E-Auto-Förderung: Markt unter Spannung
Die E-Auto-Förderung wirkt nicht isoliert, sondern beschleunigt bestehende Marktdynamiken. Der Anpassungsdruck zeigt sich bei sehr jungen Fahrzeugen, Preisen und Restwertprognosen - mit Rückwirkungen auf Leasing, Kalkulationen und Handelsspannen.
Mit dem Inkrafttreten der neuen E-Auto-Förderung zum Januar 2026 wird eine Entwicklung sichtbar, die sich bereits im Laufe des Jahres 2025 angekündigt hatte. Aus analytischer Sicht war zu erwarten, dass staatliche Eingriffe in den Neuwagenpreisanker nicht isoliert wirken, sondern entlang der gesamten Wertschöpfungskette - vom Neuwagen über junge Gebrauchte bis hin zu Restwertprognosen. Besonders sensibel reagieren dabei sehr junge Gebrauchtfahrzeuge (0-2 Jahre). Sie stehen in direkter Substitution zu geförderten Neuwagen und sind damit der erste Bereich, in dem sich Marktverschiebungen materialisieren.
Junge BEV geraten unter Druck
Im Januar 2025 lag der durchschnittliche Angebotspreis junger batterieelektrischer Fahrzeuge (Zulassungskohorten 2024/2025 als Proxy für 0-2 Jahre) bei 51.366 Euro. Bis Januar 2026 sank dieser Wert um 11,0 Prozent auf 45.727 Euro (siehe Abb. 1). Verbrenner…
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