AUTOHAUS BankenMonitor 2026: Mitsubishi verteidigt Titel

01.07.2026 11:44 Uhr | Lesezeit: 4 min
Die Preisträger und Teilnehmenden des AUTOHAUS BankenMonitors 2026 in Neufarn bei München
© Foto: Hans Friedrich

Der AUTOHAUS BankenMonitor 2026 zeigt: Die Händlerzufriedenheit mit den Finanzierungspartnern bleibt stabil. Entscheidend sind vor allem Fairness, Konditionen und Bearbeitungstempo. Der Markensieg geht an Mitsubishi.

Der AUTOHAUS BankenMonitor 2026 zeigt ein klares Bild: Die Zufriedenheit der Autohändler mit ihren Bankpartnern ist stabil, Unterschiede zwischen den Anbietern nehmen ab. Gleichzeitig bewerten Händler die Autobanken zunehmend differenziert – abhängig von konkreten Leistungen in einzelnen Bereichen. Neben attraktiven Produkten und Konditionen in der Absatzfinanzierung gewinnt vor allem die Qualität der Zusammenarbeit an Bedeutung. Fairness im Umgang mit den Händlern sowie die Bearbeitungsgeschwindigkeit des Innendienstes werden zu zentralen Treibern der Händlerzufriedenheit und damit zu Wettbewerbsvorteilen.

AUTOHAUS führte die Umfrage in Kooperation mit puls Marktforschung und mit Unterstützung der Sponsorenpartnern Excon, Mobile.de und PS Team durch. Puls-Geschäftsführer Stefan Reiser stellte die zentralen Ergebnisse am Mittwoch in Neufarn bei München vor. Dort wurden auch wieder die Sieger unter den Marken in Deutschland feierlich geehrt. Auffällig war die insgesamt enge Leistungsdichte: Zwischen vielen Wettbewerbern liegen nur wenige Zehntel Notenpunkte.

Die Sieger im Überblick

Den Gesamtsieg über alle Fabrikate hinweg fuhr im zweiten Jahr in Folge Mitsubishi ein. Mit Note 1,74 holte die MKG Bank auch den ersten Platz unter den "Importfabrikate (<1,5 Prozent Marktanteil)". Dort verwies man Suzuki (2,32) und Nissan (2,47) auf die Plätze.

Sieger bei den "Deutschen Fabrikate" ist Volkswagen (2,39). Es folgen Opel (2,54) und Ford (2,69). Bei den "Deutschen Premiumfabrikaten" erkämpfte BMW (1,87) das oberste Treppchen – gefolgt von Audi (2,24) und Mercedes-Benz (2,51). 


AUTOHAUS BankenMonitor 2026 - Preisverleihung

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Die "Importfabrikate (>2,5 Prozent Marktanteil)" führt Toyota (1,82) an. Dahinter reihen sich Dacia (1,89), Seat und Cupra (2,42), Skoda (2,48) sowie Hyundai (2,60) ein. Bei den "Importfabrikate (1,5–2,5 Prozent Marktanteil)" glänzt Renault (1,95) vor Mazda (2,42), Volvo (2,46), Kia (2,50), Peugeot (2,55) Citroën (2,59) sowie Fiat (2,76). 

Ganz oben in der Kategorie "Non-Captive Finanzierungspartner" steht in diesem Jahr Bank11 (2,07). Auf den Plätzen folgen BDK (2,13), akf Bank (2,16), Santander und Targobank (beide jeweils 2,25) sowie Creditplus (2,27). Bei den "Non-Captive Leasingpartnern" hat die akf Bank (2,36) die Nase vorn. Dahinter reihen sich BDK (2,46), Santander (2,56), Ayvens (2,58), Creditplus (2,60) sowie Arval und Targobank (beide jeweils 2,71) ein. 

Verliehen wurde zudem ein Sonderpreis "Best of BEV". Dieser nahm Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit bei Neu- und Gebrauchtwagenkonditionen sowie Verkaufsförderungsmaßnahmen und Vermarktungsunterstützung unter die Lupe. Der Preis ging an Renault / Mobilize Financial Services. Unter den Top-3 waren zudem BMW und Dacia. 

Zufriedenheit stabil, Non-Captives vorne 

Die Studie beweist einmal mehr: Die Gesamtzufriedenheit der Händler bewegt sich auf stabilem Niveau. Allerdings ergab sich in diesem Jahr ein leichter Vorsprung für unabhängige Autobanken. Während Herstellerbanken im Schnitt auf eine Note von 2,34 kommen, erreichen freie Banken 2,19. Parallel dazu nimmt die Spannweite der Ergebnisse ab. Die Differenz zwischen besten und schwächsten Anbietern liegt mit rund 1,02 Punkten niedriger als in den beiden Vorjahren. Das deutet auf eine zunehmende Angleichung der Leistungsniveaus hin.

Trotz des leichten Vorsprungs der freien Anbieter bleibt die Herstellerbank für viele Händler zentraler Partner. 43 Prozent der Betriebe arbeiten ausschließlich mit ihrer Herstellerbank zusammen (2025: 45 Prozent). 57 Prozent nutzen zusätzlich mindestens eine weitere unabhängige Bank. Die Studie zeigt zudem einen Zusammenhang zwischen Zufriedenheit und Geschäftsanteil: Hohe Zufriedenheitswerte führen zu höheren Captive-Quoten im Autohaus.

Digitalisierung, Prozesse und E-Mobility differenzieren stärker

Die Detailauswertung der Kriterien offenbart differenzierte Bewertungen. In klassischen Bereichen wie Absatzfinanzierung, Leasing oder Einkaufsfinanzierung liegen die Noten eng beieinander. Deutlich größere Unterschiede zeigen sich dagegen bei Digitalisierung (Systemperformance, Transparenz), Innendienst (Erreichbarkeit, Bearbeitungsgeschwindigkeit) uns Außendienst (Qualität und Reaktionszeit). Ein Sonderthema bleibt die Elektromobilität. Hier fällt die Zufriedenheit insgesamt zurückhaltend aus – sowohl bei Captives (2,61) als auch bei freien Banken (2,76).


AUTOHAUS BankenMonitor: Breite Datengrundlage

Der AUTOHAUS BankenMonitor stützt sich auf eine breite empirische Basis: Die puls-Experten erhoben zwischen April und Mai 2026 in 521 telefonischen Interviews 797 Bewertungen von Autobanken und Leasinggesellschaften. Der Fragebogen wurde dafür wurde in diesem Jahr deutlich modernisiert und gestrafft. Ziel war es, Redundanzen zu vermeiden und die Relevanz der Kriterien zu erhöhen. Die Bewertung basiert jetzt auf 28 Einzelkriterien, die acht zentrale Beziehungsfelder abdecken: Absatzfinanzierung, Leasing, Einkaufsfinanzierung, Digitalisierung, Verkaufsunterstützung, Innendienst, Außendienst sowie Beziehungsqualität.



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