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Frage der Woche: Macht Autoverkaufen noch Spaß?

Mehr Verwalter als Verkäufer: Nur ein Drittel der AUTOHAUS Online-Leser hat noch Spaß an der Verkaufsarbeit.
© Foto: VWFSAG

Schlechte Bezahlung, hoher Verwaltungsaufwand, dreiste Kunden – der Druck auf Autoverkäufer wird immer größer. Zwei von drei AUTOHAUS Online-Lesern gehen derzeit ohne Begeisterung ihrer Arbeit nach.


Datum:
28.02.2011
25 Kommentare

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Schlechte Bezahlung, unverschämte Kunden, großer Verkaufsdruck, enormer Verwaltungsaufwand – die deutschen Autoverkäufer stehen tagtäglich vor einem Berg von Herausforderungen. Zuletzt erkannte eine Berater-Studie einen hohen Demotivationsgrad im Verkaufspersonal (wir berichteten). AUTOHAUS Online wollte deshalb in der vergangenen Woche von seinen Lesern wissen: Macht Autoverkaufen heutzutage noch Spaß?

Das Ergebnis ist eindeutig: 67 Prozent der Umfrage-Teilnehmer bereitet der Kfz-Vertrieb derzeit kein Vergnügen. Ein Drittel dagegen lässt sich ihre Arbeitslaune nicht verderben und ist nach wie vor mit Feuereifer dabei. Insgesamt wurden 2.825 Stimmen abgegeben. (AH)

Was denken Sie: Wo müssen Händler ansetzen, damit das Autoverkaufen für die eigene Mannschaft wieder attraktiver wird? Schreiben Sie uns einen Kommentar. Sie finden die Funktion wie gewohnt unter dem Artikel.

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KOMMENTARE


Reno Nickodemus

28.02.2011 - 17:13 Uhr

Ich denke, daß ich nicht nur für die Automobilbranche spreche. Den zahlenden Kunden muß wieder klar vor Augen geführt werden, das Qualität und Beratung nun mal Geld kosten. Werbeslogans wie "Diese Woche alles zum Einkaufspreis" stimmen mich nachdenklich und stehen für eine Pervertierung im Handel. Wer kann für null arbeiten? Ich kann nur hoffen, daß recht bald ein Umdenken einsetzt.


Martin Bach

28.02.2011 - 17:32 Uhr

Diese 67%, die keinen Spaß mehr am Auto verkaufen haben, sollten den Arbeitgeber oder vielleicht noch besser den Beruf wechseln. Ich bin zwar erst seit 21 Jahren in der Autobranche tätig, aber das Gejammer, dass früher alles besser war, konnte man damals schon von den "alten Hasen" hören. Sie schwärmten immer nur von den guten alten Zeiten, als Autos unter den Interessenten verteilt wurden und was sie für tolle Hechte waren (jeden Abend in der Kneipe zwei Autos auf dem Bierdeckel verkauft usw.) Aber seit Autos verkauft werden müssen, wird sehr viel gejammert in unserer Branche. Da muß man jetzt arbeiten, um Erfolg zu haben und Geld zu verdienen und eine 40-Stundenwoche gibt es im Vertrieb auch nicht. Das sollte man aber wissen, bevor man sich für den Beruf des Autoverkäufers entscheidet. Ich habe sehr gern mit Menschen und jeden Tag wechselnden Situationen und Autos zu tun. Vor allem aber glaube ich, dass es in Deutschland sehr viele Berufe gibt, in denen ich nicht arbeiten möchte. Letztendlich hat sich jeder seinen Beruf selber ausgesucht und in jedem Beruf wird es Tage geben, die nicht so toll gelaufen sind oder frustrierend sind. Insgesamt wird in Deutschland viel zu viel gejammert, statt sich ab und an bewußt zu machen, wie gut es uns in Relation zu den meisten Menschen dieser Welt geht. Auch Gejammer schafft Unzufriedenheit. Diese Unzufriedenheit kann jeder einzelne jeden Morgen selbst besiegen. Dann macht die Arbeit auch wieder Spaß und mit Spaß an der Arbeit stellt sich auch Erfolg ein.


jjk

28.02.2011 - 17:43 Uhr

Also mir macht meine Arbeit im Grundsatz viel Spass wir haben nette Kunden (ja es gibt Ausnahmen). Vielmehr ärger bereitet und unser Hersteller der uns oft das Geschäft schwer macht, da braucht der Wagen plötzlich zu lang oder ist so nicht mehr lieferbar und wenn sich der Kunde beschwert wird auf den Händler verwiesen auch wenn dieser eben nichts dafür kann. Ob verkaufen also Spass macht hängt von vielen Punkten ab.


Franco Francia

28.02.2011 - 18:37 Uhr

Muss der Verkäufer auch Bankberater, Versicherungsfachmann, An- und Abmeldedienst, Psychologe, Kinderbetreuer, Mechaniker und Kellner in einer Person sein? Nein! Wäre die Lösung, mich als Verkäufer/Verkäuferinnen konsequent von diesen "Aufgaben" zu befreien und mich um die 20% meiner Kunden zu kümmern, mit denen ich 80% meiner Umsätze tätige? Mit der Konsequenz, alle würden mehr verdienen und mehr Fahrzeuge leichter und besser verkaufen! Auch der Verkaufsleiter! Ich möchte an dieser Stelle ein Buch empfehlen, welches jeder in seinem Leben mindestens einmal gelesen haben sollte: Richard Koch, Das 80/20 Prinzip - Mehr Erfolg mit weniger Aufwand, Campus-Verlag


Engelbert Müller

28.02.2011 - 18:58 Uhr

Liebe Hersteller uns Importeure, diesen Schuh müßt Ihr Euch allesamt hauptsächlich anziehen - "böse Kunden" gibt es doch wirklich nicht viele - höchstens schlechte Verkäufer, die damit nicht umgehen können?! Verwaltungskram und CI hoch 10, ergänzt um Inkompetenzen beim Lieferanten machen die schlechte Laune! LG von einem erfolgreichen mitverkaufenden Chef


Horst Kuhlemann (AutohausScout)

28.02.2011 - 19:37 Uhr

An Verkäuferinnen und Verkäufer (auch jener Verkäufer,der sich leider unter Pseydonym Verkäufer zu Wort meldete, siehe Veröffentlichung der Studie über lustlose Verkäufer) Schön wäre es, wenn die Verkäufer der gewünschten Nettiquette nachkämen und sich mit vollem Namen äußern würden, denn dann könnten die Inhalte der Kommentare wirklich ernst genommen werden. Seit 1991 führe ich in unterschiedlichen Zeitabständen Testbesuche in Autohäusern durch und wundere mich mal mehr, mal weniger, dass die meisten Führungskräfte scheinbar gar nicht wünschen, aus der Anonymität heraus zu gehen. Meinem Wunsch, nach dem Besuch die detailierte Begegnungsanalyse mit dem jeweiligen Verkäufern zu besprechen und um daraus Empfehlugen ableiten zu können,werden mit den unterschiedlichen Vorwänden dankend (manchmal ohne Dank)abgelehnt. Gut, Gründe die Ergebnisse persönlich, soll heißen Verkäufer-Führungskraft-und ich der Besucher, zu präsentieren setzt einiges an Grundsätzlichem voraus! Ausnahmen gibt es, die gehören zu den Besten! Was im Einzelnen gemeint ist, fasse ich in aller Kürze zusammen, 1. Der Besucher (ich) habe selbst insgesamt 23 Verkäuferjahre auf dem Tacho 2. Die Führungsebene muss an ehrlichen, praxisbezogenen Auswertungen höchstes Interesse haben 3. Den Mut aufbringen, an möglichen Verhaltensänderungen des Verkäufers sich anschließend entscheidend einzubringen. Und das alles und noch mehr mit offenem Visier - ohne "esoterischem" Bla-Bla. (horstkuhlemann@aol.com) Wenn die Verkäufer das machen k ö n n e n, was sie s o l l e n - dann können auch die Führungskräfte machen was sie w o l l e n, nämlich motivierend kontrollieren, oder können/wollen sie das nicht? Verkaufen ist immer noch spannend! Freundliche Grüße aus dem Rhein Main Gebiet Horst Kuhlemann (AutohausScout)


Hans-Jürgen Perslinger

28.02.2011 - 21:47 Uhr

Neben dem zuvor beschriebenen Ärger mit den Herstellern und den stellenweise "bösen" Kunden, stellt sich aber auch die Frage, in wiefern der Verdienst heutzutage den Erwartungen an den Automobilverkäufer angepasst ist (Seelentröster, Finanzberater, Versicherungsvertreter, Modell-/Ausstattungsberater, Leasingrücknahmebeauftrager, Außendienstverantwortlicher, Wochenenddienstler (Messe), etc.) Dies ließe sich noch lange fortsetzen. Gerne können wir das hier ja mal diskutieren und in Erfahrung bringen, ob alle so superzufrieden sind, wie der Vorredner, Herr MB. Das man viel und lange arbeiten muss ist wohl allen Automobilverkäufern klar. Dass man Samstags mitunter ran muss und dass man von einer 40-Stunden-Woche nur träumen kann, wohl auch. Aber dass man dafür (trotz 100 verkaufter Einheiten im Premium-Segment) nicht einmal 3.000 EUR brutto bekommen soll, ist doch ein schlechter Scherz, oder? Leider ist das kein Einzelfall in der Branche, sondern gezielte Ausbeutung. Nicht umsonst kommt man auch hier im "AUTOHAUS" zu dem Fazit nach einer entsprechenden Erhebung: "Zwei Drittel der Autverkäufer machen lustlosen Job". Warum wohl? Bestimmt nicht, weil's alle "Penner" sind... Hier passen mittlerweile "Wunsch" und "Wirklichkeit" bei der Entlohnung leider nicht mehr zusammen. Vielleicht werden Hersteller und Händler in dieser Beziehung bald mal wach.


E.S.

01.03.2011 - 07:59 Uhr

Die Hersteller, Autohausbesitzer und letztendlich der Kunde sollten die Verkäufer mehr wertschätzen... Der Verkäufer ist mit Sicherheit kein Sklave und seine Leistung sollte auch entsprechend honoriert werden egal ob monitär oder durch Wertschätzung.


Thomas

01.03.2011 - 08:46 Uhr

Die Frage, was der Händler für den Autoverkauf tun kann ist doch eher falsch. Was kann ich als Händler an der von den Medien eingetrichterten Rabattmentalität der Kunden ändern? Auch die Werbe- und Rabattstrategien der Hersteller kann ich nicht beeinflussen. Mir ist es in meinem Betrieb sehr wichtig, daß ich mit gutem Beispiel vorangehe und versuche jeden Tag neu motiviert zu beginnen und Kunden und Mitarbeitern gegenüber immer freundlich und gut gelaunt bin. Ich denke eine positive Grundhaltung kann sich so auch übertragen.


Ro.Schultz

01.03.2011 - 08:52 Uhr

Ich kann viele meiner Kolleginnen und Kollegen nicht verstehen. Seit 21 Jahren verkaufe ich Opel Fahrzeuge. Und unser Hersteller hat es uns nicht immer leicht gemacht. Ich habe Spaß und Freude an meiner Arbeit, mache es wirklich gern, meine Kunden kommen gern wieder und das Einkommen variiert natürlich. Aber dafür bin ich Kaufmann und nicht BEamter.


Maik Malmer

01.03.2011 - 10:53 Uhr

Tja, was soll man dazu sagen. Im Grunde stimmt es, Spaß ist etwas anderes. Die Fahrzeuge werden mit hohen Nachlässen verkauft, die Kunden möchten eine Neuwagenberatung zum Jahreswagenpreis (das kann man allerdings niemandem übel nehmen), Großhädler prügeln nur noch Stückzahlen für den Boni und die paar "wir konfigurieren und begeistern uns für das neue Auto Kunden" sind ziemlich rar. Eigentlich ist es eher ein Akquirieren, am Ball bleiben, Angebote schreiben, Bestellungen aufnehmen. In Summe also schon Autos verkaufen, das sich das nicht immer wie die Lebensaufgabe anfühlt ist doch normal, oder ??? Ich denke nicht, dass ich im Jahr 200 Fahrzeuge auf gleichem persönlichem Qualitätsstandard veräußere. Eher ist es mal das schnelle, mal das zähe, das nette, das harte, das bekloppte, das schlechte, das gute Geschäft. Ein stetig auf und ab. Verkauf eben, oder ?


Michael Schulz

01.03.2011 - 12:37 Uhr

Das Thema in einigen Sätzen abzuhandeln, ist unmöglich. Dennoch muss ich sagen, dass ich der Überzeugung bin, dass viele mit falschen Erwartungen den Job des Verkaufsberaters ergriffen haben. Desweiteren fehlt aber oft die Führung, das Coaching der Vertriebsleiter. Weiterhin denke ich, dass das Provisionsmodell, das sich hartnäckig in den Unternehmen hält, überholt ist. Anreize, Boni müssen und sollen sein und zwar auf allen Ebenen. Ein Verkaufsberater sollte aber nicht jeden Tag Angst, um sein Einkommen haben müssen. Ein guter Verkaufsberater erwirtschaftet auch ein normales Gehalt. Ein schlechter Verkaufsberater muss mit oder ohne Provisionssystem schnell freigesetzt werden. Damit könnte der Grundstein für loyalere Verkäufer gelegt werden. Die Fluktuation ist doch ein Kernproblem des Vertriebs, nicht nur weil die Einarbeitungskosten, etc. hoch sind, sondern vielmehr weil keine Kundenbindung, keine persönliche Beziehung mehr aufgebaut werden kann. Ein Kunde ohne persönliche Bindung, ist ein Kunde, dem die Belange eine Autohauses völlig egal sind. Also ein Kunde über den wir uns zur Zeit beklagen. Wir haben ihn so erzogen.


Andreas

01.03.2011 - 12:54 Uhr

Die Hersteller und Importeure sollten mal vor der nächsten Lohnerhöhung für die Arbeiter am Band nachdenken, ob Sie dieses Geld nicht besser "Ihrem" Verkaufs- und Werkstattpersonal, den Leute die jeden Tag für Ihre Marke einstehen und meist einen 50-60 Stunden Job leisten als Motivations-Prämie auszahlen, und nicht dem unmotivierten über den eigenen Arbeitgeber schimpfenden, überbezahlten, keine Verantwortung tragenden, am liebsten nur 30 Stunden Fließbandarbeiter mit ihren starken Gewerkschaften bezahlen


R.Weiß

01.03.2011 - 14:09 Uhr

Hallo liebe Kommentatoren und sonstige Mitleser, viele Grüße übrigens, Herr Kuhlemann, aus Chemnitz. also, ich muss mich nun doch auch mal zum Thema äußern. Das diese hohe Unzufriedenheit vorherrscht, verwundert nicht wirklich. Es ist hier schon teilweise recht deutlich gesagt worden. Die Wertschätzung für den Verkäufer ist zum großen Teil nicht mehr da. Nicht nur monetär. Aber das ist eines der Hauptprobleme. Wenn man sich gerade die privaten Autohäuser (und dann noch im Osten) so anschaut. Es geht einfach nicht mehr, dass man mit 500 Euro Brutto als Fixum abgespeist wird bei einem großen deutschen Premium(!)hersteller. Und dann sind die restlichen Provisionen an die Nachlässe gekoppelt ohne Berücksichtigung der aktuellen Marktlage. Die Zeiten, wo auch bei Premium ohne Nachlass verkauft wurde, sind lange vorbei, also auch die Provisionen im Keller. Durch Stückzahlen lässt sich das nicht mehr ausgleichen. Ich denke, man sollte als erstes mal eine vernünftige soziale Absicherung einplanen, damit man nicht Angst haben muss, ob man die nächste Miete zahlen kann oder nicht. Das ist einfach nicht mehr zeitgemäß... Dann ist auch die Motivation besser. Viele Grüße R.Weiß


Paul.Meier

01.03.2011 - 14:33 Uhr

" Wer mit Nüssen bezahlt wird von Affen umgeben " Verkäufer bleiben im Ansehen, Bezahlung und Aufwand an letzter Stelle des Automobilen Kreißlaufs. Gerade die, die am nähesten am Kunden stehen, werden von allen Seiten geprügelt.Auseinandersetzung mit Vorgesetzten,Service Kollegen, Dispo, Aufbereiter und Hersteller Banken, führen zu Überlastungen und Frust.Das alles für ein Mini Fixum von durchschnittlich 800,-€. Der Rest muss verdient werden. Das ist doch die Realität im Verkauf. Sie reden vom Spaß !!!


Oliver Seidler

01.03.2011 - 14:45 Uhr

Heutzutage kann man die meisten Menschen nur noch mit Geld richtig motivieren, den Verkäufer sicherlich auch. Ich bin der Meinnung, die Autohäuser sollten dem Verkäufer/innen angemessenen Festgehälter zahlen oder zumindest anbieten. Das nimmt schon mal den Verkaufsdruck und bringt ein Gefühl der finanziellen Sicherheit mit sich. Dann kann man sich auch wieder auf die Freundlichkeit und den Spaß am Job konzentrieren. Denn in erster Linie ist nicht der Verkäufer dafür verantwortlich ob Kunden in´s Autohaus kommen oder nicht. Wenn aber kein Kunde kommt, wird die Zeit, die der Verkäufer aber zur Verfügung steht, nicht angemessen bezahlt. Und das finde ich muss sich ändern. Wenn ich ein öffentliches Klo betreibe und Personal brauche, was da sitzen muss und auch sauber machen muss, dann muss ich das Personal (die Klofrau/mann) auch bezahlen wenn keiner zum kleinen oder großen Geschäft kommt. Die kann ich auch nicht ohne Bezahlung nach Hause schicken und sagen "na heute kam ja keiner, da hatten Sie ja auch nichts zu tun." Und die Zeiten in denen die Verkäufer sich dumm und dähmlich verdient haben, sind spätestens seit der Einführung des Internet vorbei. Jeder Kunde informiert sich über den Preis und das Fahrzeug im Internet, und am Tisch des Verkäufers geht es nur noch darum ob er es billiger als der andere machen kann. Das hat für mich nichts mehr mit Verkaufskunst zu tun. Vielen Dank


Volger Hoß

01.03.2011 - 20:33 Uhr

Liebe Herren Vorstände,Geschäftsführer,Verkaufsleiter, ich bin seit 35 Jahren für den Premiumhersteller tätig und frage mich ob Sie alle das weltpolitische Geschehen mitverfolgen? Was werden Sie alle nur tun,wenn der Tag kommt wo Ihre Verkäuferinnen und Verkäufer die zum großen Teil Ihre Einkommen erwirtschaften, organisiert sind und einfach dieses Spiel nicht mehr mitspielen? Wenn die Verkäuer streiken und kein Geld mehr in die Kasse kommt,kein Auto mehr den Hof verläßt. Alle Reklamationsgespräche,alle Kundenunzufriedenheit landet dann ganz einfach bei Ihnen. Werden Sie dann aufwachen und umdenken,wenn es zu spät ist? Weiter so und dieser Tag rückt jeden Tag näher!


T. Meier

02.03.2011 - 09:15 Uhr

Richtig erkannt. Es geht oft nur noch um den Preis. Dies kann man nur verhindern, indem man über seine Persönlichkeit verkauft, den Service bietet und somit den Preis in den Hintergrund rücken lässt. Wenn man sich die erfolgreichen Verkäufer ansieht, erkennt man, dass es die Persönlichkeit ist, die den Erfolg ausmacht. Wenn man die nicht hat, wird es schwierig, neben den anderen 20 Anbietern mit dem besten Preis das geschäft zu tätigen.


R.Braun

02.03.2011 - 14:56 Uhr

Die Wertschätzung von Seiten des Herstellers fehlt leider gänzlich. Immer höhere Standards hinsichtlich Einstellungsprozedere, Fortbildung und Qualität der Kundenbetreuung steht einer Null zum Thema Entlohnung gegenüber. Hier wird sich komplett aus der Verantwortung gezogen. 50-60h Wochen sind leider eher die regel als die Ausnahme, jeder Bandarbeiter mit Hauptschulabschluß würde hier auf der Stelle in den Streik treten. Denn seine höchstens 35h Woche wird, jedenfalls bei VW, weit über einem Normalverdienst, bezahlt. Und jede einzelne Überstunde natürlich zusätzlich! Dazu kommen Erfolgsbeteiligung, Urlaubs- und Weihnachtsgeld und ein günstiges Mitarbeiter Leasing Modell. All das bekommt ein Verkäufer nicht, dafür jedoch sofort eine Rüge, wenn er keine 100% Kundenzufriedenheit hat! Das kann es nicht sein, hier ist der Hersteller gefragt. Aber leider ist es ihm egal, eine starke Gewerkschaft, die für Verkäuferinteressen da ist, hat er nicht und irgendjemand wird die Autos schon verkaufen..... traurig, aber Realität.


Projektleitung ICH

02.03.2011 - 15:29 Uhr

Ich habe vor kurzem gekündigt. Es mußte einfach Schluss sein mit: - nicht bezahlte Stunden über 40h die Woche - keine Entlohnung von Kundenzufriedenheit > 90% - kein Erfolgsboni / oder Beteiligung - Fixum 400,-EUR + 15% Bruttoertrag - Verkaufsziele über Marktanteil - Ärger mit Lieferzeiten - Preisverhandlungen um 5,-EUR - Gebrauchtwageninzahlungnahmen ohne techn. Abzug - Samstag / Sonntag "Eventshow" - 50,-EUR Bruttoprovision für Aktionsfahrzeuge - 4x Mystery Shopping pro Jahr - Dienstwagen aus "Rumsteh-pool" - unbezahltem Urlaub - 24 Tage Urlaub p.a. (wovon man eh nur 15 nimmt) - veraltete Büroausstattung - administrativer Aufwand 40% der Arbeitszeit - Reporting bis zu "Kunde trinkt Kaffee am liebsten schwarz" - Superduper Coaching mit Schacka für das neue Modell - auf die Fresse für "Langsteher ohne Ertrag verkauft" - keine finanzielle Absicherung für "harte" Zeiten - Mitmachen bei kaufmännischem Harakiri für Zulassungszahlen und insbesondere: - KEINE Perspektive für die Zukunft im eigenen Unternehmen.


Arno Nymus

03.03.2011 - 10:15 Uhr

Schön, zu den wenigen zu gehören, die noch Spaß an dem Job haben. Das war bei mir schon mal anders und ging (bei einem Händler für englische Luxus-Offroader) bei mir so weit, dass mir mein Arzt aufgrund eines akuten Nervenzusammenbruchs und eines ausgewachsenen Burnout's verboten hat, den Betrieb nochmal zu betreten! 60-Stunden-Woche, Druck ohne Gleichen (und ich HABE durchaus Vergleichsbetriebe erlebt!), dazu selbstherrliche "Kollegen", die zwar hierarchisch nichts zu sagen hatten, es aber trotzdem gemacht haben (als Kompensation der eigenen Unzulänglichkeiten), Mobbing, dennoch recht ansehnliche Erfolge in einem sehr schwierigen Markt, dafür "belohnt" mit immerhin durchschnittlich 2300 Euro brutto im Monat. Den Vogel abgeschossen hat dann die Seniorchefin, die mir so "mal eben" samstags vormittags den Dienstwagen entzogen hat, weil ihr die Kilometer zu viel wurden, die ich (morgens hin, abends zurück, jeweils 10 km) damit fahren durfte. Heute geht's mir wieder besser, ich arbeite in einem angenehmen Umfeld, die Chefs sind selbst im Verkauf aktiv und wissen, was am Markt geht und was nicht, die Marke (deutsches Volumenfabrikat) macht die Überzeugung des Mitarbeiters vom Produkt leicht... die "üblichen Probleme" haben wir dennoch, können aber damit leben, und das VERKAUFEN macht mir tatsächlich wieder Spaß! Mein Rat an die 67 % der Kollegen, die keinen Spaß mehr daran haben: Sucht euch was anderes! Einen anderen Arbeitgeber, einen anderen Job, eine andere Branche, einen anderen Beruf! Es geht um eure Gesundheit! Ich weiß, wovon ich rede.


Thilo Thielmann

03.03.2011 - 14:51 Uhr

Wenn man die Praxiskommentare liest, erkennt auch der Laie, dass die "Herstellerpolitik des Hereindrückens der Produktion in den Markt um jeden Preis", falsch und in reifen Märkten wie Deutschland am Ende ist! Zu Lasten von Menschen werden: Verkäuferzeit und Geld, Händlerzeit und Geld, Neuwagenwerte, Inzahlungnahmepreise, Werkstattauslastungen, Steuerzahlerzeit und Geld, Kundenzeit und Geld verschwendet, um ein erdrückendes Überangebot, welches der Markt überhaupt nicht braucht, zu verteilen. Die sofortige Reaktion sind permanenter Margendruck und damit vermeintliche Erhöhung der Verkaufsmengen, schwachsinnigerweise zu immer tieferen Preisen mit den oben beschriebenen Lasten.


Christian Striesenow

08.03.2011 - 16:29 Uhr

Ich darf kurz Albert Einstein zitieren - "Die Definition speziell in unserer Branche von Wahnsinn ist: Immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten." Wir kämpfen jeden Tag, jeden Monat, jedes Jahr um Jahr um die Marktführerschaft weiter auszubauen. Zahlen und Statisken von Wettbewerber werden verglichen um doch mit allen Mitteln und sei es mit Tageszulassungen am Jahresende mit gekrönten Häupter besser da zu stehen als die Anderen. Wir verbessern die Technologien, verbessern die Verkauftechniken und schrauben an den Kundenzufriedenheitsanalysen. Meine Frage, die ich mir jeden Tag als Verkaufsleiter selbst stelle:" Wo bleiben die Menschen die als dies ja auch umsetzen sollen ? " Da ich auch bereits einige Jahre auf meinem Buckel habe, fehlt kränkelt es in unserer Branche zwischenmenschlich. Wann beginnen wir wieder uns mit aufrichtiger und erhrlicher Kommunikation zu begegnen ? Werschätzung ,Respekt und vor allem Kultur da hier auch nicht fehlen. Weiters muß endlich wieder eine gute Bezahlung her für die wichtigsten Leistungsträger namens Verkäufer. So lange die Gewinnmaximierung für die Ausschüttung der Aktien-Dividenden das wichtigste für die Inhaber sind, wird sich die Schraube der Personalentwicklung nach unten drehen. Das Personal ist "das Wichtigste" in einem Unternehmen. Nur wer ein gutes Betriebsklima hat und zufriedene Mitarbeiter beschäftigt, hat auch eine gute Kundenzufriedenheit. Somit konnten wir uns all das Geld für sinnlose Statistiken sparen und allen an der Front stehenden Wertschöpfer zu Gute kommen lassen. Erfolg und Zufriedenheit kommt nicht von "Außen" sondern von "Innen"!


UNGER Herbert

16.11.2011 - 11:46 Uhr

Die Antwort ist ganz einfach:Jeder ist für sich selbst verantwortlich!!!PATENTREZEPT gibt es keines. Mein Rezept im Telegrammstil:POSITIV POSITIV POSITIV (DENKEN). Beispiel:KUNDE SPRINGT AB. Reaktion:Es war ein Übungsgespräch.Sich fragen:Was habe ich falsch gemacht?Und nicht:WIESO ist der abgesprungen.FRAGE:Was könnte ich besser machen?UND DANN:WENN DER VERKÄUFER IN SICH RUHT,TROTZDEM AKTIV IST U N D D E M KUNDEN EIN POSITIVE LEBENSGEFÜHL VERMITTELT,NEGATIVARGUMENTE DES KUNDEN IN POSITIVE VERWANDELT.Dann,ja dann hat er zwar noch nicht gewonnen, ABER ES IST"die halbe Miete". LIEBE GRÜSSE AUS WIEN/Österreich


Toto Gothard

25.02.2012 - 19:03 Uhr

Macht Autoverkaufen heutzutage noch Spaß? Mir ist der Spaß schon lange vergangen.Als Autoverkäufer ist man dem Preiskampf gnadenlos ausgeliefert.Die Hersteller verlangen irgendwelche unwichtige Seminare,die auch noch teures Geld kosten.Wenn jetzt allerdings geglaubt wird,daß nun der Verkauf nur so brummt,der sieht sich getäuscht.Wenn der Verkäufer nicht die Preis mithalten kann,dann ist er der Dumme,bekommt Druck vom Chef,vom Hertseller und der Herstellerbank.Einige wenige Kunden haben wenigstens den Anstand,sich für die gute Beratung zu bedanken,auch wenn sie woanders gekauft haben.Ein weiterse Problem ist der GW Ankauf,da es auch hier große Unterschiede gibt.Wenn es nicht gelingt,den Internetverkauf zu stoppen,oder die Hersteller rüsten die Händler mit genügend Margen aus,dann werden wir in Zukunft keine Autohäuser mehr haben.Denn die Kunden,die gute Beratung honorieren,indem sie dort kaufen,auch wenn es etwas teuer ist,sterben aus.Heutzutage ist es an der Tagesordnung:Probefahrt,Beratung beim Händler bzw. Verkäufer vor Ort und Kauf im Internet. Für mich bedeutet diese Entwicklung,daß ich aus dem Beruf aussteigen werde.


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