Elektro- und Hybridautos haben den Automarkt in der EU im Juni weiter angetrieben. Insgesamt stiegen die Pkw-Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 13,6 Prozent auf knapp 1,148 Millionen Fahrzeuge, wie der europäische Branchenverband Acea in Brüssel mitteilte. Während der Absatz von Fahrzeugen mit reinem Verbrennungsmotor zurückging, legten vollelektrische Batteriefahrzeuge (BEV) um mehr als 60 Prozent auf 270.557 Einheiten zu. Auch Hybridautos verkauften sich deutlich besser.
In Deutschland wuchs der Autoabsatz im Juni um 15,7 Prozent. In Frankreich fiel das Plus mit 11,4 Prozent geringer aus, ebenso in Italien mit 10,6 Prozent. In Spanien stiegen die Neuzulassungen mit 7,8 Prozent vergleichsweise moderat.
Volkswagen bleibt Marktführer
Volkswagen blieb EU-weit mit großem Abstand Marktführer. Der Absatz stieg um 7,3 Prozent auf 291.366 Fahrzeuge. Stellantis, der Mutterkonzern von Fiat, Peugeot und Opel, verbuchte als Nummer zwei ein Plus von 7,1 Prozent. Der drittplatzierte Renault-Konzern legte um 3,6 Prozent zu. Der BMW-Konzern kam auf ein Absatzplus von 16,1 Prozent, Mercedes-Benz steigerte seine Verkäufe um 4,8 Prozent.
Chinesische Anbieter mit kräftigem Wachstum
Insgesamt erhöhten sich die Pkw-Neuzulassungen im ersten Halbjahr um 5,7 Prozent auf rund 5,897 Millionen Fahrzeuge. Der Marktanteil reiner Batterieautos kletterte von 15,6 auf 20,7 Prozent. Vor allem chinesische Anbieter wie Chery, BYD und Leapmotor setzen ihren Wachstumskurs fort. Die Marktanteile der chinesischen Hersteller bleiben mit 2,7 Prozent für Geely (Volvo, Polestar) sowie jeweils 2,2 Prozent für SAIC Motor (Marke MG) und BYD zwar noch überschaubar. Im Jahresvergleich ergibt sich jedoch ein kräftiger Zuwachs.
Der US-Elektroautobauer Tesla erholte sich von seinem Absatzeinbruch im Vorjahr und erreichte von Januar bis Juni einen Marktanteil von 2,1 Prozent.