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KBA: Neuzulassungen nah an Drei-Millionen-Schwelle

So viele Kunden wie lange nicht mehr strömten im bisherigen Jahresverlauf in die Autohäuser.

Drei Monate vor Jahresfrist hat der Automarkt dank "Prämien-Turbo" bereits fast das Zulassungsergebnis 2008 erreicht. Größte Gewinner in der KBA-Zwischenbilanz sind ausländische Kleinwagen-Produzenten. Auch das Abschneiden von Ford, VW und Opel kann sich sehen lassen.


Datum:
05.10.2009
1 Kommentare

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Die Zahl der Pkw-Neuzulassungen hat dank der Abwrackprämie in diesem Jahr schon nach neun Monaten fast die Drei-Millionen-Schwelle erreicht. Wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Montag in Flensburg mitteilte, kamen zwischen Januar und September 2,99 Millionen fabrikneue Autos in den Verkehr – fast so viele wie im gesamten Jahr davor. Die Steigerung betrage 26,1 Prozent. Der Anteil an privaten Käufern habe in den ersten drei Quartalen bei 62 Prozent gelegen, hieß es. Das KBA bestätigte Meldungen der Herstellerverbände VDA und VDIK vom Freitag, dass die Umweltprämie den Neuwagenmarkt auch im September noch auf Touren gehalten hatte. Der Behörde zufolge wurden im vergangenen Monat 316.166 neue Pkw angemeldet. Das entspricht einem Plus von 21 Prozent. Die freien Kfz-Händler hatten aber bereits über große Absatzprobleme kurz nach Auslaufen der Förderung geklagt (wir berichteten). Wegen des Trends zu kleineren Fahrzeugen legten in den ersten neun Monaten vor allem ausländische Automarken zu. Die höchsten Zuwachsraten verbuchten den Statistikern zufolge Lada (plus 140 Prozent), Hyundai (plus 118 Prozent) und Fiat (plus 97 Prozent) für sich. Doch auch die deutsche Volumentroika Ford (plus 39,2 Prozent), VW (plus 34 Prozent) und Opel (plus 32,4 Prozent) steigerte ihren Absatz über Marktwachstum. Größter Verlierer im bisherigen Jahresverlauf war der Premium-Bereich und insbesondere Mercedes mit einem Minus von 17 Prozent. Die Porsche-Zulassungen in Deutschland gingen um zehn Prozent zurück. In etwa der gleichen Größenordnung bewegte sich der Schwund bei BMW. Auch Audi lag mit minus 4,3 Prozent in der Verlustzone. Die schwärzesten Zwischenbilanzen wiesen Saab (minus 64,8 Prozent), General Motors (minus 57,9 Prozent)und Chrysler (minus 47,3 Prozent) aus. GW-Markt im Rückwärtsgang Die Zulassungen von gebrauchten Pkw sanken nach Abschluss des dritten Quartals um 1,6 Prozent auf knapp 4,6 Millionen. Im September zählte das KBA 478.924 Halterwechsel. Das waren 5,9 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. (rp) Weitere Details sind unten in der Downloadbox abrufbar.

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KOMMENTARE


E.Kühlwetter (wallibelli)

06.10.2009 - 13:14 Uhr

Gestern abend blieb ich bei der Lektüre der aktuellen AUTOHAUS NR.18 an der Grafik auf Seite 42 "Marktanteile 1-8/2009 nach Segmenten" hängen. Wenn man aus dieser Grafik die Veränderungen von 2008 nach 2009 berechnet,läuft einem der Schauer über den Rücken. Deutschland entwickelt sich im Abwrackprämienjahr zu einem Land der Klein-und Kleinstwagenfahrer. Im Zulassungs-Plus vs.2008 beim Marktanteil(MA)liegen nur noch folgende Segmente: KLEINSTWAGEN: 11.51% MA mit 62,6% plus KLEINWAGEN: 23,51% MA mit 53,0% plus HOCHDACH-PKW-KOMBIS: 0,35% MA mit 34,6% plus KOMPAKTE SUV: 0,62% mit 17,7% plus Sogar die KOMPAKTKLASSE weist mit 24,32% MA einen leichten Verlust von 1% MA auf. Erschreckend hoch sind die MA-Verluste bei den übrigen klassischen Volumensegmenten: MITTELKLASSE: ./. 28,4% OBERE MITTELKLASSE: ./. 33,5% OBERKLASSE: ./. 34,2% Bislang noch stabile und wachsende Nischensegmente kommen dieses Jahr gehörig unter die Räder. GROßE GELÄNDEWAGEN SUV: ./. 40,0% KOMPAKTVANS: ./. 23,3% VANS: ./. 35,3% SPORTWAGEN: ./. 20,0% LUXUSSPORTWAGEN ./. 50,0% Auch unter dem Aspekt von ca. 21% weniger Gewerbezulassungen,fallen die Verluste der mehrheitlich gewerblich zugelassenen Fahrzeugsegmente überproportional hoch aus. Die Folgen der drastischen Marktanteilsverschiebungen haben sich unmittelbar in den Restwerten der Verliererbestände niedergeschlagen. Deutschlands Privat-und Gewerbekäufer betreiben in ihren Neuwagen-Kaufentscheidungen auf breiter Basis ein kaum vorstellbares Downzising. Der Handel kann zumindest teilweise aufatmen. Trifft es doch primär die Hersteller direkt, deren Niederlassungen und Banken. Für sie heißt es nun, hierzulande mit kleineren Autos bei längeren Haltezeiten Geld zu verdienen. Kein Wunder, dass sie ihr Heil in einer Exportbelebung suchen.


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