Die Leipziger Messe Auto Mobil International hat an ihrem ersten Wochenende bei strahlendem Sommerwetter 81.000 Besucher angezogen. Zwar wurde damit die Wochenendbilanz des Vorjahres, als 90.000 Besucher kamen, nicht erreicht, die Messe zeigte sich dennoch zufrieden. "Wir haben auf der AMI und AMITEC einen großen Zuspruch aus ganz Deutschland und Mitteleuropa", sagte Messechef Wolfgang Marzin am Sonntag. Zahlreiche Gäste aus anderen Bundesländern sowie aus Polen und Tschechien hätten bereits den Weg nach Leipzig gefunden. Die Branche erhofft sich nach einem Absatzeinbruch von zehn Prozent im ersten Quartal von der ersten deutschen Auto-Show des Jahres einen Konjunkturschub. "Kauflust, Optimismus und unverändert hohes Interesse am Automobil kennzeichnen die diesjährige AMI", sagte der Präsident des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller VDIK, Volker Lange. Das beweise unter anderem der enorme Zulauf bei den Probefahrten und der AMI-"Spritsparstunde". Der VDIK ist ideeller Träger der AMI. Bis zum kommenden Sonntag präsentiert sich die Rekordzahl von rund 500 Ausstellern aus 21 Ländern in fünf Messehallen. Unter dem Eindruck der aktuellen Umweltdiskussion legen zahlreiche Hersteller in diesem Jahr den Schwerpunkt auf alternative Antriebssysteme und Schadstoffminimierung. Beim Messerundgang zum Auftakt am Freitag hatte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) seine Forderung nach einem Klimapass für Neufahrzeuge bekräftigt. Beim Autokauf müsse ein Kunde auf einen Blick sehen können, wie umweltfreundlich ein Auto sei. Der Deutsche Verband Flüssiggas DVFG zeigte sich am Samstag überzeugt vom weiteren dynamischen Wachstum der Branche. Die Anzahl der Autogasfahrzeuge verdoppelte sich laut DVFG nahezu von rund 65.000 im Jahr 2005 auf derzeit 125.000. Der Verband rechnet bis 2015 mit einer Million Fahrzeuge. Nach den Angaben des Trägerkreises Erdgas sind derzeit außerdem 55.000 Erdgasautos in Deutschland unterwegs. (dpa)
AMI 2007: Gute Besucher-Resonanz
Messe zieht bislang zehntausende Autofans an – allerdings weniger als im Vorjahr