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Hohe Spritpreise: ADAC fordert mehr Eigeninitiative

Die Autofahrer könnten laut ADAC den Preiswettbewerb viel stärker zu ihren Gunsten beeinflussen.
© Foto: Fotolia/babimu

Die Autofahrer könnten laut ADAC den Wettbewerb an der Zapfsäule viel stärker zu ihren Gunsten beeinflussen. Einer Studie zufolge vergleichen 41 Prozent die Benzinpreise nie oder nur selten.


Datum:
16.05.2012
1 Kommentare

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Die Autofahrer könnten den Preiswettbewerb an der Zapfsäule noch viel stärker zu ihren Gunsten beeinflussen. Laut einer Studie zum Kraftstoffmarkt des Düsseldorfer Instituts für Wettbewerbsökonomie im Auftrag des ADAC vergleichen 41 Prozent der Autofahrer nie oder nur selten die Kraftstoffpreise vor dem Tanken. Rund 43 Prozent tanken erst dann, wenn der Tank leer ist, und 40 Prozent steuern sogar immer dieselbe Tankstelle an.

"Die Preise steigen und sinken mehrfach am Tag um bis zu zehn Cent. Wer clever tankt, kann so pro Tankfüllung einige Euro einsparen und gleichzeitig Druck auf die teuren Tankstellen ausüben", sagte ADAC-Präsident Peter Meyer, denn: "Wenn mehr Autofahrer stets bei günstigen Gelegenheiten tanken oder häufiger freie Tankstellen anfahren, würde das den Wettbewerb stärker ankurbeln."

Damit sich die Autofahrer laufend über aktuelle Preisbewegungen an den Tankstellen informieren können, fordert der Club den gezielten Ausbau der Online-Preisinformationssysteme. "Auch die von der Bundesregierung beschlossene Markttransparenzstelle sollte in erster Linie dem Zweck dienen, den Autofahrer über die Preise in seiner Umgebung zu informieren. Wenn dies zudem die Position des Kartellamtes bei der Verfolgung von Wettbewerbsmissbräuchen stärkt, dann ist das zu begrüßen", so Meyer.

Preisregulierung kontraproduktiv

Preisregulierungs-Modelle wie in Österreich oder Australien lehnt der ADAC ab, da diese zwar die Preisbewegungen reduzierten, nicht aber das Preisniveau. Vielmehr bestehe die Gefahr von Steigerungen. Das Bundeskartellamt solle lieber verschärft gegen die Behinderungen freier Kraftstoffanbieter durch die großen Markenanbieter auf den Raffineriemärkten vorgehen. Meyer: "Wie sonst sollen die Freien ihrer Rolle auf dem Kraftstoffmarkt gerecht werden und den Autofahrern Kraftstoff zu niedrigeren Preisen anbieten."

Unterdessen können sich die Autofahrer weiter über sinkende Spritpreise freuen. Vor Christi Himmelfahrt kostete ein Liter Super E10 an den Tankstellen durchschnittlich 1,585 Euro und damit zwei Cent weniger als eine Woche zuvor. Diesel wurde 2,3 Cent billiger und kostete im Schnitt 1,442 Euro, wie der ADAC mitteilte. Damit gehen die Spritpreise bereits in der vierten Woche in Folge zurück. In den Wochen vor Ostern hatte ein Liter Super an vielen Tankstellen ein Rekordhoch von 1,70 Euro erreicht (wir berichteten). (se/dpa)

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KOMMENTARE


So und So

21.05.2012 - 14:52 Uhr

Wer hat heute den noch Zeit zu schauen wo und wann der Literpreis am günstigsten ist und nimmt auch noch evtl. einen Umweg dafür in Kauf..Kraftstoff ist doch dafür da um von A nach B zu kommen..der Preis muss festgelegt werden..damit wir uns keine Gedanken mehr darüber machen müssen


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