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Autoindustrie: Klimaschutzziele nur mit Dieselautos erreichbar

Matthias Wissmann: Auch auf Dieselautos der jüngsten Generation setzen

Wie sinnvoll sind Fahrverbote für Diesel? Die Autoindustrie versucht, das Image dieses Autotyps aufzupolieren. Das Argument: Der Diesel der neuen Generation sei sparsamer als ein Benziner - und auch ein anderes Problem gelöst.

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Dieselfahrzeuge der jüngsten Generation sind aus Sicht der deutschen Autoindustrie nötig, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Es gebe keinen Grund, Dieselmotoren generell zu verteufeln, sagte der Präsident des Verbands der Deutschen Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, am Mittwoch in Berlin. Im Gegenteil: Moderne Dieselautos nach dem Euro-6-Standard seien hinsichtlich Effizienz und CO2-Ausstoß zwischen 15 und 20 Prozent besser als aktuelle Benziner. Auch das Feinstaub-Problem sei bei diesen Modellen gelöst. Wenn man die Klimaschutzziele erreichen wolle, sei es unerlässlich, auch auf solche Dieselautos zu setzen.

Wissmann reagierte mit seinen Aussagen auf die anhaltende Diskussion um Stickoxide in der Luft von Großstädten. Die baden-württembergische Landesregierung hatte in der vergangenen Woche die Möglichkeit geschaffen, ältere Dieselautos aus Teilen der Stuttgarter Innenstadt zu verbannen. Das Verbot soll ab 2018 dann wirksam werden, wenn zu viel Stickoxide in der Luft sind. Wissmann nannte die Stuttgarter Entscheidung einen "Schnellschuss".

Die Zahl umweltfreundlicherer Autos in Deutschland erhöhte sich nach Zahlen des das Kraftfahrt-Bundesamts zuletzt stark. Zu Jahresbeginn waren es 6,1 Millionen Fahrzeuge, welche die Euro-6-Norm erfüllten - das ist fast doppelt so viel wie ein Jahr zuvor. Ihr Anteil an den Autos auf deutschen Straßen stieg demnach auf 13,4 Prozent. Knapp zwei Drittel erfüllten hingegen lediglich die Euro-Normen 4 oder 5.

Wagen mit Elektro- oder Hybridantrieb sind in Deutschland dagegen immer noch selten. Zwar wuchs ihr Bestand der Flensburger Behörde zufolge stark - absolut gibt es aber gerade mal 32.000 (Elektro) und 165.000 (Hybrid) solcher Fahrzeuge in Deutschland. Das entspricht nur 1,6 Prozent. Knapp zwei Drittel aller Autos (65,5 Prozent) laufen dagegen mit Benzin, etwa ein Drittel (32,9 Prozent) mit Diesel.

Wissmann rechnete damit, das im Jahr 2025 schätzungsweise 15 bis 25 Prozent der Neuwagen einen Elektroantrieb haben werden. Entscheidend für das Erreichen der Klimaziele sei aber, dass bei den E-Autos auch Produktion, Betrieb und Recycling klimaneutral sind. (dpa)

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KOMMENTARE


UE

01.03.2017 - 16:26 Uhr

"Klimaschutzziele nur mit Dieselautos erreichbar" HAHAHAHA...dann macht ja der Vorschlag aus Stuttgart so RICHTIG Sinn! ;-) Alter Schwede, die Politik ist schon ein echtes Irrenhaus. Blöd nur, dass wir alle diesen Verien bezahlen! Und sogar richtig gut! Liebe Politiker: Wenn Ihr noch jemanden sucht, der für ein annähernd steuerfreies, 5-stelliges Salaire lustige oder dumme oder lustige UND dumme Ideen hat und diese in der Lage ist in ein Mikrofon zu sprechen oder per Mail der Presse zu melden: ICH stehe gerne zur Verfügung!


Wölfi

01.03.2017 - 17:39 Uhr

Was hat Herr Wissmann geraucht ? Hat er die jüngsten Artikel über die Zukunft des Diesel nicht gelesen - oder etwa nicht verstanden ?


Neuenhaus

02.03.2017 - 11:20 Uhr

Würde gerne sehen, ob er freiwillig die so saubere luft in 30cm höhe. ( kleinkindathemhöhe) hinter dem diesel ein jahr einatmet. Dann würde seine meinung eine andere sein. Wo sind die neutrahle labore genannt. Das lobbyisten gerede. Geld regiert. Die wollen rendite. Ich glaube., die atmen reinen sauerstoff aus der flasche. Fragt sich nur wss am o2 gebunden war. Ohne worte.


lobin

02.03.2017 - 11:54 Uhr

"Entscheidend für das Erreichen der Klimaziele sei aber, dass bei den E-Autos auch Produktion, Betrieb und Recycling klimaneutral sind. (dpa)"Aber das gilt nur für E-Autos. Diesel Autos müssen und werden es auch nie Klimaneutral sein sein!!!Was sind denn das für Vollpfosten? Zuviel Benzindämpfe im Hirn?


Chris

02.03.2017 - 15:12 Uhr

OMG. Selten so einen Schwachsinn gelesen.Wann wachen diese ganzen Lobbyisten endlich auf? Verbrennungsmotoren haben keine Zukunft. Da kann Diesel/Benzin angeblich noch so sauber sein. Das Öl wird verbrannt und ist dann weg. Es könnte für so viel sinnvollere Dinge eingesetzt werden als es nur zu verbrennen.....Ich seh den Tag schon kommen wo Deutschland komplett abgehängt wurde weil die deutsche Automobilindustrie alle Anzeichen verschlafen hat. Und dann ist das Geschrei groß wenn einer nach dem anderen entlassen werden muss weil keiner mehr deutsche Verbrenner kaufen möchte....


Chris

02.03.2017 - 16:43 Uhr

Wenn man die Straßen der Innenstädte als Rollenprüfstände ausbaut, erkennen das die Fahrzeuge und fahren sauber durch die Innenstadt.


ms

02.03.2017 - 18:43 Uhr

Dies scheint das letzte Aufbäumen einer Generation von stolzen Maschinenbauingeneuren zu sein die ihre komplexen mechanischen Konstruktionen bis aufs Blut verteidigen . Ändere können es billiger, besser, leiser, sauberer und nachhaltigern. In nicht mal 5 Jahren sind chinesische E-Autos in Deutschland Realtität und dann ist das Geschrei nach dem Staat da, der hohe Importzölle setzen soll usw. Leute wacht auf und stellt euch auf moderne Mobilität ein anstatt dem gestern nachzutrauern. Gestalten einer sauberen Zukunft anstatt Blockade von E-Mobilität, sonst geht es den Deutschen Automarken wie AEG, Grundig, Telefunken, Nordmende, Saba, Dual, Graetz usw.


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