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E-Transporter: Renault kämpft mit Lieferschwierigkeiten

Kangoo Z.E.: Laut Renault übertrifft das Kundeninteresse in Deutschland derzeit die Liefermöglichkeiten.
© Foto: Renault

Der französische Autokonzern kann derzeit die schnell wachsende Nachfrage nach Lieferwagen mit Elektroantrieb in Deutschland nicht erfüllen. Insgesamt läuft das Geschäft der Markengruppe aber rund.


Datum:
09.01.2019
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Renault kann derzeit die schnell wachsende Nachfrage nach Transporter mit Elektroantrieb in Deutschland nicht erfüllen. Vor allem bei dem Stadtlieferwagen Kangoo Z.E. übertreffe das Kundeninteresse derzeit die Liefermöglichkeiten deutlich, sagte Deutschland-Chef Uwe Hochgeschurtz am Mittwoch in Düsseldorf. Grund dafür seien nicht zuletzt Engpässe bei der Batterieproduktion. Doch hofft der Konzern, das Problem noch in diesem Jahr in den Griff zu bekommen.

"Gerade im innerstädtischen Lieferverkehr wird der elektrische Antrieb immer wichtiger. In Zeiten drohender Fahrverbote kommen die Vorteile der lokal emissionsfreien Elektrofahrzeuge voll zum Tragen", erklärte der Manager die steigende Nachfrage. Renault baut derzeit sein Angebot an Lieferwagen mit reinem Elektroantrieb weiter aus.

Renault hat schon seit 2013 reine Elektrofahrzeuge im Angebot. Der Kleinwagen Zoe war nach Unternehmensangaben im vergangenen Jahr das meistverkaufte rein elektrisch betriebene Fahrzeug in Deutschland. Insgesamt verkaufte der französische Autobauer im vergangenen Jahr 6.360 Exemplare in Deutschland bei einer Steigerung von gut 47 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Beim Elektrolieferwagen Kangoo Z.E. stieg der Absatz sogar um 74 Prozent auf 758 Exemplare.

Seine Elektro-Offensive will Renault auch in den nächsten Jahren fortsetzen. Bis 2022 plant der Konzern Hochgeschurtz zufolge die Markteinführung von acht neuen rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen.

Weiter stärkster Importeur

Mit der Gesamtentwicklung der Markengruppe (Renault, Dacia, Alpine) in Deutschland zeigte sich Hochgeschurtz zufrieden: "2018 war erneut ein sehr erfolgreiches Jahr". Man sei im abgelaufenen Jahr stärker gewachsen als der Markt und habe mit 6,22 Prozent Marktanteil den besten Wert seit 2003 erreicht. Die Zahl der Neuzulassungen sei um 3,2 Prozent auf 231.500 Pkw und leichte Nutzfahrzeuge gestiegen – das höchste Volumen seit dem Abwrackprämien-Jahr 2009.

In diesem Jahr will Hochgeschurtz weiter Tempo machen: "Für Renault ist 2019 ein Jahr wichtiger neuer Modelle. Inklusive des brandneuen Clio, der zur Jahresmitte sein Debüt feiern wird." Weitere Impulse sollen auch die überarbeiteten Renault-Modelle Kadjar und Twingo liefern. Für den deutschen Automarkt geht der Geschäftsführer von einer stabilen Entwicklung aus. (dpa/rp)

Zulassungszahlen der Renault Gruppe 2018 in Deutschland

Pkw

Renault: 130.865 Einheiten (minus 3,5 Prozent)

Dacia: 71.748 Einheiten (plus 14,5 Prozent)

Alpine: 218 Einheiten


Leichte Nutzfahrzeuge

Renault: 25.881 Einheiten (plus 9,2 Prozent)

Dacia: 2.774 Einheiten (plus 23,8 Prozent)

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