Austausch mit SPD-Verkehrspolitik: Autohändlerverband wirbt für seine Rolle

15.01.2026 13:22 Uhr | Lesezeit: 2 min
Infoveranstaltung VAD 2025
VAD-Präsident Weller: Der Händler kennt die Kunden besser als die Industrie.
© Foto: Stefan Schmid/AUTOHAUS

Prämie, Strompreise, Ladeinfrastruktur: Der VAD hat im Gespräch mit der SPD klar gemacht, wo der Handel politischen Handlungsbedarf sieht – und welche Position er selbst bei der Mobilitätswende einnehmen kann.

Der Verband der Automobilhändler Deutschlands (VAD) sucht den Schulterschluss mit der Politik. Bei einem Treffen mit Isabel Cademartori, verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, stellten Verbandspräsident Burkhard Weller und Hauptgeschäftsführer Kurt-Christian Scheel die Arbeit des VAD vor und unterstrichen die besondere Rolle des Automobilhandels an der Kundenschnittstelle.

Der Handel, so Weller, stehe täglich im direkten Austausch mit den Käuferinnen und Käufern – und kenne deren Bedürfnisse, Sorgen und Erwartungen oft genauer als die Industrie. Gerade in Zeiten des technologischen Wandels sei diese Nähe ein entscheidender Faktor für Akzeptanz und Markterfolg neuer Antriebe.

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen aktuelle verkehrs- und industriepolitische Vorhaben. Weller und Scheel erläuterten die Position des Verbandes zur Kaufprämie ebenso wie zum Grundsatz der Technologieoffenheit. Aus Sicht des VAD brauche es verlässliche politische Rahmenbedingungen, um Investitionen im Handel abzusichern und Kunden Orientierung zu geben.

Einigkeit bestand bei einem weiteren zentralen Punkt: den Strompreisen. Diese müssten transparenter und nachvollziehbarer werden, um Elektromobilität für breite Bevölkerungsschichten attraktiver zu machen. Weller stellte in diesem Zusammenhang die VAD-Idee eines echten Lade-Roamings vor, das Laden unabhängig vom Anbieter vereinfachen und Hemmschwellen abbauen soll.

Cademartori betonte laut Gesprächsteilnehmern, wie wichtig es sei, rasch bezahlbare und verfügbare Elektrofahrzeuge in den Markt zu bringen. Dabei könne der Automobilhandel eine Schlüsselrolle spielen – nicht nur beim Verkauf, sondern auch beim Aufbau von Vertrauen, etwa im Gebrauchtwagensegment. Insbesondere die Bewertung und Haltbarkeit von Batterien sind für viele Kunden noch mit Unsicherheiten verbunden. 

Zugleich machte die SPD-Politikerin deutlich, dass sie sich dafür einsetzen wolle, Deutschland beim automatisierten Fahren wieder in eine führende Position zu bringen. Auch hier komme dem Handel eine wichtige Funktion zu, um neue Technologien zu erklären und erlebbar zu machen.


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