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Treffen der US-Autohändler: Noch Luft nach oben

© Foto: Ralph M. Meunzel

Die Vorzeichen für ein weiteres Rekordjahr auf dem US-Automarkt stehen gut. Das sorgte bei der NADA Convention 2016 für eine positive Grundstimmung. Doch aus Händlersicht gibt es auch einige Baustellen.


Datum:
04.04.2016
1 Kommentare

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Von AUTOHAUS-Chefredakteur Ralph M. Meunzel

Der US-Automarkt ist zu alter Stärke zurückgekehrt und kennt derzeit nur eine Richtung – nach oben. Chefökonom Steven Szakaly von der National Automobil Dealers Association (NADA) rechnet in diesem Jahr mit insgesamt 17,7 Millionen neuen Pkw und Pick-ups (2015: knapp 17,5 Millionen Einheiten). Damit soll die Spitze nach Meinung einiger Experten allerdings noch nicht erreicht sein. Aufgrund des moderaten Wirtschaftswachstums, der niedrigen Arbeitslosigkeit, von höheren Gehältern, niedrigen Zinsen und billigem Benzin boomt das Geschäft mit neuen und gebrauchten Fahrzeugen.

Anlässlich der NADA Convention und Expo 2016 in Las Vegas, die am Sonntag zu Ende ging, konnte man sich also weitgehend ungetrübt dem Geschäft widmen. Die Umsatzrendite des Handels liege seit 2010 im Schnitt bei 2,2 Prozent, teilte Szakaly in der Welthauptstadt des Entertainments mit. Rund 23.000 Autohändler und deren Manager nutzten die Gelegenheit, um in der Regel sehr gelassen die diversen Händlertagungen sowie die zahlreichen Workshops und Vorträge zu besuchen.

Fragt man nach den Herausforderungen, so hört man von den Experten beispielsweise, dass die Gebrauchtwagenpreise aufgrund der Incentives der Hersteller und des inzwischen hohen Leasinganteils um bis zu sechs Prozent in 2016 sinken werden. Während das Preisniveau in den vergangenen sechs Jahren um 18 Prozent angestiegen ist. Als problematisch erweisen sich auch die zahlreichen Rückrufe. So hat J. D. Power beispielsweise einen Rekord von 51 Millionen "Recalls" registriert. Erstmals seit sechs Jahren sei deshalb die Kundenzufriedenheit gesunken, teilten die Marktforscher mit.

Kampf für das Franchisesystem

Der neue NADA Chairman, Jeff Carlson, Ford- und Subaru Händler aus Glenwood Springs (Colorado), will sich in den kommenden zwölf Monaten seiner Amtszeit vor allem für den Erhalt des Dealer-Franchisesystems einsetzen. Hier sieht er nach eigenen Angaben starke Tendenzen, dass die US-Regierung bzw. bestimmte Institutionen dem System Beschränkungen etwa bei der Autofinanzierung auferlegen will. "Die beste Verteidigung ist hier eine gute Offensive. Wir werden diejenigen in Washington finden, die uns verstehen und unser Geschäft respektieren", erklärte Carlson anlässlich seiner Antrittsrede. Die Händlervereinigung wurde bereits 1917 gegründet und feiert im kommenden Jahr auf der NADA Convention and Expo vom 26. bis 29. Januar ihr 100-jähriges Bestehen.


NADA Convention 2016

NADA Convention 2016 Bildergalerie

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KOMMENTARE


UE

08.04.2016 - 13:28 Uhr

...klar...man hat ja auch gerade erst einen großen Wettbewerber erfolgreich ausgebremst!


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