhelm Anclam gerade die Ferienzeit zur gezielten Marktattacke. Anclam: "Wir geben zur Ferienzeit im Werbeauftritt Vollgas. Und das mit sichtbaren Erfolgen." Finanzieren ohne Anzahlung, Ablösung des Altkredites, Werksgarantie etc.

 

24. Juli – Dienstag<br><br>1. Pirelli-Reifen-Lounge im Autohaus


Pirelli hat vor Jahren den schönsten Slogan für Reifen formuliert: Die Beine deines Autos! Vergangenes Wochenende kam ich über die Santander Bank im Rahmen eines Händlerevents zum Hockenheimring. Klar, man nutzt dabei als Besucher des High-Speed-Events die Gelegenheit, sich auf den verschiedenen "Ständen" umzusehen. Pirelli, offizieller Reifensponsor der Formel 1 lud seine Gäste mit "Let´s dance" ein: Formel-1-Party! Unter dem Markenlogo eingemeißelt stand der Spruch: "Power is nothing without control". Was ist Kraft ohne Kontrolle? Nichts! Wie wahr!

 

Bei MB-Kunzmann in Aschaffenburg, dem 1. Preisträger des AUTOHAUS Reifenwettbewerbs 2011, wurde jetzt in der Serviceannahme zusammen mit Pirelli die erste Pirelli-Reifenlounge eingerichtet. Ein ganz neues Kundengefühl, mitten in einem "Reifen-Meer" zu sitzen. Dezent, in Schwarz gehalten, stilvoll, locker, ansprechendes Design, ansprechende Materialien. Es tut sich was im RRM (Räder- und Reifen-Management) im Autohaus. Am kommenden Montag, 30. Juli 2012, tagt in der AUTOHAUS-Redaktion die Reifen-Wettbewerb-Jury, um die Gewinner des diesjährigen Wettbewerbs zu ermitteln.

 

AH-Herausgeber Prof. Hannes Brachat im Gespräch mit ZDK-Präsident Robert Rademacher
© Foto: Prof. Hannes Brachat

25. Juli – Mittwoch<bv><br>ZDK und die jährliche HU


Derzeit sind auch neue HU-Fristen in der EU in der politischen Diskussion. Für ältere Fahrzeuge steht die jährliche HU zur Disposition. Wie sieht die Haltung des ZDK aus? Dazu konnte ich Präsident Robert Rademacher in seinem Büro in Düsseldorf befragen:

R. Rademacher: Der ZDK ist in er Tat der Meinung, dass für ältere Fahrzeuge, älter als sieben Jahre alt, die jährliche Überprüfung eingeführt werden sollte.

AH: Der Bundesverkehrsminister und der ADAC haben sich aber dagegen ausgesprochen.

R. Rademacher: Der ADAC wird sich als Anwalt der Verbraucher logischerweise dagegen aussprechen. Das war zu erwarten. Was den Verkehrsminister anbelangt, ist das auch Inhalt unserer Gespräche mit ihm. Es gibt fundierte Belege dafür, die die Notwendigkeit belegen. Jedes fünfte Fahrzeug, das älter als sieben Jahre alt ist, weist laut der Überwachungsinstitutionen "erhebliche Mängel" auf. Und da befinden wir uns außerhalb tolerabler Grenzen zum Thema Verkehrssicherheit.

Im Klartext: Die Überwachungsorganisationen dürften sich mit ihren Nachweisen aktuell durchaus stärker öffentlich äußern. Ein Insider einer Überwachungsorganisation meinte in einem Gespräch: "Würden wir das tun, würde man uns öffentlich Geschäftemacherei vorhalten. Wir wissen das aber sehr wohl, politisch in die Waagschale zu legen."

 

27. Juli – Freitag<br><br>Kein Stress mit dem Stress


Die Zahl der Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen sind auch im einzelnen Autohaus unübersehbar. Wissenschaftler sehen ein "Zeitalter der Depression". Das hat beträchtliche Folgen für Volkswirtschaft, Unternehmen und natürlich für die betroffenen Personen und ihre Familien. Dr. Manfred Lütz, Chefarzt des Alexianer-Krankenhauses in Köln, Psychiater und Theologe stellt in seinem Bestsellertitel: "Irre! Wir behandeln die Falschen. Unser Problem sind die Normalen!" allgemeinverständlich und unterhaltsam die psychischen Krankheiten dar. Machen wir uns nichts vor, wir wissen darüber im Alltag viel zu wenig. Vor allem auch über den Umgang damit. Wer immer auch die Betroffenen seien.

Welche Rolle spielt bei psychischen Erkrankungen der Stress? Die Frage, was uns stresst, ist komplex und wird individuell sehr unterschiedlich empfunden. Was den einen stresst, kann für einen anderen Menschen eine interessante Herausforderung sein. Wie wir eine Aufgabe oder Situation bewerten, hängt vor allem davon ab, ob wir das Gefühl haben, sie meistern zu können. Wissenschaftlich gesichert ist, dass einige berufliche Faktoren die psychische Gesundheit negativ beeinflussen können: Zeitarbeit, Zeitdruck, Schichtarbeit, hohe Arbeitsdichte, hohe Anforderungen bei geringem Handlungsspielraum, Überstunden, negatives Organisationsklima, prekäres Einkommen, Missverhältnis zwischen Verausgabung und Belohnung, mangelnde organisationale Gerechtigkeit etc. 

Psychisch gesund fühlen sich Beschäftigte in der Arbeit, wenn die Aufgaben einen Sinn stiften, wenn auch Gefühle von Freude und Stolz über eigene Erfolge zum normalen Alltag gehören. Praxiserfahrungen zeigen, dass sich Unternehmen, in denen Engagement, Leistung und Gesundheit der Beschäftigten groß sind, vor allem durch drei Faktoren auszeichnen:

  1. Die Beschäftigten erleben viel Handlungsspielraum und einen hohen Grad an Autonomie im Rahmen ihrer Aufgaben und Tätigkeiten.
  2. Die soziale Unterstützung durch Kollegen und Vorgesetzte ist hoch.
  3. Die Beschäftigten empfinden die Balance zwischen ihrem Engagement und der Anerkennung dieses Engagements durch Vorgesetzte und Unternehmen als ausgewogen und lohnend.

 

Der Bundesverband der Betriebskrankenkassen (BKK) hat hierzu federführend das Projekt "Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt – psyGA-transfer" mit verschiedenen Handlungshilfen entwickelt. Obige Ausführungen entstammen dieser Ausarbeitung. Gehen sie ins Internet unter www.psyga-transfer.de. Dort können sie verschiedene Analysen im PDF-Format herunterladen, aber auch live Tests durchführen. Sie erhalten sofort kostenlos die Auswertung dazu. Empfohlen sei der Selbsttest Führungskraft. Wie belastet bin ich? Selbigen Test gibt es für Mitarbeiter: Wie belastet sind meine Mitarbeiter? Weitere Informationen bzw. Tests gibt es dort zum Thema: Was kann ich als Vorsorge sinnvoll zur Stressreduzierung im eigenen Unternehmen tun? Die Gesamtdarstellung: Ein Musterbeispiel positiver Verbandsarbeit!

 

Spruch der Woche:

"Dass ein spanischer Fahrer in einem italienischen Auto, das von einem Griechen entworfen wurde, in Deutschland gewinnt, ist so toll." (Fernando Alsonso, Formel-1-Gewinner Hockenheim 2012)

... was Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble unter monetären Apekten dazu denken wird?

Mit meinen besten Grüßen und Wünschen

Prof. Hannes Brachat
Herausgeber AUTOHAUS

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KOMMENTARE


Michael Kühn

27.07.2012 - 20:40 Uhr

Sehr geehrter Herr Prof. Brachat, bei allem Respekt für Herrn Rademacher, jedoch kann ich seine Sichtweise für die jährliche TÜH-Überprüfung, nicht nachvollziehen. Jeder klar denkende Autofahrer ist zunehmend davon überzeugt, - regelmäßige Werkstattkontrollen zu seiner eigenen Sicherheit und Funktionstüchtigkeit durchführen zu müssen, denn eine &#34;verschleppte&#34; Reparatur hat in der Regel erheblich höhere Beträge auf der Rechnung zur Folge. Leute, die sich Neuwagen nicht leisten können, werden zunehmenst mehr für die Funktionalität ihrer Gebrauchten Sorge tragen. Evtl. könnten die zwei-jährigen Untersuchungen noch auf weitere Komponenten erweitert werden. Aber die statische jährliche Untersuchung bringt ausser den Kosten für die Gebrauchtwagenfahrer keinen wirklichen Sicherheitsgewinn.


Michael Kühn

27.07.2012 - 20:59 Uhr

&#34; &#34;Power is nothing without control&#34;. Was ist Kraft ohne Kontrolle? Nichts! Wie wahr!&#34;Das ist eine gute Kernaussage, da stehe ich voll dahinter, auch bin ich ein Mensch, der gerne eine Ausstellung von Reifen betrachtet. - Aber: Die Mehrheit der Autofahrer wird sicher keine spezielle Symphatie entwickeln können...; sind doch diese &#34;schwarzen Dinger&#34; auf den Felgen eher ein zwangsläufiger Kostenfaktor, der sicher bei Vielen keine Emotionen wecken kann... (Hauptsache Profil für TÜH, alles Andere ist wurscht...)


Thomas Kipper

30.07.2012 - 08:09 Uhr

Wird Sie sicherlich interessieren....


Dr. Paul Schäfer

30.07.2012 - 08:33 Uhr

ZDK und die jährliche HUEs ist den beiden Diskutanten natürlich völlig Recht zu geben, dass eine jährliche Hauptuntersuchung bei älteren Fahrzeugen die Fahrsicherheit auf deutschen Straßen ganz deutlich verbessert. Es ist hierbei aber nicht konsequent zuende gedacht worden. Da ja bekanntlich die Unfallgefahr bei älteren Fahrern zunimmt hätten die beiden auch gleich fordern sollen, daß ältere Menschen jährlich einmal zur MPU gehen sowie eine Fahreignungsprüfungsfahrt absolvieren müssen. Bei Menschen, von denen bekannt ist, daß sie gerne mal, wie es im Schwabenländle heißt ein Viertele schlotzen, wäre es ratsam die MPU wöchentlich durchzuführen oder vielleicht sogar täglich. Durch all diese Maßnahmen würde zwar die Sicherheit der am Verkehr teilnehmenden Fahrzeuge und Autofahrer nicht wesentlich steigen. Die Sicherheit stiege aber dadurch, daß durch die Erhöhung der Gängelung der Fahrzeughalter und Autofahrer viele auf das Auto verzichten und deutlich weniger Fahrzeuge gekauft würden. Weniger Autos = Weniger Gefahrenpotentiale = mehr Sicherheit im Straßenverkehr.


Erwin Wagner

04.08.2012 - 15:44 Uhr

In Österreich funktioniert es schon lange so: 3 - 2 -1. Die erste Überprüfung 3 Jahre nach EZ, dann wieder nach 2 Jahren und danch jährlich


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