Autoscout24 und die Beratungsgesellschaft J.D. Power and Associates haben auf der IAA in Frankfurt den "Consumer Report 2007" vorgestellt. In dieser Studie, die auf einer Online-Befragung von 3.323 Autointeressierten basiert, würden spezifische Anforderungen durch die Kunden an den Verkaufsprozess formuliert, teilten die Unternehmen mit. So zählt laut Studie zu den wichtigsten Punkten im Such- und Kaufprozess die Zeit bis zur Aufnahme des Beratungsgespräches durch den Verkäufer nach Eintreffen des Kunden beim Händler. Hinzu kommt das Einräumen eines Nachlasses während den Preisverhandlungen: 80 Prozent der Kunden, die keinen Rabatt erhalten, wechseln zu einem anderen Händler oder gar einer anderen Marke. Weitere Anforderungen: Kunden erwarten eine Probefahrt von mindestens einer Stunde. Im Premiumsegment steigt diese Anforderung auf durchschnittlich über fünf Stunden. Eine Begleitung durch den Verkäufer wird von den meisten Kunden nicht begrüßt. Ähnlich kritisch verhält es sich mit der Wartezeit für Neufahrzeuge, die Kunden häufig davon abhält, das in Frage kommende Fahrzeug zu bestellen. Eine Frist von sechs bis acht Wochen gilt als akzeptabel. Wartezeiten von zehn oder mehr Wochen führen zu höherer Unzufriedenheit und teilweise zum Wechsel zu einer anderen Marke. Interessenten im Premiumsegment sind jedoch bereit, durchschnittlich längere Auslieferungszeiten in Kauf zu nehmen als im Volumenmarkt. "Um das Risiko von Kundenverlusten im Such- und Kaufprozess zu minimieren, Kundenempfehlungen für die eigene Marke zu maximieren und die Rentabilität zu optimieren, ist es essentiell, die Kundenerwartungen während des Kaufprozesses zu kennen und nachhaltig zu erfüllen", erklärte James D. Power IV, Senior Vice President und Leiter der J.D. Power and Associates International Operations in Frankfurt. (ng)
Consumer Report 2007: Kunden wollen es schnell und billig
Kurze Wartezeiten und großzügiges Nachlassverhalten ist dem Autokäufer bei Händlern am wichtigsten