-- Anzeige --

Brexit: PSA-Chef droht mit Verlagern von Astra-Produktion

Astra-Produktion in Ellesmere Port
© Foto: Opel

Es mehren sich die Zeichen für einen harten Brexit. Das würde die britische Autoindustrie besonders hart treffen. Carlos Tavares hat für das Werk in Ellesmere Port bereits eine Alternative im Blick.


Datum:
29.07.2019
5 Kommentare

-- Anzeige --

Im Tauziehen um den Brexit hat der Chef des französischen Peugeot-Herstellers PSA, Carlos Tavares, mit harten Konsequenzen für ein britisches Werk gedroht. Er wolle zwar das Astra-Nachfolgemodell für die Konzernmarken Opel und Vauxhall in der Fabrik Ellesmere Port bauen, aber bei schlechten Rahmenbedingungen werde er es nicht machen, sagte Tavares der britischen Wirtschaftszeitung "Financial Times" vom Montag. "Wir haben eine Alternative für Ellesmere Port."

Tavares reagierte offensichtlich auf Ankündigungen, wonach sich die neue britische Regierung unter Premier Boris Johnson darauf einstellt, die EU zum 31. Oktober 2019 ohne Abkommen zu verlassen. Das Unternehmen müsse wissen, was im Oktober passiere, beispielsweise bei den Zöllen, forderte Tavares.

PSA mit den Stamm-Marken Peugeot und Citroën hatte im Juni mitgeteilt, dass der neue Astra im Opel-Werk Rüsselsheim gebaut werden soll. Ellesmere Port wäre demnach dann die zweite Fabrik. Die Zeitung berichtete, Tavares habe ein Werk in Südeuropa als möglichen Ersatz für Ellesmere Port ausgewählt, ein Name wurde nicht genannt. Das britische Werk hat dem Blatt zufolge mehr als 1.000 Mitarbeiter. (dpa)

-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --

KOMMENTARE


Christoph

29.07.2019 - 20:27 Uhr

Bei Junkies sagt man, sie müssten erst in der Gosse liegen, bevor man ihnen hilft. Kapieren es die Briten denn nun wirklich nicht oder ist der Groll so groß, dass sie in der EU nicht die erste Geige spielen, dass sie solchen politischen Scharlatanen wie Boris Johnson wie Lemminge hinterherlaufen?


MV

30.07.2019 - 12:57 Uhr

...auch die Briten lernen jetzt das egal wieviel Werke, Stellen wegfallen werden es nur darum geht das EINER glänzten darf.Haben wir schon hinter uns


Christoph

30.07.2019 - 13:13 Uhr

Wer so blind ist, dass er Boris Johnson nicht erkennt, der findet auch die Schrauben fürs Auto nicht!


Carsten Krügermann

30.07.2019 - 22:35 Uhr

@Christoph Mir scheint, und die Zeit wird mir recht geben, dass Sie zu den Lemmingen gehören.


Hubertkrischer

31.07.2019 - 19:09 Uhr

Fest steht aber auch, dass PSA in England einen wichtigen Markt bedient. Hier stellt sich die Frage ob es richtig ist, diesen durch Produktionsverlagerung zu schwächen.


SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!

-- Anzeige --

NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Auto News für die Automobilbranche: AUTOHAUS ist eine unabhängige Abo-Fachzeitschrift für die Automobilbranche und ein tagesaktuelles B2B-Online-Portal. AUTOHAUS bietet Auto News, Wirtschaftsnachrichten, Kommentare, Bilder und Videos zu Automodellen, Automarken und Autoherstellern, Automobilhandel und Werkstätten sowie Branchendienstleistern für die gesamte Automobilbranche. Neben den Auto News gibt es auch Interviews, Hintergrundberichte, Marktdaten und Zulassungszahlen, Analysen, Management-Informationen sowie Beiträge aus den Themenbereichen Steuern, Finanzen und Recht. AUTOHAUS bietet Auto News für die Automobilbranche.