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Abgasuntersuchung: Mehr Durchfaller wegen Endrohrmessung

Die generelle Endrohrmessung bei der Abgasuntersuchung wurde zum 1. Januar 2018 wieder eingeführt.
© Foto: ProMotor/Timo Volz

Bei Pkw mit OBD-System ist die Anzahl der abgasrelevanten Mängel sprunghaft angestiegen, erklärt der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK). Ein Grund sei die Wiedereinführung der generellen Endrohrmessung.


Datum:
03.12.2019
2 Kommentare

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Seitdem die generelle Endrohrmessung bei der Abgasuntersuchung zum 1. Januar 2018 wieder eingeführt wurde, sind Pkw mit OBD-System (On-Board-Diagnose) deutlich häufiger bei der Abgasuntersuchung (AU/AUK) durchgefallen. Insgesamt haben im vergangenen Jahr rund 397.000 Kraftfahrzeuge den Prüftest nicht bestanden. Damit ist die Anzahl der nicht bestandenen Abgasuntersuchungen gegenüber 2017 um mehr als 30 Prozent gestiegen. Das geht nun aus dem Abschlussbericht zur AU-Mängelstatistik des Zentralverbands Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK) hervor.

ZDK-Präsident Jürgen Karpinski sagte in Bonn: "Die verpflichtende Einführung der Endrohrmessung im Rahmen der AU hat sich damit schon ein Jahr nach deren Wiedereinführung bewährt und ist ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz. Denn entscheidend ist, was hinten rauskommt. Das hat der Abgas-Skandal der vergangenen Jahre gezeigt. Die modernisierte AU ist eine Konsequenz aus unseren Erfahrungen."

Mit der Kompetenz der über 34.000 anerkannten AU-Betriebe war laut ZDK eine flächendeckende Umsetzung der modernisierten AU möglich: Im vergangenen Jahr führten die Werkstätten insgesamt über 12,3 Millionen Abgasuntersuchungen an Pkw, Nutzfahrzeugen und Krafträdern durch. Bei 11,5 Millionen Fahrzeugen konnte kein abgasrelevanter Mangel bei der AU festgestellt werden; allerdings erfassten die AU-Betriebe auf Basis eines festgelegten Qualitätssicherungssystems an 815.000 Fahrzeugen rund 1,46 Millionen Abgasmängel (2017: 1,24 Millionen). Das sind durchschnittlich 1,79 Mängel je Fahrzeug. Davon konnten 418.000 Pkw, Nutzfahrzeuge und Krafträder mit einer Wartung, Inspektion oder Reparatur wieder instand gesetzt werden und so die zulässigen Emissionswerte erreichen. (AH)

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KOMMENTARE


Uwe

04.12.2019 - 13:58 Uhr

Statistik ist doch toll... also 30 % mehr Durchfaller bei dem zusätzlichen Endrohrtest. Das entspricht exakt 91.615 zusätzlich durchgefallene Fahrzeuge bei einer Gesamtmenge von 12,3 Millionen - also gerade mal 0,75% die zusätzlich beanstandet wurden.Bravo - das war doch mal eine Arbeitsbeschaffungmassnahme für die notleidende Prüfindustrie zu Lasten der Autofahrer, die mal wieder die Zeche über gestiegene Prüfkosten zahlen


Mikel

04.12.2019 - 16:19 Uhr

Da muss ich meinem Vorschreiber mehr als Recht geben und das ganze noch als wichtigen Beitrag zum Umweltschutz zu verkaufen ist nur als lächerlich zu bezeichnen.


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