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puls Automobilkongress 2021: Das grüne, digitale Autohaus

Sara Bay, Leiterin Marketing und Kundenkontaktcenter bei Emil Frey Digital Services brachte die Herausforderung für die Branche in ihrem Vortrag auf den Punkt: "Derjenige, der sein Geschäftsmodell anpasst, ist derjenige, der bleibt und Erfolg hat."
© Foto: Juliane Schleicher/AUTOHAUS

Der 17. puls-Kongress stand im Zeichen von Erneuerung und der Veränderung: Vertreter aus den verschiedensten Bereichen der Kfz-Branche stellten unterschiedlichste Greentech-Strategien und Möglichkeiten zur Digitalisierung vor.


Datum:
14.07.2021
Autor:
ab
Lesezeit: 
4 min
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Das Klima und die Kundenansprüche verändern sich rasant. Das führt einerseits dazu, dass Automobile und Autohäuser immer "grüner" werden müssen. Zugleich wandeln sich mit der fortschreitenden Digitalisierung die Kundenanforderungen und es etablieren sich neue, flexible Mobilitätskonzepte auf dem Markt. Auch daran muss sich der Autohandel dringend anpassen, wenn er bestehen will. Sara Bay, Leiterin von Marketing und Kundenkontaktcenter bei Emil Frey Digital Services brachte es auf dem heutigen puls-Kongress zum Thema Greentech in der Autobranche auf den Punkt: "Derjenige, der sein Geschäftsmodell anpasst, ist derjenige, der bleibt und Erfolg hat." Auch deshalb hat die Emil Frey-Gruppe gemeinsam mit Google ein Pilotprojekt zur digitalen Kundengewinnung gestartet. Mit Erfolg, wie die Autohaus-Managerin in ihrem Kongressvortrag zeigte. Die Gruppe bietet neben ihren 80 physischen Standorten in Deutschland mittlerweile auch ein komplett digitales Autohaus.

"Wir müssen uns mehr mit E-Mobilität beschäftigen"

Neben dem Omnichannel-Vertrieb setzen viele Hersteller und Händler mit Blick auf die Zukunft vor allem auf die Elektromobilität – so auch Hyundai. Der Hersteller hat dazu eigens die Submarke Ioniq für rein batterie-elektrische Fahrzeuge aufgelegt. Mit ihr möchte der Konzern in eine neue Ära starten. "Wir wollen der Anbieter alternativer Antriebe unter den Importeuren sein", beschrieb Jürgen Keller, Geschäftsführer von Hyundai Deutschland, das Ziel der Koreaner. Mit dem Ioniq 5 werde dazu eine neue Generation der E-Fahrzeuge eingeläutet. Beispielsweise sei Hyundai der erste Volumenhersteller, der die 800 Volt- Schnellladetechnologie einführt. Doch die Technik ist nur das eine – das andere ist, sie zu verkaufen. Hier gibt es durchaus noch Luft nach oben: "Wir müssen uns mehr mit E-Mobilität beschäftigen und diese erleben", bekannte Hans Noll, Geschäftsführer Autohaus Stanglmair. Im Handel müsse man zudem auf eine langfristige Strategie bei der Etablierung dieses Mobilitätskonzeptes achten, die Bedarfsanalyse bei den Kunden sei dabei von größter Bedeutung.


puls Automobilkongress 2021

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Außer Hyundai war auch die Zukunftsstrategie des noch jungen Stellantis-Konzerns Thema des Kongresses. Maria Grazia Davino, Head of Sales & Marketing Europe bei Stellantis, stellte sie vor. Auch in ihren Augen ist Anpassungsfähigkeit von großer Bedeutung, um weiterhin auf dem Markt bestehen zu können: "Um wettbewerbsfähig zu bleiben, muss sich ein Konzern an die Zeit anpassen und an die Kunden denken". Mit neuen Mobilitätskonzepten wie "Leasys" und "Free2Move" passe sich der Konzern an diese neuen Anforderungen an. Laut Davino sind viele Faktoren in der Kfz-Branche äußerst wandelbar: "Wir müssen auf die Agilität reagieren". Zudem setze Stellantis auch auf das Potenzial von E-Fahrzeugen. 2025 soll von jedem neu auf dem Markt erscheinenden Fahrzeug auch ein E-Modell zur Verfügung stehen.

Synthetische Kraftstoffe, papierlose Prozesse oder Öko-Suchmaschinen – viele Wege zum selben Ziel

Abgesehen von alternativen Antriebsarten wie der E-Mobilität könnten aber auch synthetische Kraftstoffe zur Klimaneutralität beitragen. Davon zeigte sich Matthias Braun vom Aramco Fuel Research Center überzeugt. Pascal Mast vom TÜV Süd wiederum sprach über das Thema Emissionsvorschriften: So sei zwar klar wohin die Reise gehen solle, das gelte aber nicht für den Weg. 

Referenten unter sich: Jürgen Keller, Geschäftsführer von Hyundai Motor Deutschland, Hans Noll, Geschäftsführer im Autohaus Stanglmaier, Konrad Weßner, Geschäftsführer von puls Marktforschung und Gastgeber des Kongresses sowie AUTOHAUS-Herausgeber Prof. Hannes Brachat (v.li.)
© Foto: Juliane Schleicher/AUTOHAUS

Dass die Digitalisierung für das Autohaus der Zukunft eine entscheidende Rolle spielen wird, stand für die meisten Teilnehmer wohl außer Frage. Durch die Digitalisierung diverser Prozesse lässt sich aber nicht nur enorm viel Zeit, sondern auch eine große Menge an Papier einsparen. Ein Schritt Richtung klimafreundliches Autohaus kann also auch auf diese Weise getätigt werden. Wie Digitalisierung von Prozessen funktionieren kann, zeigte Vinzenz Pflanz von der Sixt SE, anhand der Mobilitäts-App des Unternehmens.

Oliver Bohn, Geschäftsführer von Kuhn + Witte, stellte später dann neben einer umfassenden Beratungsstrategie zur E-Mobilität weitere, im eigenen Unternehmen erprobte, Strategien vor, die ein Autohaus grüner machen können. Eine richtige Abfalltrennung sowie ein umweltfreundlicher Strom- und Wasserverbrauch gehören ebenso zum Konzept wie die betriebsinterne Anwendung der Suchmaschine "Ecosia": Bei dieser verspricht der Betreiber, für jede Suchanfrage einen Baum zu pflanzen.

Auf dem 17. puls-Automobilkongress wurden darüber hinaus noch zahlreiche weitere Greentech-Strategien und die Möglichkeiten der Digitalisierung aus den verschiedensten Perspektiven beleuchtet. Martin Koers vom Verband der Automobilindustrie (VDA) fasste die aktuelle Situation darum passend zusammen: "Auf die Frage, wie sieht die Mobilität von morgen aus, gibt es nicht die eine Antwort."

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