IfA MarkenMonitor 2026: Startschuss für aktuellen Stimmungstest im Handel

19.03.2026 14:02 Uhr
Die Preisbewertung auf den großen Online-Plattformen für Gebrauchtwagen ist heute Standard und beliebt bei Fahrzeuginseraten.
Das IfA hofft wieder auf eine breite Beteiligung im Handel. Die Ergebnisse des MarkenMonitors 2026 werden Ende Juni bei einer Preisverleihung in München vorgestellt.
© Foto: AdobeStock.com / Pavel

Der IfA MarkenMonitor zählt zu den wichtigsten wissenschaftlichen Untersuchungen für die deutsche Automobilwirtschaft. Diesem Anspruch soll die Zufriedenheitsanalyse auch bei der 28. Auflage gerecht werden. Zum ersten mal rücken auch die New Brands aus China in den Fokus.

Ab heute beginnt die Erhebungsphase der 28. Händlerzufriedenheitsanalyse "IfA MarkenMonitor". Das Institut für Automobilwirtschaft (IfA) befragt dafür Inhaber, Geschäftsführer und Führungskräfte markengebundener Autohäuser. Die Interviews laufen im sogenannten Mixed-Method-Ansatz sowohl online als auch telefonisch. Im Fokus steht die Frage, wie die Betriebe die Zusammenarbeit mit Herstellern und Importeuren im Tagesgeschäft erleben – von Vorgaben bis zur Unterstützung im Markt.

Fünf Beziehungsfelder, 40 Kriterien

Am Aufbau der Studie ändert das IfA nichts Grundsätzliches: Die Bewertung basiert weiterhin auf fünf beziehungsrelevanten Dimensionen mit insgesamt 40 Einzelkriterien. Dieses Gerüst soll die Ergebnisse über Jahre vergleichbar machen. Gleichzeitig wird der Fragenkatalog behutsam nachjustiert, um neue Themen im Vertrieb abzubilden. 2026 sind vor allem die Fragen zum Gebrauchtwagengeschäft sowie zum wirtschaftlichen Handlungsdruck konkreter formuliert, um aktuelle Belastungen im Autohaus genauer zu erfassen.

New Brands – auch aus China – stärker in den Blick

Ein Schwerpunkt 2026 ist die Händlerzufriedenheit bei neuen Marken. Erstmals soll sie systematisch erhoben werden – mit besonderem Augenmerk auf Anbieter aus China. Dafür setzt das IfA bei den "New Brands" den vollständigen Fragebogen ein. Im Vorjahr war nach Angaben des Instituts nur eine stark verkürzte Version genutzt worden. Zusätzlich fließen Sonderfragen ein, etwa zu strategischen Optionen der Betriebe in den kommenden Jahren, zur Qualifizierung von Mitarbeitenden sowie zur Attraktivität von Franchise-Systemen.

IfA-Direktor Stefan Reindl, der das Forschungsprojekt seit 2013 verantwortet, beschreibt die Erhebung als Werkzeug für die Praxis. Ziel sei es nicht, eine Rangliste um der Rangliste willen zu erstellen. Vielmehr sollen Hersteller, Importeure und Handel über die Ergebnisse erkennen, an welchen Stellen die Beziehungsqualität leidet und wo Verbesserungen möglich sind. Mit Blick auf Vertriebserfolg und Ertragslage könne eine stabilere Zusammenarbeit dazu beitragen, Konfliktfelder abzubauen und Prozesse für beide Seiten planbarer zu machen.

Autoscout24 begleitet Studie

Kooperations- und Forschungspartner ist 2026 erneut die Fahrzeugbörse Autoscout24 – zum siebten Mal in Folge. Das Unternehmen verweist auf den wirtschaftlichen Druck im Handel: sinkende Margen, unsichere Restwerte bei Elektrofahrzeugen und steigende Anforderungen im Vertrieb würden viele Betriebe belasten. Deutschland-Vertriebschef Stefan Schneck sagt, der MarkenMonitor mache diese Spannungsfelder sichtbar und liefere eine Grundlage, um die Zusammenarbeit zwischen Herstellern und Handel weiterzuentwickeln. Autoscout24 ist zudem Gastgeber der Preisverleihung.

Teilnahme online oder telefonisch möglich

Markengebundene Betriebe können ihre Einschätzung online abgeben: https://de.surveymonkey.com/r/Pm_IfA_MarkenMonitor_2026

Telefonisch kontaktiert ein Marktforschungsunternehmen Autohäuser stichprobenartig und weist sich dabei aus. Alternativ können Verantwortliche die Teilnahme selbst anstoßen; Ansprechpartner ist Projektleiter Tobias Huthmacher (IfA) unter +49 7331 22 491. Die Ergebnisse will das IfA am 25. Juni 2026 im Drivers and Business Club Munich vorstellen; danach sollen sie unter https://www.ifa-info.de/markenmonitor abrufbar sein.


IfA MarkenMonitor 2025 - Rankings

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