Unfallschadengeschäft: Raus aus der Kostenfalle
Das Unfallschadengeschäft zählt zu den wichtigsten Ertragssäulen, steht aber unter Druck. Während der Handel über Stundenverrechnungssätze und Teilepreise diskutiert, werden die eigentlichen Herausforderungen zunehmend bei Prozessen, Digitalisierung und Produktivität entschieden.
Bei der AUTOHAUS SommerAkademie in Oberursel rückten der ehemalige Allianz-Vorstand Karsten Crede, und Martin Schneider, HUK-Coburg, das Unfallschadenmanagement in den Mittelpunkt. Während Crede eine neue Zusammenarbeit zwischen Herstellern, Versicherern und Handel fordert, zeigt Schneider, nach welchen Regeln Schadensteuerung bereits heute funktioniert.
Karsten Crede, Managing Partner Crede & Company Consulting GmbH, lenkte den Blick auf eine Schnittstelle, die aus seiner Sicht noch immer nicht ihrer wirtschaftlichen Bedeutung entsprechend behandelt wird. Wenn ungefähr die Hälfte des Aftersales-Profits aus dem Umfeld des Unfallschadenmanagements resultiere und zugleich rund 40 Prozent des weltweiten Versicherungsaufkommens auf die Autoversicherung entfielen, sei der wenig systematische Umgang beider Branchen miteinander kaum nachvollziehbar. Hersteller, Versicherer und Handel…
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