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Audi AI:Trail quattro: Eine Glaskuppel fürs Gelände

Audi AI:Trail quattro
Eine Glaskuppel fürs Gelände
Das organisches One-Box-Design wird durch die bauartbedingten Eigenschaften des E-Antriebs ermöglicht.
© Foto: Audi
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Mit dem AI:Trail erweitert Audi das Einsatzspektrum seiner Visionsfahrzeuge nun auch auf den Bereich unbefestigter Wege.

Von Günter Weigel/SP-X

Mit dem AI:Trail quattro stellt Audi auf der IAA die vierte Variante seiner elektrischen Visionen vor. Bei der in Frankfurt debütierenden Studie handelt es sich um einen elektrisch angetriebenen Offroader. Das Konzeptfahrzeug verbindet die Fähigkeit zum automatisierten Fahren mit ausgeprägter Geländegängigkeit.

An jedem der vier Räder sitzt ein Elektromotor. Gemeinsam entwickeln diese bis zu 320 kW/436 PS Leistung und 1.000 Nm Drehmoment. Zudem zeigt das Konzeptfahrzeug, dass der Elektroantrieb den Bedarf an mechanischen Bauteilen reduziert: Dank der einzeln angetriebenen Räder kann auf Differenziale und Sperren verzichtet werden, was wiederum Gewicht und Energieverluste verringert. Fahrstabilität und Traktion werden von der Elektronik koordiniert.

Während sich Audi für den AI-Trail im Straßeneinsatz 400 bis 500 Kilometer pro Akkuladung vorgenommen hat, soll es im Gelände, bei deutlich erhöhtem Schlupf der Räder immer noch für 250 Kilometer reichen. Die Fahrzeugelektronik überwacht permanent Energiefluss und Verbrauch und sorgt damit auch im Offroad-Bereich für ein Maximum an Ökonomie. Vorsorglich hat Audi zudem die Höchstgeschwindigkeit auf 130 km/h begrenzt.

Dem bulligen, nur 4,15 Meter langen, aber 2,15 Meter breiten AI:Trail sieht man sein Offroad-Potenzial auf den ersten Blick an. 34 Zentimeter Bodenfreiheit machen Wasserdurchfahrten mit mehr als einem halben Meter Tiefe möglich und verhindern auch auf felsigem Untergrund den Kontakt der in den Fahrzeugboden integrierten Batterieeinheit mit dem Untergrund.

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Audi AI:Trail quattro

Die bis zu vier Insassen genießen derweil dank der großflächig verglasten Kabine und der um die Ecken gezogenen Frontscheibe eine Rundumsicht wie in einem Helikopter. Auch hier profitieren die Designer von den bauartbedingten Eigenschaften des elektrischen Antriebs, der Überhänge oder Anbauten überflüssig macht und damit ein organisches One-Box-Design ermöglicht. Bei Nacht sorgen statt herkömmlicher Scheinwerfer fünf elektrisch betriebene Drohnen mit integrierten Matrix-LED-Elementen für Weitsicht: Sie fliegen dem Fahrzeug voraus und leuchten den Weg aus. Gesteuert werden sie von den Insassen per Smartphone.

Innenraum aufs Wesentliche reduziert

Im Stand können die Drohnen durch das transparente Dach auch den Innenraum ausleuchten. Dieser ist betont aufgeräumt, funktional und auf das Wesentliche reduziert. Pedale, ein Steuerhorn als Lenkrad, dazu das auf der Lenksäule befestigte Smartphone, das als Anzeige und Schaltzentrale dient – mehr Bedienelemente gibt es nicht. Zugleich bringt der AI-Trail umfassende Fähigkeiten fürs automatisierte Fahren mit. Auf der Straße schafft er die zweithöchste Autonomie-Stufe (Level 4), im Gelände unterstützt er den Fahrer mit Sensorik und Assistenzsystemen bei der Bewältigung schwerer Passagen, greift zur Kollisionsvermeidung notfalls in die Bremsen ein und hält das Fahrzeug mit Lenkeingriffen in der Spur.

Der Audi AI:Trail quattro ist der vierte Vertreter in der Reihe von Konzept-Automobilen mit Elektroantrieb, die mit der Präsentation des AI:Con auf der IAA 2017 ihren Anfang nahm. Nach diesem für den vollautomatisierten Langstreckenverkehr konzipierten Fahrzeug debütierte 2018 in Pebble Beach der Audi PB18, der auf der IAA 2019 nun unter der Bezeichnung AI:Race als emissionsfreier Elektro-Sportwagen gezeigt wird. Den AI:Me hat Audi im Frühjahr auf der Auto Shanghai 2019 als autonom fahrendes Stadtautomobil für die Mega-Cities in aller Welt entworfen.

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