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Borgward-Marktstart in Deutschland: "Wir sind begeistert"

Borgward begrüßte am vergangenen Wochenende über 500 VIP-Besucher in seiner Stuttgarter Markenzentrale.
© Foto: Borgward

500 Besucher, 200 Probefahrten und die Übergabe der ersten Kundenfahrzeuge – Borgward hat eine positive Bilanz seines Comeback-Wochenendes in Deutschland gezogen.


Datum:
04.07.2018
6 Kommentare

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Borgward hat nach eigenen Angaben einen "erfolgreichen Marktstart" in Deutschland hingelegt. "Wir sind begeistert von der Resonanz der Kunden", sagte Europa-Vertriebschef Gerald Lautenschläger am Mittwoch einer Mitteilung zufolge. Bei der ersten Kundenfahrveranstaltung am vergangenen Wochenende seien mehr als 500 Besucher ins Stuttgarter Markenzentrum des Herstellers gekommen.

Die bekannte Fahrzeugmarke war in der vergangenen Woche mit dem limitierten Sondermodell BX7 TS Limited Edition auf den deutschen Automarkt zurückgekehrt. Laut Lautenschläger seien zwischen Freitag und Sonntag insgesamt mehr als 200 Probefahrten durchgeführt worden. Christian Borgward, Aufsichtsratschef und Enkel des Firmengründers Carl F.W. Borgward, habe zudem die ersten Fahrzeuge direkt an Kunden übergeben. Vom Premierenmodell seien nach dem Wochenende nur noch wenige Exemplare verfügbar, hieß es.

Innovatives Geschäftsmodell

Bei seinem Comeback setzt Borgward vor allem auf den Online-Vertrieb. Ergänzt wird das Konzept durch Probefahrtzentren, die Auslieferung direkt beim Kunden sowie Roadshows. Neben dem "Brand Center" in Stuttgart sind weitere Standorte geplant. Einen flächendeckenden Service soll die Partnerschaft mit der Werkstattkette ATU sicherstellen.

Neben dem BX7 will das Unternehmen bald auch das kleinere SUV BX5 sowie den Crossover BX6 nachschieben. Langfristig sollen die beliebten SUV auch nicht die einzigen Autos aus dem Hause Borgward bleiben. Konkrete Pläne für andere Modelle sind bisher aber nicht bekannt. Auf der IAA in Frankfurt zeigte der Autobauer vergangenen Herbst bereits ein neues Sportcoupé mit dem legendären Namen "Isabella" – vorerst allerdings nur als Konzeptfahrzeug.

Borgward war einst einer der bekanntesten Autohersteller Deutschlands, ging aber Anfang der 1960er Jahre pleite. Heute gehört sie zum Lastwagen-Hersteller Foton, in dessen Heimat China der Autobauer bislang nach eigenen Angaben knapp 100,000 Fahrzeuge absetzen konnte. Seit 1. Juli hat die Marke mit Philip Koehn zudem einen neuen Vorstandsvorsitzenden. (rp)


Borgward BX7 TS Limited Edition

Borgward BX7 TS Limited Edition Bildergalerie

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KOMMENTARE


Nordlicht

04.07.2018 - 13:28 Uhr

Mal wieder typisch die "Autohaus"-Redaktion. Da wurde offenbar die Jubel-Presseerklärung von Borgward abgeschrieben, statt einmal selbst zu recherchieren.Ein "erfolgreicher" Markenstart sieht ja wohl anders aus. Der "Pop-Up-Store" ist eher eine Baustelle, als ein "Brand-Center". Blanke Heizungsrohre, z.T. mit Folie lieblos umwickelt, herunterhängende Kabel, nur kahle Wände usw. lediglich ein Auto auf rotem Teppich in der Mitte des Raumes soll die Kunden locken.Und immer wieder wird der Eindruck zu erwecken versucht, es handele sich um die ursprüngliche Firma Borgward aus Bremen ("der Enkel des Firmengründers" usw.) das müsste dann ja ein Chinese sein! Wird doch hier lediglich der Name Borward benutz; sonst gibt es keinerlei Verbindung zur ehemaligen Firma, die auch vollständig aufgelöst wurde und auch aus dem Handelsregister gelöscht wurde.Im Übrigen bleibt der wirkliche Erfolg abzuwarten. Viele der gemachten Ankündigungen sind bisher nicht umgesetzt. Statt Hybrid- und Elektroautos kommt jetzt ein chinesischer Benziner-SUV zum Preis eines Mercedes GLC in der Grundausstattung. Das versprochene Montagewerk in Bremen exisitiert auch noch nicht und ein chinesisches Auto, das sich ja selbst in seinem Heimatland kaum vernünftig verkauft (knapp 100.000 Stück) wird kaum in Deutschland Erfolge feiern können - da hilft auch nicht der aufgeklebte, gekaufte Name nicht viel, den aus eigenem Erleben ja wohl nur über 70jährige noch kennen dürften.


Südmann

05.07.2018 - 10:20 Uhr

Was Nordlicht da so schreibt kann ja alles sein. Es ist nur so, dass der Enkel von Herrn Borgward sehr wohl die Firma gegründet hat, auch wenn als Finanzier die Fa. Foton dahinter steht. Ist ja auch legitim.Und klar werden Presseberichte wiedergegeben.Und das ein Store eventuell noch nicht zu 100% fertig ist, gut ist nicht schön aber auch keine Showstopper.Ich habe mir auf der IAA den Wagen ausführlich angesehen. Es stellt sich mir daher eher die Frage, wie man eine solche Interieur-Kunststoffwüste antun kann. Eine solche Menge an Hartkunststoff ist schon nicht mehr schön.Ich wünsche Borgward alles alles Gute und das der Name wieder zu altem Glanz kommt


Andreas M.

05.07.2018 - 13:41 Uhr

Dieses Geschäftsmodell läuft bei angeblichen Luxusuhren eher schleppend. Unter gekauften oder erfundenen Markennamen werden eigenartige Konstrukte in den Markt gedrückt. Diese Teile werden bei Kennern verächtlich "Chinaböller" genannt. Zumindest werden sie billig verramscht.Ich gebe meinem Vorredner @Nordlicht zu einhundert Prozent recht. Auch Borgward ist ein Chinaböller aber zu absolut am Markt vorbei kalkuliertem Preis. Lieferbar als Benziner mit WANDLERGETRIEBE !!! Da hilft auch der ganze Conectivity Schnickschnack nicht weiter.


Jörg

05.07.2018 - 14:29 Uhr

Ich war bei der Präsentation dabei und habe die letzte Probefahrt am Samstag gemacht. Eigentlich bin ich wegen dem Borgward gekommen und nicht wie die Räumlichkeiten aussehen, vielmehr war ich positiv vom Auto überrascht und man sieht die deutsche Federführung.Mich stört es nicht dass das Auto (noch) in China gebaut wird, im Gegenteil, dann müsste ich mich den ganzen Tag aufregen was alles aus China kommt bzw produziert wird.Zum Auto: Das Auto sieht von aussen alles andere als billig aus, ein Merkmal, kein billiger klang beim schließen der Türen und das Design rundum Toll.Ich bin Touareg Fahrer und habe alles kritisch im Augenschein genommen unter anderen die Geräusche an und um das Auto.Das Interieur sieht nicht nur hochwertig aus, es ist auch hochwertig.Im großen und ganzen bin ich sehr zufriedenMinuspunkt : die Maschine 4 Zylinder mit 224 PS und das nicht einstellbare Fahrwerk.Nach meinen empfinden kam das SUV als ich mal auf Gaspedal getreten habe nicht wirklich voran, da würde ich mir eine höhere Motorisierung wünschen.Ein paar Assistenten für den Verkehr sollten zeitgemäß angeboten bzw nachgebessert werden.Der Borgward steht auf meiner ListeIch bin neugierig auf die anderen Modelle bzw. Elektromodell.....


Autojo

05.07.2018 - 19:22 Uhr

Die gibts ja wirklich,!!! Aber was wolle die hier am Markt? Der Name ist mal ein guter gewesen, aber die heute vorgestellten Fahrzeuge sind nichts als durchschnittliche Hausmannskost. Welcher vernünftig orientierte Mensch gibt für so ein Produkt wirklich Geld aus. Wiederverkauf ist wahrscheinlich ein Fall von „Denkste“. Vertriebsnetz auch „Denkste“ und Kundendienst bei ATU, das kann ja heiter werden „ Abenteuer im Supermarkt „. Innovation gibts hier nur auf dem Papier - Alternative Antriebe sind in Planung....... ?!!? Mal sehn wie lange die Konzernmutter Foton hier in Deutschland und im übrigen europäischen Ausland Subvention betreiben kann um einigermaßen mit Abverkauf zu glänzen. Hat’s alles früher schon mal gegeben....Brillance war nach weniger als zwei Jahren im Markt verdampft.


E.Driver

01.08.2018 - 12:02 Uhr

Ich glaube auch nicht mehr wirklich an eine erfolgreiche Auferstehung Borgward.Zu viel wurde angekündigt und nicht gehalten. Würde Borgward den reinen Stromer BXi7 ab Anfang 2019 anbieten können zu einem Preis von 50000,€ , würden die Produktionsbänder glühen.Aber mit einem Verbrenner als SUV hier zu starten ist ein Fehler.


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