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Mercedes: Aus für Brennstoffzellen-Entwicklung für Pkw

Die Produktion des Brennstoffzellen-Mercedes GLC F-Cell endet nach nur zwei Jahren.
© Foto: Daimler

Seit Jahrzehnten entwickelt Mercedes Brennstoffzellen-Antriebe für Autos und baute sogar entsprechende Fahrzeuge in Kleinserien. Jetzt steigt der Konzern vorläufig aus dem Leuchtturmprojekt aus.


Datum:
27.04.2020
4 Kommentare

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Der Daimler-Konzern stellt die Entwicklung von Brennstoffzellen-Technik für seine Pkw-Sparte vorläufig ein. Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb seien aufgrund schwieriger Marktbedingungen und deshalb ausbleibender Skalierungseffekte preislich mit batterieelektrischen Fahrzeugen derzeit und auch mittelfristig nicht konkurrenzfähig, erklärte ein Sprecher des Konzerns.

Entsprechend wolle man die Produktion des einzigen Brennstoffzellen-Pkw-Modells, dem 2018 eingeführten GLC F-Cell, bereits zeitnah beenden. Die Produktion des GLC F-Cell unter Manufakturbedingungen war von vorneherein in nur kleiner Stückzahl geplant.


Mitfahrt Mercedes GLC F-Cell

Bildergalerie

Grundsätzlich wird der Daimler-Konzern die Entwicklung der Brennstoffzellen-Technik für den Serieneinsatz allerdings weiter vorantreiben, allerdings im Anwendungsbereich für Lastwagen. So hat die Lkw-Sparte der Stuttgarter in dieser Woche angekündigt, gemeinsam mit dem Konkurrenten Volvo Trucks in einem noch zu gründenden 50:50-Joint-Venture Wasserstoff-Lastwagen bis Ende des Jahrzehnts zur Serienreifen bringen zu wollen. Dabei wird man auf vorhandene Entwicklungen zurückgreifen. So ist die Brennstoffzellen-Technik des GLC F-Cell auch darauf ausgelegt, bei entsprechender Skalierung auch große Lastwagen anzutreiben. Für eine Anwendung in Lkw sieht man derzeit die größeren Marktchancen.

Generell will Daimler nicht ausschließen, in Zukunft auch wieder Pkw mit Brennstoffzellen-Antrieb zu produzieren. Künftige Entwicklungen bei der Brennstoffzellen-Technik in der Lkw-Sparte könnten in einigen Jahren auch beim Antrieb kleinerer Fahrzeuge ihre Anwendung finden. Doch in der aktuellen Dekade ist ein solcher Schritt unwahrscheinlich. (SP-X)

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KOMMENTARE


autofan

27.04.2020 - 14:15 Uhr

Wieder einmal versäumt es der Automobil-Vorreiter und -Erfinder vieler neuer Technologien, seine Zukunftspläne umzusetzen. Wieder werden andere Marken und andere Länder an uns Deutschen vorbeiziehen, oder um es in der Automobilsprache zu belassen, uns überholen. Welch ein armseliges Bild weltweit!!!


Ludwig Rossen

27.04.2020 - 18:04 Uhr

Wer glaubt, dass Fahrzeuge mit LI-Akkus die Zukunft sind und deshalb die Weiterentwicklung der einzigen sinnvollen Alternative einstellt, ist schlicht und mit Verlaub gesagt - dumm und hat keine Ahnung von Technik-Entwicklungen. Sieht Mercedes nicht, dass die Rohstoffe für LI-Akkus immer knapper werden? Das nenne ich vom schwimmenden Schiff auf den sinkenden KLahn wechseln. Ich gratuliere zu so einem "weitsichtigen" Management!


Brancheninsider

28.04.2020 - 08:01 Uhr

Das sehe ich auch so @autofan. Da werden uns mittelfristig z. B. Marken wie Hyundai und Co. rechts liegen lassen und auf der Überholspur an uns vorbeiziehen. Deutschland wird in absehbarer Zeit definitiv nicht mehr Technologie- und Marktführer in Sachen Autos bleiben.


Andreas

28.04.2020 - 13:46 Uhr

Wenn man es nicht schafft, innerhalb von 26 Jahren (erstes NECAR - New Electric Car - im April 1994 vorgestellt) eine Technik alleine oder gemeinsam mit anderen zu vernünftigen Kosten zur Serienreife zu entwickeln, sollte man vielleicht tatsächlich den Stecker ziehen.


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