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Max Moritz: Wellergruppe verkauft Betrieb in Reutlingen

Burkhard Weller: "Intrabrand-Wettbewerb eindämmen"
© Foto: Wellergruppe

Die Bhg Autohandelsgesellschaft übernimmt zum 1. Juli den Max-Moritz-Standort in Reutlingenden. Alle 99 Mitarbeiter werden weiter beschäftigt. Weller will sich auf Norddeutschland konzentrieren.


Datum:
16.06.2011
10 Kommentare

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Die Wellergruppe verkauft zum 1. Juli 2011 ihren Max-Moritz-Standort in Reutlingen. Wie das Handelsunternehmen am Donnerstag mitteilte, übernimmt die Bhg Autohandelsgesellschaft mit Sitz in Horb den VW- und Skoda-Betrieb. Laut Mitteilung werden alle 99 Mitarbeiter weiter beschäftigt.

"Die Entscheidung über den Verkauf unseres Max-Moritz-Standortes in Reutlingen haben wir in enger Abstimmung mit der Netzentwicklung des Volkswagen-Konzerns gefällt, um den Intrabrand-Wettbewerb weiter einzudämmen", sagte Burkhard Weller, geschäftsführender Gesellschafter der Wellergruppe. Mit der Marke Max Moritz wolle man sich – wie bereits mit der Übernahme der vier Standorte in Ostfriesland gezeigt – in der Nordhälfte Deutschlands ausbreiten.

"Dennoch haben wir in Reutlingen gut Fuß gefasst und übergeben ein sehr profitables Autohaus mit langjährigen und guten Mitarbeitern", so der Firmenchef. "Die Entscheidung folgt der Vernunft, der Bauch hätte gesagt: Behalten." Weller will den Verkauf auch als "Zeichen für die Branche" verstanden wissen: "Wenn sich Handel und Hersteller einig sind, kann der Intrabrand-Wettbewerb eingedämmt werden." Man wolle den eingeschlagenen Wachstumskurs fortführen und rüste sich für nächste Übernahmen, so Weller. So soll das Engagement mit den Marken des Volkswagen- und BMW-Konzerns weiter ausgebaut werden. 2011 will die Handelsgruppe eine Milliarde Euro Umsatz bei 50.000 verkauften Neu- und Gebrauchtwagen umsetzen.

Die Wellergruppe ist eine der größten Automobilhandelsgruppen in Deutschland und betreibt 31 Autohäuser der Marken Toyota/Lexus (Auto Weller), BMW/Mini (B&K) und VW/Audi/Skoda (Max Moritz). Die Bhg Autohandelsgesellschaft ist im Süden Deutschlands mit den Marken des Volkswagen-Konzerns aktiv. (se)

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KOMMENTARE


Manuel

16.06.2011 - 21:47 Uhr

Was Herr Wellershoff alles, ganz selbstlos, für die Hersteller so alles tut. ...Profitable Unternehmen müssen halt manchmal im Interesse des Herstellers verkauft werden. Glaubt er wirklich dran?


Michael Ammer

17.06.2011 - 04:17 Uhr

Wie immer bei Weller's Berichterstattung, der eigentliche Grund wird nicht genannt: Der Betrieb in Reutlingen konnte nicht profitabel betrieben werden und wird daher verkauft. Dies kommt in der Berichterstattung leider viel zu kurz!


Hans von Ohain

17.06.2011 - 10:44 Uhr

@Manuel Erstens ist es nicht Herr Wellershoff, sondern Herr Weller. Zweitens steht nirgends etwas von Selbstlosigkeit. Das Vorgehen zeigt doch, dass die Wellergruppe strategisch handelt. Das ist allemal besser, als es viele andere Autohäuser machen, die sich allein darauf verlassen, was ihnen von Dritten aufgezwungen wird. @Michael Ammer Sie unterstellen, dass in Sachen Weller "immer" einseitig zu seinen Gunsten berichtet wird. Außerdem behaupten Sie zu wissen, dass Max Moritz in Reutlingen defizitär arbeitet und aus genau diesem Grund verkauft wird. Sie erwecken hier also den Anschein, die Interna zu kennen. Wenn dem so ist, sollten Sie Fakten sprechen lassen, als nur beleglose Behauptungen aufzustellen. Ich betone, dass ich ich nicht bei Weller arbeite und ihn selbst nicht persönlich kenne. Ich denke aber, wir sollten in solchen Foren bei Meinungsäußerungen bleiben und nicht Dinge behaupten, die unbelegt sind (und wahrscheinlich auch bleiben).


Robert MÜller

17.06.2011 - 10:47 Uhr

Siehe Bundesanzeiger. Die Weller-Zahlen sprechen für sich. Ich glaube nicht, dass er ohne Grund einen Betrieb verkauft.


K. Wempe

17.06.2011 - 10:50 Uhr

@ M. Ammer: "nicht profitabel betrieben werden" heißt wahrscheinlich, dass der Betrieb zu wenig verdient hat. Mit den Erträgen schlechter Betriebe einer Gruppe wären Familienbetriebe wahrlich froh. Nachden Gruppen wie Schmidt + Koch oder Dello (Aldi Nord) sich hier im Norden gegenseitig die Köpfe einhauen, hat uns der Herr Weller gerade noch gefehlt. Da die Großen auf Augenhöhe mit den Konzernen kommunizieren, sind das gern gesehene Kunden in der Industrie, schon wegen der Stückzahlen. Wir kleinen Händler können sehen wo wir bleiben. Oder werden einfach rausgefegt unter dem Betriff "Netzentwicklung". Aber solange es dem Kunden egal ist und der wegen 100 Euro Ersparnis beim einem durchschnttilichen Neuwagenpreis v. 24.900 € zu den Großen rennt wird sich daan leider nichts ändern.


Heiner Schneider

17.06.2011 - 11:13 Uhr

Leider melden sich hier wieder Leute zu Wort die keine Ahnung haben was wirklich läuft. Reutlingen ist profitabel!


T. Schneider

17.06.2011 - 13:13 Uhr

Warum gibt man dann einen profitablen Betrieb ab, wenn das Gesamtergebnis negativ ist? Nur im Sinne der Netzentwicklung von VW? Sehr gönnerhaft. Wobei ja nun auch Leute mit Ahnung anwesend sind...


Helmut Schulte

17.06.2011 - 14:29 Uhr

Herr Wellers Absicht, den Intrabrandwettbewerb zu reduzieren kann nur dann funktionieren,wenn wenige Große sich den Markt aufteilen, dieses Ziel kann er in Norddeutschland eindeutig schneller realisieren als mit nur einem profitablen Betrieb inm Süden. Unter wenigen Großen sind (verbotene)Absprachen längerfristig sicher sehr viel leichter zu realisieren als in einem heterogenen Marktgefüge, auch wenn z.Zt. noch der Preiskampf tobt. Klappt seit Jahren prima auf dem Tankstellenmarkt. Für den Hersteller zählen gesicherte Absatzzahlen durch einen überschaubaren Händlerpool, der vom Eigentümer geführte Familienbetrieb ist nicht mehr up to date. Shareholdervalue-Mentalität läßt grüßen. Unter diesem Blickwinkel ist Herr Weller durchaus als Visionär zu bezeichnen (ohne Wertung)


Dieter M. Hölzel

17.06.2011 - 18:38 Uhr

So Herr Ammer, jetzt haben Sie den " Salat ", der Herr von Ohain legt nämlich größten Wert auf Beweise und Belege in jedweder Form von Vermutungen und Spekulation. Wenn Sie also vermuten in Afrika ist " Muttertag ", dann bitte auch die " Mutter " als Beweis besorgen ! In Sachen Weller ist schon viel geschrieben und gesagt worden, meist von Herrn Weller selber, hört man aber Mitarbeiter - auch von früher - sieht es anders aus. Nun hat aber Herr Robert Müller im Bundesanzeiger nachgelesen, leider hat er nicht gesagt was da drin steht, wäre doch interessant. In diesem Forum wird viel geschrieben, manchmal zur Freude der geneig- ten Leserschaft, oft aber auch penibel und freudlos. Meinungen sind immer subjektiv, von daher bleibt, zumindest der Versuch, Dinge nicht so tierisch ernst zu nehmen, so, als wäre der nächste Tag das Ende. Ich persönlich v e r s u c h e das etwas mit Charme, aber auch das mag nicht immer gelingen. Wie bei einem Witz, den man erzählt, außer dem Erzähler lacht keiner. In diesem Sinne wünsche ich gute Kommentare, aber auch Verständnis, wenn es mal daneben geht !!! Seien S I E nicht so streng mit mir, jene die sich betroffen fühlen sind auch gemeint.


J. Schütz

01.09.2011 - 17:50 Uhr

Die Aussage des Herrn Weller, einen profitablen Betrieb mit lanjährigen und erfahrenen Mitarbeitern zu veräußern wundert mich stark, zumal ich in einem seiner BMW-Betriebe noch keine erfahrenen Mitarbeiter gesehen habe sondern lediglich eine Horde unerfahrener und bestimmt auch unterbezahlter Jungdynamiker unter welchen die Verkäufer ständig wechseln......


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