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Auto-Ersatzteile: Preise steigen weiter

Pkw-Ersatzteile sind in den letzten zwölf Monaten wieder teurer geworden.
© Foto: Wolk

Die Preise für Pkw-Ersatzteile sind in den letzten zwölf Monaten wieder deutlich teurer geworden. Seit 2013 stiegen diese sogar deutlich schneller als die Inflationsrate.


Datum:
17.10.2018
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Pkw-Ersatzteile wie Rückleuchten, Motorhauben und Windschutzscheiben sind in den letzten zwölf Monaten erneut deutlich teurer geworden: von August 2017 bis August 2018 im Schnitt um vier Prozent, hat eine GDV-Auswertung der Schadenkalkulations-Datenbank von Audatex ergeben. Die Preise von Scheinwerfern sind in diesem Zeitraum sogar um sieben Prozent gestiegen.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) beobachtet die Preisentwicklung seit Januar 2013. Seitdem stiegen die Kosten für Ersatzteile deutlich schneller als die Inflationsrate: Während der Verbraucherpreis-Index um 6,9 Prozent stieg, verteuerten sich Pkw-Ersatzteile im selben Zeitraum durchschnittlich um 24 Prozent. Rückleuchten sind seit 2013 um fast 50 Prozent, Kofferraumklappen um über 30 Prozent teurer geworden.

Höhere Reparaturkosten

Bei den Versicherern führen die höheren Ersatzteilpreise zu steigenden Reparaturkosten nach Unfällen. Im Jahr 2013 kostete die Kfz-Haftpflichtversicherer ein Pkw-Sachschaden im Schnitt rund 2.400 Euro, im vergangenen Jahr bereits 2.700 Euro.

Für ihre Untersuchung haben Ingenieure und Statistiker des GDV in der Schadenkalkulations-Datenbank von Audatex jährlich die Ersatzteilpreise für 20 unterschiedliche Fahrzeugtypen recherchiert, so der GDV. Die Auswahl der Fahrzeuge umfasst Kleinwagen ebenso wie Oberklasse-Modelle sowie Modelle mehrerer Hersteller. Für jedes Fahrzeug wurden die Preise von zwölf Ersatzteilen erhoben, die nach Unfällen häufig ausgetauscht werden müssen – vom vorderen Stoßfänger bis zur Kofferraumklappe.

Preissenkunken durch Gesetzesänderung möglich

Mehr Wettbewerb auf dem Ersatzteilmarkt könnte es laut GDV durch eine Lockerung des sogenannten Designschutzes geben. In seiner aktuellen Form schützt der Designschutz nicht nur das Design eines Autos, sondern aller sichtbaren Karosserie-Ersatzteile. Die Folge: Neue Kotflügel, Motorhauben, Scheinwerfer oder Windschutzscheiben können Autofahrer und Werkstätten nur vom Hersteller des Autos kaufen.

"So wird der Wettbewerb ausgeschaltet und der Markt für sichtbare Ersatzteile monopolisiert", sagte Tibor Pataki, Leiter der Abteilung Kraftfahrtversicherung im GDV. "Besser und vermutlich auch günstiger wäre es, wenn die Verbraucher zwischen verschiedenen Ersatzteil-Herstellern wählen könnten."

Die Versicherungswirtschaft fordere daher, die sichtbaren Karossiere-Teile künftig vom Designschutz auszunehmen – und diese sogenannte Reparaturklausel sowohl für Neufahrzeuge als auch für Gebrauchtwagen gelten zu lassen. (tm)

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