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30 Jahre Loco-Soft: "Nachlassen darf man nicht"

30 Jahre Loco-Soft
"Nachlassen darf man nicht"
Firmengründer und Entwicklungschef Wolfgang Börsch (l.) hat seine Loco-Soft-Vision gemeinsam mit Geschäftsführer Ralf Koke erfolgreich verwirklicht.
© Foto: Loco-Soft

Bodenständig, effizient und immer anwendergerecht – was 1989 mit dem ersten Kunden begann, entwickelte sich über die Jahre zum DMS-Marktführer im deutschsprachigen Raum. Eine Erfolgsstory aus dem Oberbergischen.

Die Softwareschmiede Loco-Soft aus Lindlar feiert 30-jähriges Jubiläum. Seit 1989 behauptet sich der Dealer Management System-Anbieter für markengebundene Autohäuser erfolgreich am Markt – mit weiteren Niederlassungen in Österreich (seit 2010) und in der Schweiz (seit 2016). Mittlerweile haben mehr als 2.800 Kfz-Betriebe das Softwarepaket täglich im Einsatz. Damit ist man die Nummer eins im DMS-Geschäft im deutschsprachigen Raum.

Hervorgegangen ist Loco-Soft aus einer Vision des Firmengründers Wolfgang Börsch: "Ich wollte kleinen und mittelgroßen Autohäusern eine bezahlbare Möglichkeit bieten, um sich zu organisieren". Börsch entwickelte dafür eine Betriebsverwaltungssoftware, die es so bisher nicht gab. Microsoft-basiert für PCs, zu einem Preis, den sich auch kleinere Betriebe leisten konnten: 149 D-Mark im Monat für eine Einplatz-Anwendung.

Bereits auf der Automechanika 1988 hatte der Unternehmer sein Programm in einer One-Man-Show erstmals vorgestellt – und stieß auf großes Interesse der Fachbesucher. Suzuki-Händler Herbert Kostner aus Hennef startete ein Jahr später als erster Loco-Soft-Anwender. Die Software wurde ihm 1989 noch im heimischen Arbeitszimmer von Börsch auf mitgebrachtem PC installiert. 1990 präsentierte Loco-Soft, damals noch unter dem Namen "Entwicklungsbüro für Kfz-Software (EKS)", auf der Automechanika das erste reine PC-Mehrplatzsystem: Zwei Plätze kosteten damals 228 D-Mark pro Monat.

Mehr als 400 Hersteller-Schnittstellen

Kontinuierlich und immer mit Blick darauf, Anwendern die Arbeitsroutinen zu erleichtern, entwickelte Börsch das Softwarepaket weiter. Der Umfang des Programms hat sich inzwischen verhundertfacht, mehr als 400 Schnittstellen-Anbindungen an Hersteller wurden realisiert. "Die Preise konnten wir aber halten", betont der Gründer. "Dadurch, dass wir Wasserköpfe in unserer Organisation vermeiden, unsere Abläufe effizient gestalten und bodenständig bleiben." Monatlich 79 Euro verlangt Loco-Soft heute für den ersten Arbeitsplatz.

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Auch nach drei Jahrzehnten bleibt der DMS-Primus konstant auf Wachstumskurs. Börsch: "Unsere Entscheidung, möglichst viele Hersteller-Schnittstellen umzusetzen, bringt uns jährlich weiterhin einen großen Zulauf. In den letzten Jahren haben wir jedes Jahr über 150 Neuanwender-Betriebe installiert." Gerne besucht der Entwicklungschef auch mal überraschend seine Kunden. Er fragt wo der Schuh drückt, stimmt Neuerungen ab und schaut auch schon mal bei einer Neukunden-Installation vorbei.

Schlagkräftiges Team

Mit seiner klaren Vision vor Augen gelang es Börsch über die Jahre, ein schlagkräftiges Team um sich zu versammeln. Er und seine Spezialisten für Entwicklung kümmern sich um die weitere Programmierung, ein eigenständiges Vertriebsteam um die kaufmännischen Belange. Die niedrige Fluktuationsrate spricht für das Klima im Hause Loco-Soft. Der erste Mitarbeiter kam Ende 1990 hinzu und ist heute noch an Bord. Börsch: "Die engagierten und motivierten Mitarbeiter sind ein weiterer Erfolgsgarant für das Unternehmen: Über 95 Prozent des Wissens-Know-how ist heute noch im Unternehmen vorhanden."

Bei allem Erfolg bleibt Börsch bodenständig: "Ich arbeite täglich, egal ob im Büro, auf Reisen oder im Urlaub. Sicher hat sich die Art der Arbeit geändert, aber nachlassen darf man nicht. Ich brenne nach wie vor für unser Produkt und unsere Branche." Rund 200 Mannjahre Entwicklung stecken nach seinen Angaben bis heute in Loco-Soft – und die nächsten Programm-Erweiterungen und Hersteller sind bereits anvisiert. 2019 beispielsweise soll die native Loco-App den Einsatz von Händlerdaten auch auf Apple-und Android-Geräten erlauben.

Es wird aber nicht nur weiter fleißig gearbeitet, sondern auch ambitioniert gefeiert. "Natürlich wird es im Jubiläumsjahr etwas zu feiern geben", so Börsch. "Selbstverständlich auch mit unseren Kunden und Mitarbeitern, denn denen haben wir unseren Erfolg ja zu verdanken". (AH)

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