Die Jahresbilanz des Kraftfahrt-Bundesamts zu den Pkw-Neuzulassungen 2025 stützt die positive Einschätzung des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe zur Elektromobilität: 19,1 Prozent aller Pkw-Neuzulassungen entfielen 2025 auf BEV. Das entspricht einem Zuwachs von 5,6 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr, als der Marktanteil bei 13,5 Prozent lag.
"Wenn dieser Trend sich auch im Jahr 2026 fortsetzt, kann der Hochlauf der Elektromobilität dieses Jahr wirklich Fuß fassen, wenn die Weichen richtiggestellt werden", erklärte ZDK-Präsident Thomas Peckruhn.
ZDK: Zwei Jahre verloren gegangen"
Für 2026 rechnet der ZDK damit, dass sich der BEV-Anteil am gesamten Pkw-Zulassungsmarkt bei 20 bis 25 Prozent einpendeln wird. Insgesamt erwartet der Verband im kommenden Jahr einen spürbaren Anstieg des Pkw-Gesamtmarkts um 3,5 bis 4 Prozent auf rund 2,95 Millionen Neuzulassungen. Davon sollen eine Million Fahrzeuge "mit Stecker" stammen – sowohl aus privaten als auch aus gewerblichen Zulassungen.
Trotz der erkennbaren Stabilisierung zeigen die Zahlen im Vergleich zu 2023 jedoch auch: Der Hochlauf der Elektromobilität wurde durch das Ende der Förderung unter der Ampel-Regierung insgesamt gebremst. "Seit dem Förderstopp der alten Bundesregierung sind faktisch zwei Jahre verloren gegangen", sagte Peckruhn. "Rechnet man die stark gestiegenen Eigenzulassungen von Herstellern und Händlern bei den gewerblichen Zulassungen heraus, hat der E-Auto-Markt im Jahr 2025 lediglich wieder das Niveau von vor zwei Jahren erreicht."
ZDK verhalten positiv gestimmt
Als entscheidender Faktor für die weitere Dynamik gilt die konkrete Ausgestaltung der im vergangenen Jahr angekündigten E-Autoprämie durch die Bundesregierung. "Mit einer wirksam ausgestalteten Förderung kann sich der positive Trend in diesem Jahr deutlich beschleunigen", so Peckruhn weiter. "Breitere Modellangebote – insbesondere in preisgünstigeren Segmenten –, sinkende Preisabstände zwischen Verbrennern und E-Autos sowie der kontinuierliche Ausbau der Ladeinfrastruktur werden die Nachfrage nachhaltig stärken."